Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

| Anthropologie | Deutsch | Evolution

Was zwischen Mensch und Affe fehlt - Forschung Spezial - derStandard.at › Wissenschaft

Oliver Hochadel beschäftigt sich mit der Karriere des "Missing Link" zwischen Affe und Mensch in Wissenschaft und Populärkultur. Darwin selbst hat den Begriff in seinen Werken nicht verwendet. Im deutschen Sprachraum prägte der Jenaer Zoologe Ernst Haeckel 1868 die Vorstellung eines fehlenden Bindeglieds zwischen Affen und Menschen. Während diese Vorstellung in der Populärkultur weiterhin stark vertreten ist und von Kreationisten das fehlende Missing Link als "vermeintlich schwächster Punkt der Evolutionstheorie" ins Feld geführt wird, geht die Wissenschaft nicht mehr von einem einzigen menschlichen Vorfahren seit der Abspaltung von der Affenlinie aus. Hochadel setzt sich deshalb kritisch mit der großen Medienoffensive des Teams um den norwegischen Paläontologen Jørn Hurum auseinander, der im Mai den Fund von "Ida" eines quasi vollständig erhaltenen, 47 Millionen Jahre alten Primatenfossils aus der hessischen Grube Messel als Entdeckung des Missing Link feierte.

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Darwinism, through a Chinese lens - Guardian

Am dritten Tag der internationalen Darwin Konferenz in Alexandria versucht Riazat Butt dem hinduistischen Kreationismus auf die Spur zu kommen, nachdem dieser in einem Vortrag erwähnt worden war. Leider findet sie niemanden, der ihr kompetent Auskunft erteilen kann. Stattdessen erfährt sie etwas über den Einfluss Darwins auf die chinesische Kultur und dass Darwinismus benutzt wurde, um chinesischen Nationalstolz aufzubauen und Mao den Weg zu ebnen. Außerdem sind japanische und einige hinduistische Traditionen sehr einfallsreich bei der Interpretation ihrer traditionellen Philosophie und so gelingt es dort besser, Evolution zu akzeptieren - sh

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Evolution's classroom crisis - Guardian

Der Fokus des zweiten Tages der Darwin Tagung in Alexandria liegt nach Riazat Butt, Guardian-Korrespondentin für religiöse Angelegenheiten, auf der Akzeptanz von Evolution in Bildungseinrichtungen. Viele Studenten und Lehrer in muslimischen Ländern und den USA lehnen Evolution ab. Saouma Boujaoude führt diese Ablehnung auf ein eingeschränktes Verständnis von Beweisen und Wissenschaft zurück; dies sei kaum verwunderlich, wenn man die fehlenden Bildungsinvestitionen und den Mangel an wissenschaftlichem Engagement betrachte. Anti-westliche Gefühle und verschwimmenden Grenzen von Evolution und Säkularismus erschwerten die Akzeptanz. Islamischer Kreationismus ist laut Nidhal Guessom ein unscharfes Mosaik von Ideen und keinesfalls gleichzusetzen mit dem amerikanischen. Michael Roberts hält die Auseinandersetzung mit dem Kreationismus für wichtig, denn wenn er in Regierungen an Auftrieb gewänne, würde Wissenschaft und Forschung behindert werden - sh