Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Englisch | Anthropologie | Kreationismus | Intelligent Design

Intelligent Design: Scientifically and Religiously Bankrupt - Huffington Post

Michael Zimmerman will Intelligent Design endgültig begraben wissen. Der letzte Sargnagel sei die Entdeckung, dass das menschliche Erbgut grottenschlecht designed sei. Na prima! Oder doch nicht? Der Kommentar von Alyse Sheridan hat Recht: ID mag zwar annehmen, dass die Welt perfekt geschaffen wurde. Aber das war vor dem Sündenfall. Danach hat sie ihr perfektes Design eingebüßt. Das imperfekte Genom lässt sich also immer noch bestens ins ID-Gebäude einpassen - hhp

Erstellt von hhp | | Englisch | Kreationismus | Anthropologie | Australopithecus sediba

Australopithecus sediba and the creationist response - The Pandas Thumb

Interessante Auseinandersetzung mit der Argumentation der Kreationisten. Der Autor sieht bei "Answers in Genesis" Selbstwidersprüche oder Rückzugsgefechte. Während früher behauptet wurde, komplette Skelette seien einfach als Affe oder Mensch zu bestimmen, übt man sich nun angesichts von A. sediba in Zurückhaltung: "Kreationisten müssen vorsichtig sein bei der Interpretation solcher Neuigkeiten", so die Selbsteinschätzung. Der Autor sieht den Grund des Sinneswandels in der erdrückenden Befundlage der Realität. Es gäbe einfach zu viele Fälle, in denen Kreationisten widersprüchlich oder revidierend zu klassifizieren gezwungen waren - hhp

Erstellt von hhp | | Ayala | Theodizee | Deutsch | Kreationismus | Intelligent Design | Templeton Foundation | Evolution

Hoch dotierter Templeton-Preis an Ayala - Bieler Tagblatt

Als meines Wissens erste deutschsprachige Zeitung berichtet das Bieler Tagblatt von der gestrigen Verleihung des Templeton Preises 2010 an den Genetiker und Evolutionsbiologen Francisco J. Ayala. Der Preis sei ihm zuerkannt worden, weil er "energisch gegen die Entzweiung von Wissenschaft und Religion kämpft". Gleichzeitig distanziere sich Ayala auch von Kreationismus und Intelligent Design (ID). Die Grausamkeiten der Natur ließen sich nach Ayala nicht mit einer intelligenten Schöpung vereinbaren. Dieses Argument gegen ID wurde gestern in der Tat so von Ayala vorgetragen, dürfte den Kreationismus aber nur bedingt treffen. Der geht ja davon aus, dass die "intelligente Schöpfung" nachträglich durch den Sündenfall des Menschen pervertiert wurde, wodurch die Übel in die Welt kamen - hhp