Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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Opposition to antievolution bill continues in Tennessee

Verschiedene Institutionen setzen sich gegen den antievolutiven Gesetzesentwurf in Tennessee zur Wehr. Entgegen den Beteuerungen der Gegenseite gäbe es praktisch keine wissenschaftliche Kontroverse bei der überwältigenden Mehrheit der Forscher über das Faktum der Evolution. Der Entwurf sei damit unnötig, unwissenschaftlich und höchst wahrscheinlich verfassungswidrig. Die amtliche Diskussion beginnt am 16. März - hhp

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The Scopes Strategy: Creationists Try New Tactics to Promote Anti-Evolutionary Teaching in Public Schools - Scientific American

Der Artikel berichtet über neue Strategien der Kreationisten, Evolutionskritik in den Unterricht einzuschleusen. Paradoxerweise vereinnahmen sie ausgerechnet John Scopes, der vor 80 Jahren die Evolutionstheorie lehrte und deshalb verurteilt wurde. Nun wird er als Ikone unabhängigen Denkens hochgehalten: Sicher würde er heute unter dem Etikett der "akademischen Freiheit" dafür eintreten, "alle Seiten eines kontroversen Themas" auf den Tisch zu legen, die "Stärken und Schwächen" zu diskutieren. Die genannten Formulierungen stehen nur scheinbar für kritisches Denken. Tatsächlich aber wird mit Ihnen ein Türöffner für kreationistisches Gedankengut in Gesetzestexte einzuschmuggeln und der "Kitzmiller vs. Dover"-Prozess, der vor 5 Jahren den Kreationismus aus der Schule verbannte, zu untergraben versucht - hhp

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Five Years Later, Evolutionary Immunology and other Icons of Kitzmiller v. Dover Not Holding Up Well - Discovery Institute

Auch die Intelligent-Design-Protagonisten des Discovery Institute blicken auf den Dover-Prozess zurück - aus der Perspektive der Verlierer. Richter Jones habe den Prozess missbraucht, um aktivistisch politischen Einfluss zu nehmen; dies habe er selbst kürzlich (s.u. 2010/12/19: After 5 years...) zugegeben. Die zitierte Stelle zeigt aber nur, dass Jones im nachhinein feststellt, dass er faktisch politischen Einfluss hatte, nicht jedoch, dass er diesen Einfluss im Prozess gesucht habe. Schon im damaligen Urteilsspruch prognostizierte Jones: "Diejenigen, die unserer Meinung nicht zustimmen, werden sie wahrscheinlich als Produkt eines aktivistischen Richters ansehen. Wenn dem so ist, haben sie sich geirrt, weil dies offenkundig kein aktivistisches Gericht ist." Und wenn Jones meine, die ID-Attacken seien von der scientific community zurückgewiesen worden, sei er der Inszenierung der Kläger auf den Leim gegangen; Bakteriengeißel, Blutgerinnung und Immunsystem erwiesen das Gegenteil - hhp