Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von sh | | Anthropologie | Evolution | Englisch

The Evolution of the God Gene - The New York Times

Nicholas Wade kommt bei der Frage, warum religiöses Verhalten in Gesellschaften aller Entwicklungsstufen in allen Teilen der Welt vorkommt, zu der Erkenntnis, dass Religion von natürlicher Selektion bevorzugt worden sei, weil sie alle Kennzeichen von entwickeltem Verhalten trage. Er stellt allerdings fest, dass diese Erkenntnis weder für Atheisten noch für Gläubige bedrohlich oder hilfreich sein sollte, denn weder beweise noch widerlege sie die Existenz von Göttern. Stattdessen wirft Wade die Frage auf, ob diese evolutionäre Perspektive auf Religion nicht für Entspannung zwischen Religion und Naturwissenschaft sorgen könne, da Religion als entwickelter Instinkt gesehen werden könne, dessen konstruktive Rolle anerkannt werden müsse. Religion verdiene daher weder Schuldzuweisungen noch Lob, denn wenn man Religion als soziales Bindemittel betrachtet, sind es die Gesellschaft und ihrer Führer, die dieses Mittel zum Guten oder Schlechten führen - sh

Erstellt von hhp | | Deutsch | Anthropologie | Dawkins

Meisner vergleicht Dawkins mit Nazis - Presseschau bei forum-grenzfragen

In seiner Predigt zum Hochfest Allerheiligen warnt Kardinal Meisner vor einem "wissenschaftlichen Atheismus". Dabei wirft er Richard Dawkins ein ähnliches Menschenbild vor wie es die Nationalsozialisten vertreten hätten. Die Reaktion der Presse reichte von vehementer Kritik bis zu vorsichtiger Zustimmung. Die Presseschau von forum-grenzfragen gibt einen bewertenden Überblick und vergleicht die Äußerungen mit den Ausführungen Richard Dawkins' im Original. Dabei ergebe sich, dass die Warnung vor einem wissenschaftlichen Atheismus wichtig und richtig sei, der Nazi-Vergleich erweise sich jedoch eindeutig als unzutreffend - hhp

Erstellt von hhp | | Tierethik | Deutsch | Theologie | Schöpfung | Anthropologie

Tiere haben einen Wert auch vor Gott - Theologische Zoologie - Gesellschaft-Nachrichten - news.de

Am 15.12. wird das von Rainer Hagencord gegründete "Institut für Theologische Zoologie" eröffnet als Antwort auf das Fehlen der Tiere in der modernen Theologie. Dabei seien Tiere "nicht durch Vernunft oder durch den Sündenfall von Gott getrennt". In dieser Unmittelbarkeit sei das Tier "in einem Zustand, den wir uns erhoffen, wenn wir meditieren" (ob man hier nicht 1. und 2. Naivität unterscheiden müsste? hhp). Die Ziele des Instituts liegen zum einen in der "theologischen Würdigung des Tieres", in tierethischen Fragen (z. B. Massentierhaltung), aber auch das Nahebringen von Theologie in Tierparks. Hagencord grenzt sich dabei von Kreationismus und ID deutlich ab: Die Erde sei eben nicht nur für den Menschen gemacht. Ein Designer wäre nicht sehr intelligent, wenn er einen Planeten für den Menschen erschaffe, der zu 3/4 für diesen unbewohnbar ist - hhp