Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Sterbehilfe | Bioethik | Deutsch

Entscheidung zur Sterbehilfe: Ein Urteil im Sinne der Menschenwürde - ZEIT ONLINE

Schätzungsweise 140.000 Patienten werden jährlich mit PEG-Sonden am Leben gehalten. Darunter sind viele schon Hirntote. Solches Leben kann Jahre und Jahrzehnte währen. In diesem Fall riet der Anwalt der Tochter, selbst den Schlauch der Sonde über der Bauchdecke zu durchtrennen, und das tat sie dann. Der Anwalt wurde deswegen zunächst verurteilt, jetzt aber freigesprochen. Auch nach diesem Urteil des Bundesgerichtshofes bleibt aktive Sterbehilfe in Deutschland strafrechtlich verboten. "Passive Sterbehilfe" wie in dem geschilderten Fall ist dagegen erlaubt und diene dem Schutz des Patientenwohls, seinem Selbstbestimmungsrecht und seiner Menschenwürde, auch und gerade am Lebensende, so der Artikel. Wer aus religiöser Überzeugung keine Angst vor dem Sterben hat, wird darüber froh sein. Dies sollte natürlich nicht zu einer pauschalen Abwertung der durch solche Sonden ernährten Menschen führen. - al

Erstellt von hhp | | Bioethik | PID | Englisch

PGD for all cystic fibrosis carrier couples: novel strategy for preventive medicine and cost analysis

Die englische Veröffentlichung, auf die sich der FAZ-Artikel "Sollen Embryonen zum Massenscreening?" bezieht, ist als abstract frei zugänglich, und als Volltext zu erwerben. Am Beispiel der Erbkrankheit Mukoviszidose rechnet der Präsident und medizinische Direktor des Institute for Human Reproduction, I. Tur-Kaspa, vor, dass sich der flächendeckende Einsatz der PID finanziell lohnen würde im Vergleich zu den Kosten, die Mukoviszidosekranke verursachen - hhp

Erstellt von al | | Bioethik | Deutsch | Patientenverfügung | Sterbehilfe

Sterbehilfe: Die Rechtslage | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

Der kurze Artikel informiert über die Rechtslage seit Einführung des Patientenverfügungsgesetzes im vergangenen Jahr. Es gilt in jedem Fall der einmal geäußerte Wille des Patienten, auch was sein Lebensende betrifft. Im Strafrecht hingegen haben die Abgeordneten nichts verändert. Darum ist bis heute fraglich: Macht sich ein Arzt, der, dem Patientenwillen entsprechend, die Beatmungsmaschine ab- oder die künstliche Ernährung einstellt, trotz allem strafbar ? Bleibt dies eine Tötung, zu der man keinen Arzt zwingen kann? Darüber hat der Strafsenat des Bundesgerichtshofs zu entscheiden. - al