Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Wissenschaftsgeschichte | Wissenschaftstheorie | Deutsch

Kritik der reinen Physik (1): Der Geist der Revolution - faz.net

Anlässlich der arabischen Revolutionen wird auch die Lage der Kosmologie im Anschluss an Thomas Kuhn als revolutionär gedeutet. Die sogenannte „Dark matter crisis" bedeutet die Krise des etablierten, kosmologischen Standardmodels. Eine kritische Diskussion der durchaus nicht umumstrittenen Kuhnschen Thesen erfolgt allerdings nicht. - al

Erstellt von al | | Deutsch | Theologie | Wissenschaftstheorie

Vernunft und Glaube - Spektrum der Wissenschaft Jan. 2012

In dem kostenlos verfügbaren Titelthema der Januarausgabe von Spektrum der Wissenschaft diskutiert der Bochumer katholische Theologe Christian Tapp Theologie als Wissenschaft. Er bringt es so auf den Punkt: Eine Religion, deren Gott vom Wesen her vernünftig ist, werde von ihrer höchsten Instanz her auf ein positives Verhältnis zur Vernunft festgelegt. Dieses sei freilich kein gemütliches Ruhekissen, sondern dauernder Anspruch, Widersprüche zu beseitigen und Verstehen zu ermöglichen. Tapp hält nur einen ontologischen Naturalismus für unvereinbar mit dem Glauben. Mit dem methodischen Naturalismus, der nur fordere, sich in der Naturwissenschaft auf das empirisch Fassbare zu beschränken, solle kein Gläubiger ein Problem haben. Wohl wahr! - al

Erstellt von hhp | | Englisch | Wissenschaftsgeschichte | Wissenschaftstheorie | Hawking

Stephen Hawking’s Radical Philosophy of Science - Big Questions Online

Michael Shermer, Herausgeber des Magazins "Skeptic", hält endlich die Lösung bereit, wie wir aus der "epistemologischen Falle" herauskommen, dass das Gehirn Realität nicht einfach abbildet, sondern durch Modelle überhaupt erst konstituiert. Er nennt dies "glaubensabhängigen Realismus" und vergleicht dies mit dem "modellabhängigen Realismus" Hawkings. Wir könnten uns also trefflich über unsere Modelle unterhalten, nicht aber über die Realität; schließlich hätten wir ja keinen archimedischen Punkt außerhalb unseres Hirns, von dem aus man Modell mit Realität vergleichen könnte. Soweit d'accord. Nun aber die Überraschung, mit der uns Shermer aus dieser epistemologischen Falle erlöst: die Naturwissenschaft. Schließlich befreie sie uns als intersubjektives Unternehmen von subjektiven Voreingenommenheiten und führe uns dadurch zu größerer "Korrespondenz mit der Realität". Als ob ausgerechnet die methodische Beschränkung auf Objektivität den Schranken der Modelle nicht unterliegt - hhp