Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Anthropisches Prinzip | Englisch | Hawking | Schöpfung | Kosmologie

Why God Did Not Create the Universe - The Wall Street Journal

Kernbestand der "soliden wissenschaftlichen Erklärung der Weltentstehung" ohne Gott ist in Stephen Hawkings Artikel das anthropische Prinzip, wonach es eines ganz besonderen Ortes im Sonnensystem bedurfte, damit Leben entstehen konnte; mehr noch: Es bedurfte einer ausgeklügelten Feinabstimmung des Universums. Wer hinter "ausgeklügelt" einen göttlichen Designer vermutet, wird aber enttäuscht. Die Feinabstimmung mag noch so unwahrscheinlich sein: Wenn es genügend Universen gibt (übrigens durch spontane Entstehung aus dem Nichts), wird die geeignete Feinabstimmung wahrscheinlich. Es bleiben Fragen an Hawking: Ist die Idee dieser Multiversen tatsächlich eine Konsequenz naturwissenschaftlicher Theorien oder eher eine Spekulation? Ist Hawkings "nichts", aus dem etwas spontan enstehen soll, identisch mit dem philosophisch-theologischen "nichts"? Schließlich: Dass Gott in der Kosmologie nicht vorkommt, verwundert kaum, sondern spiegelt nur den methodischen Verzicht der Naturwissenschaft - hhp

Erstellt von hhp | | Englisch | Schöpfung | Evolution | Theodizee | Polkinghorne | Ayala

The Evils of Evolution - Big Questions Online

Der ehemalige anglikanische Priester Mark Vernon stellt die Frage: "Wie kann ein guter Gott die Grausamkeiten der natürlichen Selektion zulassen?". Auch wenn die sog. Theodizeefrage nicht neu für Gläubige sei, so intensiviere die Evolution mit Leiden, Verschwendung und Auslöschung das Problem allein aufgrund des Ausmaßes. Die Verteidigung des Templeton-Preisträgers F. Ayala, der Gott ganz aus der Verantwortung entlasse, geht für Vernon nicht auf. Ausführlicher würdigt er John Polkinghorne, für den Freiheit nur möglich ist durch die Verflechtung von Ordnung und Unordnung. Dies sei nicht die beste aller möglichen Welten, sondern eine, die der Erlösung durch Gottes eigenes Leiden bedürfe. Ob man diese Antwort überzeugend finde, läge am eigenen Glauben. Das Problem des Übels sei durch rationales Kalkül nicht aufzulösen. Schon der biblische Hiob bekam zu spüren, dass einfache Antworten überhaupt keine Antworten sind - hhp

Erstellt von al | | Schöpfung | Kosmologie | Deutsch

Gott und der Urknall - Planet Wissen - Sendung

Wo ist der Himmel? Was war der Anfang von allem? Alles nur Zufall oder doch göttliche Fügung? Theologen und Astronomen haben da unterschiedliche Ansichten, sagt der Teaser zu dieser Sendung, doch sind die beiden geladenen Gäste, Hans Küng und Harald Lesch sicher keine polemischen Vertreter der beiden Disziplinen. Eine gut informierte Sendung, von der man sich mehr im deutschen Fernsehen wünscht. - al