Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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Schattenspiele in der hellen Welt des Lichts

Wissen wir, was das Licht ist? Licht ist elektromagnetische Strahlung in einem bestimmten Spektralbereich. So kurz und bündig lautet die Definition des Lichts, das letztlich auf die ersten Überlegungen Newtons zurückgeht. Bekanntlich hat Goethe dieser Theorie eine andere entgegen gesetzt. Kürzlich ist dazu ein Buch erschienen, das die FAZ rezensiert hat. Der Autor, Olaf Müller, versucht in einer wissenschaftstheoretischen Sicht den Ansatz von Goethe in Teilen zu rehabilitieren. Ob das gelingt, darüber bleibt der Rezensent unentschieden. Philosophisch ist aber interessant: Wenn man der oben genannten Defintion folgt, so ist noch nicht alles über das Licht gesagt. Phänomenologische Untersuchungen können weitere Dimensionen aufstossen. Denn wir Menschen sind keine Roboter, die Wellenlängen messen, sondern leibliche Wesen mit bestimmten Weltzugängen. Dass uns das Licht maßgeblich die Welt erschließen hilft (so reden wir nicht zufällig von Aufklärung, vom Licht des Verstandes), ist nicht trivial. Auch in der Religion spielt das Licht eine große Rolle. Ostern feiern wir Christus als Licht der Welt. In diesem Sinne allen ein gesegnetes Osterfest! - fv

Erstellt von fv | | Deutsch | Wissenschaftstheorie | Physik

Neustart für die Weltmaschine

LHC reloaded Im CERN wird die nächste Versuchsreihe vorbereitet. spiegelonline berichtet darüber in einer aufwändig und interesssant gemachten Reportage. Nach dem Higgs-Boson soll es nun um die so genannte Dunkle Materie gehen, die einen wesentlich größeren Anteil der Materie des Universums ausmacht als die sichtbare Materie. In der Tat steht man da noch ganz am Anfang. Allerdings taucht da schon etwas von der Skepsis auf, wieweit man diese Art der Großforschung noch betreiben kann. Denn wenn man am Anfang steht, so lässt sich aber die Versuchsapparatur nicht mehr einfach vergrößern, um noch eine 10er Potenz an Energiedichte zu gewinnen. Was also, wenn man etwas fände, ist der nächste Schritt nicht zwangsläufig der zu einer noch größeren Anlage? Und folgt der nicht ein Ruf zu einer noch größeren? Kann man sich irgendeinen physikalischen Befund vorstellen, der das Streben zu immer Größerem zu einem Stillstand bringt? - fv

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Licht beim Trödeln ertappt

Licht im Vakuum langsamer als Lichtgeschwindigkeit? Es gibt auch in der heutigen Zeit immer wieder überraschende Befunde, die zumindest die Ahnung aufkommen lassen, dass auch gut etablierte Theorien wie etwa die Relativitätstheorie noch einmal überdacht werden müssen. So hat man nun Versuche mit einem speziell modulierten Licht gemacht (Bessel-Strahlen) und festgestellt, dass dieses Licht sich auch im Vakuum langsamer fortbewegt als mit Lichtgeschwindigkeit. An der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit hängt in gewisser Weise aber die Relativitätstheorie. Nun wird das spezielle Licht so interpretiert, als ob die Photonen tatsächlich mit Lichtgeschwindigkeit fliegen, allerdings auf einer Zickzack Kurve. Diese Interpretation "rettet" die Relativitätstheorie und die Konstanz von c. Was aber, wenn es auch andere Interpretationen gäbe - sollte man dann noch einmal neu über die Relativitätstheorie nachdenken müssen!? Man sieht: die Forschung bleibt spannend! - fv