Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Anthropisches Prinzip | Kosmologie | Dawkins | Anthropologie

Wird E.T. aussehen wie wir? - Spektrum der Wissenschaft

In dem Artikel diskutiert der US-amerikanische Sachbuchautor Michael Shermer seine These, dass außerirdisches intelligentes Leben zwar wahrscheinlich ist, ein menschenähnliches Aussehen dagegen eher unwahrscheinlich sei. Der Artikel bezieht dabei zwei Stellungnahmen Dawkins' ein, der die Wahrscheinlichkeit humanoider Lebensformen optimistischer einschätzt. Interessant finde ich jenseits der Meinungsverschiedenheit, dass das Vorkommen weiteren intelligenten Lebens im Universum (wie auch immer gestaltet) völlig unstrittig zu sein scheint. Wenn dem so sein sollte, wäre der Mensch - gegen Jacques Monod - durchaus kein "Zigeuner am Rande des Universums", sondern Ausdruck einer Tendenz des Universums, zu intelligentem Leben zu führen. - hhp

Erstellt von hhp | | Englisch | Anthropologie | Evolution

Observatory - Neanderthal Decorative Shells Found in Southeastern Spain - New York Times

Neandertaler galten bisher - im Unterschied zum modernen Menschen - als unfähig zu symbolischem Denken. Nun haben Archäologen in Spanien solide Anzeichen für den Gebrauch von Muscheln zu dekorativem und symbolischem Zweck gefunden. Sie dienten offenbar dazu, anderen zu zeigen, wer man war; sozusagen "sozial wieder erkennbare Personalausweise". Insofern haben sich der frühe moderne Mensch und der Neandertaler "in gleicher Weise verhalten soweit wir Informationen besitzen, um dies abzuschätzen" - folgert Joao Zilhao der Universität Bristol, England - hhp

Erstellt von hhp | | Deutsch | Soziobiologie | Evolution | Anthropologie

Evolution: Spie ein Vulkan die Götter aus? - DiePresse.com

Es ist trendy, Religion evolutionstheoretisch neu zu entdecken. So auch bei einer neuen These, die das Rätsel angeht, dass der moderne Mensch den Neandertaler verdrängt hat. Danach ließ ein Vulkanausbruch vor 73 tsd. Jahren den Überlebensvorteil von Religion zutage treten: Gläubige haben eine kooperative Innen-, aber eine aggressive Außenmoral - was dem Neandertaler zum Verhängnis wurde. Zu Recht hält der Autor des Artikels die These für reichlich spekulativ, zumal auch der Neandertaler religiös gewesen sein mag - hhp