Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Linkproblem | Ayala | Englisch | Interdisziplinarität | Wissenschaftstheorie | Templeton Foundation

US Geneticist Wins $1.5 Million Religion Prize - New York Times

Steve Coleman weist eigens darauf hin, dass der Geldwert des Templeton Preises regelmäßig angehoben werde, um den Nobelpreis zu toppen. Der diesjährige Empfänger, Francisco Ayala, sagte der Zeitung: "Ich sehe Religion und Wissenschaft als zwei der Pfeiler, auf denen die amerikanische Gesellschaft ruht". Coleman hält die Wahl Ayalas für bemerkenswert, weil sich dieser gegen die Vermischung von Wissenschaft und Religion wehrt: "Die Bibel ist kein wissenschaftliches Lehrbuch", so Ayala. Dagegen gebe Religion den Menschen Hoffnung und Sinn, was wiederum jenseits der Wissenschaft liege - hhp

Erstellt von hhp | | Evolution | Englisch | Gottesbild | Theodizee | Interdisziplinarität | Wissenschaftstheorie | Templeton Foundation | Ayala

Biologist Wins Templeton Prize - New York Times

Der kurze Beitrag stellt als Kern-These Ayalas heraus, dass sich die Reiche von Religion und Wissenschaft nicht vermischen dürfen. Beispiele für solche Vermischungen seien gegeben, wenn Wissenschaftler folgern, es gäbe keinen Gott, oder wenn Kreationisten übernatürliche Interventionen zur Erklärung evolutionären Wandels einführten. Ayalas "Darwin's Gift" beschreibe die Evolutionstheorie als Hilfe, die Koexistenz von Übeln und einem guten und allmächtigen Gott zu erklären - hhp

Erstellt von hhp | | Fodor / Piatelli-Palmarini: What Darwin got wrong | Englisch | Epigenetik | Wissenschaftstheorie | Evolution

Epigenetics, a confused muddle in the media - Sciblogs

Der Bioinformatiker Grant Jacobs pflegt seit mehr als 6 Jahren "Epigenetik" als Schwerpunkt und kann so glaubwürdig die im Guardian veröffentlichte Darwinismuskiritk von O. Burkeman (s.u.) entkräften. Burkemans Hauptfehler sei es, ohne hinreichende Sachkenntnis die eigene Meinung in den Vordergrund zu stellen statt die Sichtweisen einschlägiger Experten wiederzugeben. Dabei suggeriere er, die neuen epigenetischen Erkenntnisse seien vor der Allgemeinheit verborgen worden. Jacobs stellt dagegen, dass die Epigenetik DAS Trendthema der letzen 5-6 Jahre ist, auch wenn es aufgrund der Vorläufigkeit noch nicht in Lehrbüchern Eingang gefunden hat. Jacobs stellt den Unterschied zwischen den Genen selbst und ihrer Regulation durch Epigenetik in den Vordergrund und weist damit Burkemans Formulierung, die Umwelt spiele eine Rolle in der SCHAFFUNG von Merkmalen, zurück. Nach Jacobs schaffen epigenetische Effekte keine neuen Eigenschaften, sondern sie verändern nur den Gebrauch bestehender Gene - hhp