Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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Butchering dinner 3.4 million years ago - Nature News

Die Nature-Ausgabe dieser Woche berichtet von der Entdeckung, dass der Werkzeuggebrauch der frühen Homininen (wahrscheinlich A. afarensis "Lucy") 1 Mio. Jahre früher anzunehmen ist, als bislang angenommen und damit der Gattung Homo vorausgeht. Schlachten mit Steinwerkzeugen bedeute aber auch, dass damals schon bei der Suche nach Fleisch die Sicherheit der Wälder zugunsten des Flachlandes aufgegeben wurde, ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Menschen. Die Entdeckung bedeute zwar nicht, dass Werkzeuge eigens hergestellt wurden, aber auch gezieltes Suchen lässt auf planvolles Handeln schließen - hhp

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Stephen Meyer on Intelligent Design: What is the origin of the digital information found in DNA? - Evolution News & Views

"Information stammt immer von einer intelligenten Ursache". So könnte man das auf der Website des Discovery Institutes beworbene Video mit Stephen Meyer auf den Punkt bringen. Meyer fasst in 3 Minuten sein Buch "Signature in the Cell" und sein Plädoyer für einen Intelligenten Designer zusammen. Zufall und Ironie des Schicksals, dass die Werbung für das Meyer-Video zeitlich mit dem Gegenstück zusammenfällt: der Werbung für das Kutschera-Video, das auf Youtube den Kreationisten Paroli bieten soll - hhp

Erstellt von hhp | | Englisch | Schöpfung | Evolution | Theodizee | Polkinghorne | Ayala

The Evils of Evolution - Big Questions Online

Der ehemalige anglikanische Priester Mark Vernon stellt die Frage: "Wie kann ein guter Gott die Grausamkeiten der natürlichen Selektion zulassen?". Auch wenn die sog. Theodizeefrage nicht neu für Gläubige sei, so intensiviere die Evolution mit Leiden, Verschwendung und Auslöschung das Problem allein aufgrund des Ausmaßes. Die Verteidigung des Templeton-Preisträgers F. Ayala, der Gott ganz aus der Verantwortung entlasse, geht für Vernon nicht auf. Ausführlicher würdigt er John Polkinghorne, für den Freiheit nur möglich ist durch die Verflechtung von Ordnung und Unordnung. Dies sei nicht die beste aller möglichen Welten, sondern eine, die der Erlösung durch Gottes eigenes Leiden bedürfe. Ob man diese Antwort überzeugend finde, läge am eigenen Glauben. Das Problem des Übels sei durch rationales Kalkül nicht aufzulösen. Schon der biblische Hiob bekam zu spüren, dass einfache Antworten überhaupt keine Antworten sind - hhp