Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Wissenschaftsgeschichte | Englisch | Kreationismus | Intelligent Design

The Scopes Strategy: Creationists Try New Tactics to Promote Anti-Evolutionary Teaching in Public Schools - Scientific American

Der Artikel berichtet über neue Strategien der Kreationisten, Evolutionskritik in den Unterricht einzuschleusen. Paradoxerweise vereinnahmen sie ausgerechnet John Scopes, der vor 80 Jahren die Evolutionstheorie lehrte und deshalb verurteilt wurde. Nun wird er als Ikone unabhängigen Denkens hochgehalten: Sicher würde er heute unter dem Etikett der "akademischen Freiheit" dafür eintreten, "alle Seiten eines kontroversen Themas" auf den Tisch zu legen, die "Stärken und Schwächen" zu diskutieren. Die genannten Formulierungen stehen nur scheinbar für kritisches Denken. Tatsächlich aber wird mit Ihnen ein Türöffner für kreationistisches Gedankengut in Gesetzestexte einzuschmuggeln und der "Kitzmiller vs. Dover"-Prozess, der vor 5 Jahren den Kreationismus aus der Schule verbannte, zu untergraben versucht - hhp

Erstellt von al | | Umfrage | Kreationismus | Deutsch

Dinos an Bord - Spiegel

Die Betreiber des "Creation Museum" in den USA bauen jetzt als Teil eines Freizeitparks die Arche Noah nach, versprochene Steuererleichterungen vom Staat stellen dabei die in den USA strikte Trennung von Staat und Religion in Frage. Der Artikel dient sicher eher der Erheiterung, wenn man nicht wüsste, dass auch 2010 noch 4 von 10 Amerikanern nichts von der Evolution wissen wollen (Gallup). - al

Erstellt von hhp | | Englisch | Kreationismus | Intelligent Design

Five years ago, "intelligent design" ruling in Dover case set a legal landmark - Philadelphia Inquirer

Der Artikel erinnert an den Richterspruch von John E. Jones III. gegen Intelligent Design exakt vor 5 Jahren. Da ID sich in dem 40-tägigen Dover-Prozess als religiöses und nicht wissenschaftliches Konzept herausstellte, wurde die verfassungsgemäße Trennung von Staat und Kirche verletzt. Direkte Angriffe auf Darwins Theorie waren damit für die Folgezeit abgeschmettert und die ID-Bewegung ausgebremst. Aber für die ID-Protagonisten ist "der Kampf nicht vorbei", und "Dover hat nicht das letzte Wort", so John Mills, der die jüngste Kampagne um Lehrbücher zur Evolution in Louisiana anführt. Die ID-Strategie hat sich geändert und will unter dem Schlagwort "teaching the controversy" neuen Einfluss auf die Schulpolitik nehmen. Für ID-Kritiker Ken Miller sind die Argumente "wiederholt von der scientific community in Misskredit gebracht worden". Wenn wir Dover nicht gewonnen hätten, so ein Vertreter der damaligen Anklage, hätten "Dutzende, wenn nicht hunderte von Schulen ID eingeführt" - hhp