Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Kreationismus | Evolution | Dawkins

F.A.Z.-Sachbücher der Woche: Was sich da alles gegenseitig züchtet! - Bücher der Woche - Feuilleton - FAZ.NET

Der Artikel bescheinigt Richard Dawkins' neuem Buch 'Die Schöpfungslüge' "etwas mehr Gelassenheit" als seinem missionarischen 'Gotteswahn'. Der Titel ist zwar genauso bissig, stamme aber nicht von Dawkins, sondern vom deutschen Verlag. Anders als seinerzeitige Pauschalverurteilungen sei nun die Frontstellung prägnanter: der kreationistische Schöpfungsbegriff, der von wiederholtem direkten Eingreifen Gottes ausgehe. Bei seinem Hauptanliegen, der überzeugenden Darbietung der Evolution, gehe Dawkins methodisch von menschlichen Züchtungen aus, um sie auf die natürliche Selektion zu übertragen. Erwähnt wird nicht, dass dieser Schluss sehr gewagt ist: Die scheinbar so plausible Extrapolation überspielt, dass es nicht nur um quantitative Veränderungen geht (wie vom Wolf zum Hund), sondern um qualitative Bauplanänderungen (vom Fisch zum Menschen). Evolutionsgegner werden sich sofort auf den Unterschied zwischen Mikro- (Hundeevolution) und Makroevolution (vom Fisch zum Menschen) stürzen - hhp

Erstellt von hhp | | Englisch | Evolution | Anthropologie

Did Volcanoes Wipe Out Neanderthals? Neanderthals may have gone out with a bang - Discovery News

Neues vom Aussterben des Neandertalers: Ein Forscherteam vermutet, dass mindestens drei Vulkanausbrüche vor ca. 40.000 Jahren die westasiatischen und europäischen Lebensräume des Neandertalers verwüstet und damit das rapide Verschwinden der Hominiden angekurbelt haben. Die Vermutung sei durchaus konsistent mit den Genombefunden, die eine Vermischung mit dem modernen Menschen nachwiesen (s. u.), wenn diese im mittleren Osten stattfand, bevor der moderne Mensch sich nach Europa und Asien ausbreitete. Bestritten wird dies von Geologen, die europäische Werkzeugfunde des modernen Menschen vorweisen, die älter sind als die neue These erlaubt - hhp

Erstellt von hhp | | Evolution | Theodizee | Deutsch | Dawkins

Keinen guten Gott gefunden - Nachrichten auf salzburg.com - Salzburger Nachrichten

Der Beitrag stellt zunächst heraus, dass das neue Dawkins-Buch versöhnlicher daherkommt als "Der Gotteswahn" und sogar theologische Allianzen würdigt. Dennoch bleibe Dawkins ein "heftiger Widerpart jeder religiösen Weltinterpretation". Anders als bei der Gotteswahn-Polemik sei er nun ein "ernsthafter Gesprächspartner", da seine Argumentation auf der Theodizeefrage basiere. Dem Artikel ist insofern Recht zu geben, als die Theodizeefrage in der Tat auch für Gläubige eine dauernde Herausforderung darstellt. Die Argumentation, wonach die Evolution grausam und also kein Produkt eines guten Gottes sein könne, sollte indes differenzierter sein - hhp