Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

| Deutsch | Intelligent Design | Kreationismus | Evolution

Deutsche Biologen sprechen international mit einer Stimme für Darwins Evolutionstheorie - idw

Der Informationsdienst Wissenschaft (idw) berichtet von der engen Kooperation des Deutschen Nationalkomitee (DNK) der Biologen mit dem Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) und deren gemeinsame und einmütige Zurückweisung antidarwinistischer Strömungen. Leider wirft der Artikel des idw Kreationismus und Intelligent Design undifferenziert in einen Topf.

Erstellt von sh | | McLeroy | Kreationismus | Evolution | Schule | Politik | Englisch

John Holdren In Full Interview - Science Insider (Science Magazine )

John Holdren, Direktor des Büros Wissenschaft und Technologie im Weißen Haus und wissenschaftlicher Berater des Präsidenten, sagten in einem Interview gegenüber Science Insider (Science Magazine), dass der neue Lehrplan in Texas eher ein Rückschritt als ein Fortschritt sei. Zwar müsse alle Wissenschaft skeptisch sein, aber wenn man Sichtweisen unterstütze, die evolutionsskeptisch und ungültig seien, so sei dies problematisch. Evolution sei Teil einer modernen biologischen Ausbildung und gegensätzliche Meinungen sollten - wenn überhaupt - an anderer Stelle unterrichtet werden. Die staatliche Politik habe aber keinen Einfluss auf die bildungspolitischen Entscheidungen der Bundesstaaten und könne daher nur diskutieren, bitten und ermahnen, jedoch nicht eingreifen - sh

Erstellt von hhp | | Deutsch | Wissenschaftstheorie | Evolution | Intelligent Design | Darwin

Gestalten ohne Gestalter - Charles Darwin und die Evolution - sueddeutsche.de

Der Artikel rückt dem Kernargument der Intelligent-Design-Protagonisten zu Leibe: der "irreduziblen Komplexität". Das Argument geht davon aus, dass komplexe Organe nur als Ganzheit funktionieren und damit nur als Ganzheit einen Selektionsvorteil haben können ("Was nützt ein halbes Auge"). Ein Auge könne also nicht über lange Zeiträume in kleinen Schritten entstanden sein, wie die Evolutionstheorie annimmt. Demgegenüber macht der Artikel an den Beispielen Auge, Flügel und Bakterienflagelle (Klassiker der ID-Argumentation) plausibel, dass es funktionsfähige, und damit vorteilhafte Zwischenstufen geben kann. Der Schluss von einem momentanen Unwissen auf eine grundsätzliche Unerklärbarkeit (die dann den Eingriff eines intelligenten Designers erforderlich macht) ist eben ein Fehlschluss, wie die genannten Beispiele empirisch unterfüttern - hhp