Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Tierethik | Deutsch | Theologie | Schöpfung | Anthropologie

Tiere haben einen Wert auch vor Gott - Theologische Zoologie - Gesellschaft-Nachrichten - news.de

Am 15.12. wird das von Rainer Hagencord gegründete "Institut für Theologische Zoologie" eröffnet als Antwort auf das Fehlen der Tiere in der modernen Theologie. Dabei seien Tiere "nicht durch Vernunft oder durch den Sündenfall von Gott getrennt". In dieser Unmittelbarkeit sei das Tier "in einem Zustand, den wir uns erhoffen, wenn wir meditieren" (ob man hier nicht 1. und 2. Naivität unterscheiden müsste? hhp). Die Ziele des Instituts liegen zum einen in der "theologischen Würdigung des Tieres", in tierethischen Fragen (z. B. Massentierhaltung), aber auch das Nahebringen von Theologie in Tierparks. Hagencord grenzt sich dabei von Kreationismus und ID deutlich ab: Die Erde sei eben nicht nur für den Menschen gemacht. Ein Designer wäre nicht sehr intelligent, wenn er einen Planeten für den Menschen erschaffe, der zu 3/4 für diesen unbewohnbar ist - hhp

Erstellt von al | | Kosmologie | Schöpfung | Deutsch

Teilchenphysik: Ist Gott Mathematiker? - Zeit Online

Wenn Gott Mathematiker ist, dann wohl einer, der seine Freude hat am Unvollkommenen. Wir sind das Produkt eines Symmetriebruchs. Der Large Hadron Collider eröffnet uns einen Blick ins Universum, wie es kurz nach dem Urknall war. Doch der Autor möchte noch mehr, den Urknall entgotten. Das wird ihm die Physik wohl nicht bieten können. Auf die Frage, was vor dem Urknall war, hat der Physiker keine Antwort - was allerdings niemanden davon abhält, sich mit der Frage zu beschäftigen. - al

Erstellt von hhp | | Komplexität | Englisch | Schöpfung | Gottesbild | Evolution | Intelligent Design | Theodizee

Evolution and the Problem of Evil - Science and the Sacred

Der Beitrag von Karl Giberson stellt sich der schwierigen Theodizeefrage, die angesichts der zahlreichen Übel und der Vorstellung eines gütigen und allmächtigen Gottes aufbricht. ID-Anhängern gibt Giberson zu bedenken, dass es "schwer vorstellbar ist, dass Gott absichtlich derart üble Dinge designe". In der ID-Rhetorik sind die beschworenen "irredzierbar komplexen" Systeme immer nützlich oder schön; bei Blickerweiterung führen solche komplexen Maschinen aber ebenso Schmerz und Tod herbei. Diese dürfe man nicht unterschiedslos Gott zuschreiben. Die Evolution zeige nun, dass der Natur kreative Kräfte eigen sind. Diese Kräfte schaffen sowohl wunderbare, wie auch schreckliche Dinge; sie stammen zwar von Gott, werden aber von der Natur ausgeübt. Gott schafft durch Zweitursachen! Der Autor setzt die Gabe der Kreativität in Analogie zur Gabe der menschlichen Freiheit: Beides könne - von Gott unbeabsichtigt - zu Übeln führen. Damit nimmt der Autor "Gott aus der Verantwortung" - hhp