Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Hirnforschung | Neurotheologie | Deutsch | Theologie | Anthropologie

Spiritualität - Moderne Sinnsuche - Gehirn und Geist

Der Religionspädagoge Anton A. Bucher belegt anhand neuerer, z. T. eigener Umfragen und neurowissenschaftlichen Studien (inkl. Kritik an Persingers "Gotteshelm"), dass auch in einer zunehmend säkularer werdenden Gesellschaft spirituelle Bedürfnisse und Erfahrungen verbreitet sind. Die Attraktivität der traditionellen Kirchen geht bei dieser "modernen Sinnsuche" allerdings zurück. Buchers These: "Ob Menschen in die Kirche gehen, hängt wohl stärker davon ab, wie sie erzogen wurden; ob ihnen spirituelle Erfahrungen zugänglich sind, scheint dagegen eher genetisch determiniert zu sein" - hhp

Erstellt von hhp | | Deutsch | Anthropologie | Tod | Hereafter (Film) | Nahtod-Erfahrung

Clint Eastwoods "Hereafter": Leben und sterben lassen -SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur

In nettem Kontrast zur Filmbesprechung der Stuttgarter Zeitung (s.u.) lobt Andreas Borcholte Eastwoods "Hereafter" als meisterhaftes Alterswerk. Zu Recht stellt er als eine Botschaft des Films die Warnung heraus, dass sich der Mensch allzu sehr geborgen fühlt, wo doch das Unberechenbare immer zuschlagen kann - im Film der Tsunami, der Unfalltod des Jungen etc. Dass der Film darüber hinaus aber "die glaubhafte Möglichkeit einer Jenseitigkeit" schafft, ist mehr als übertrieben. Da halte ich es eher mit der Kritik der Stuttgarter Zeitung - hhp

Erstellt von hhp | | Englisch | Anthropologie | Bioethik

What's the Problem With a Good Placebo? - Religion Dispatches

"Hoffnung hilft heilen" ist für William Grassie das Mindeste, was man komplementärer und alternativer Medizin attestieren kann. Grassie weist auf Plazebo-Studien und psychosomatische Befunde hin, die er aber mit dem Begriff "psychosozial" um die gesellschaftliche Dimension erweitert. Damit kommen die komplexen sozialen und kulturellen Interaktionen und langen Traditionen in den Blick, deren Weisheit u.a. herausgearbeitet hat, dass ein Plazebo-Effekt umso effektiver wirkt, je ausgefeilter ein Heilungsritual zelebriert wird. Eine auf diese holistische Art unterstützte Schulmedizin mag den Heilungsprozess um mindestens 30% erhöhen - so Plazebo-Studien zu verallgemeinern sind. Wo also liegt das Problem bei guten Plazebos? - hhp