Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Politik | Deutsch | Schule | Kreationismus | Intelligent Design

Der Gott der Lücken - Wissenschaft vs. Religion – DerWesten, WAZ Mediengruppe

Der Beitrag berichtet von einem Vortrag des Kulturwissenschaftlers Claus Leggewie über "Die religiöse Rechte und die Wissenschaft". Im Blickpunkt ist der Kreationismus als Bedrohung für die Freiheit der Wissenschaft, beispielhaft verdeutlicht an der Strategie, Intelligent Design im Biologie-Unterricht zu verankern. Hier stimme ich gern zu. Der Artikel versteigt sich dann aber zu der Behauptung, der Versuch, Religion einen innergesellschaftlichen Platz zurückzuerobern, liefe auf eine Bedrohung der Demokratie hinaus. Da hier weder von "religiöser Rechten" noch von "Kreationismus", sondern allgemein von "Religion" die Rede ist, kann man hier kaum zustimmen. Vollkommen zu Recht jedoch schließt der Artikel mit Leggewies Perspektive: Der Abschied vom Lückenbüßergott wäre "eine Befreiung für die Religion" - hhp

Erstellt von sh | | McLeroy | Kreationismus | Politik | Evolution | Schule | Englisch

McLeroy: Enlisting in the culture war - Commentary - Austin American Statesman

Im Kommentar des AAS stellt Don McLeroy, Vorsitzender des Bildungsausschusses Texas u. bekennender Kreationist, fest, dass die gesamte Diskussion um Evolution im Schulunterricht nur existiere, weil Evolutionisten, angeführt durch Akademiker vom äußeren linken Rand gemeinsam mit der säkularen Elite der Meinungsmacher, es nicht erlaubten, Evolution in Frage zu stellen. In 2 Schritten belegt er seine Argumente zur Lösung der Diskussion: 1.erläutert er die in Texas zu Grunde gelegte Definition von Wissenschaft, laut der durch Beweise prüfbare Erklärungen für natürliche Phänomene gegeben werden müssen. Frage sei also nicht ob etw. wissenschaftlich sondern ob es prüfbar sei. 2.müssten die fossilen Funde betrachtet werden. Hier führt er Goulds Zitat auf, die Mehrheit der Arten zeigten keine Veränderungen. Von den Schülern werde erwartet, zu analysieren u. kritisch zu denken. Diejenigen, die sagen, Evolution habe keine Schwächen und sei unbestreitbar, sollten hiergegen keine Einwände haben - sh

Erstellt von hhp | | McLeroy | Schule | Deutsch | Intelligent Design | Kreationismus

Evolutionstheorie im Unterricht: Kreationismus durch die Hintertür - FAZjob.NET

In Texas konnte der Kreationismus einen kleinen Erfolg feiern (siehe unsere englische Presseschau). Obwohl die Formel, im Schulunterricht seien "Stärken und Schwächen" der Evolutionstheorie zu behandeln, gestrichen werden musste, erreichte der kreationistische Leiter des Bildungsausschusses Zugeständnisse an zwei markanten Stellen: Das "plötzliche Auftauchen" neuer Arten sei ebenso kritisch zu hinterfragen wie die "Komplexität der Zelle". Beide Vorgaben sind zentrale Säulen im Argumentationsgebäude von Kreationismus und Intelligent Design. Der FAZ-Artikel weist auf die Spannung der texanischen Entscheidung zu den Urteilen des wichtigen "Kitzmiller"-Prozesses von 2005 hin, in dem der Versuch der Schulbehörde von Dover, "Intelligent Design" als Alternative zur Evolutionstheorie in den Unterricht einzuschleusen, als verfassungswidrig abgewiesen wurde (ausführlich dokumentiert: www.forum-grenzfragen.de/aktuelles/news/archiv/0601-intelligent-design-aus-der-schule-verbannt.php) - hhp