Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Intelligent Design | Anthropologie | Evolution

Friedemann Schrenk im Porträt: Fünf Kilometer pro Generation - Frankfurter Rundschau

Die kurze Biografie des bekannten Paläoanthropologen Friedemann Schrenk beginnt bei dessen früher Begeisterung für Fossilien und macht Station bei dem ältesten Fund aus der Gattung "homo", der einem Mitarbeiter Schrenks geglückt ist. Funde sind für Schrenk verschlüsselte "Nachrichten aus der Vergangenheit", zu deren Entschlüsselung das jeweilige Weltbild "eine riesige Rolle" spiele. Wer an Drachen glaubt, interpretiert ein Wollnashorn eben als Lindwurm, wie im Mittelalter geschehen. Welches Weltbild ist heute prägend, fragt sich Schrenk. Mit Kreationismus und einem intelligenten Designer kann Schrenk wenig anfangen, dazu sei das Design zu unausgereift, wie unser falsch sitzender Kopf und die Überkreuzung von Luft- und Speiseröhre zeige. Allerdings: "Er habe keine Ahnung, ob es irgendwo einen Gott gibt oder irgendeine Kraft" - hhp

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Evolutionsmedizin: Durch den Geburtskanal in die Praxis - Mensch & Gene - Wissen - FAZ.NET

Erst jetzt fiel mir ein Artikel in die Hände, der von der Etablierung einer recht jungen Disziplin auf dem Weltgesundheitsgipfel berichtet, der Evolutionsmedizin. Die Medizin könne insofern von Darwin lernen, als viele körperliche Defizite (genannt sind z. B. Weisheitszähne, Wurmfortsatz, enger Geburtskanal, Stoffwechselerkrankungen) durch die Evolutionsbiologie eine plausible Erklärung finden. Der evolutive Blick auf die körperlichen Unvollkommenheiten lassen den Artikel so ganz nebenbei und ohne dass dies erwähnt würde zu einem Argument gegen Intelligent Design werden: "Der Mensch ist keine Maschine, am Reißbrett konstruiert, sondern bruchstückhaft von der Selektion geformt" - hhp

Erstellt von hhp | | Ardipithecus | Englisch | Evolution | Anthropologie

Ardi, Humans and Primates - New York Times

Ardipithecus ist auch Gegenstand des Editorials der jüngsten New York Times. Herausgestellt wird die Hoffnung der Paläontologen, den letzten gemeinsamen Vorfahr von Affe und Mensch zu finden. Betont wird richtigerweise, dass "Ardi" nicht dieser gemeinsame Vorfahr ist. Dieser Fund demonstriere aber, wie schnell die frühen Hominiden einen eigenen Evolutionspfad eingeschlagen haben. Er zeige aber auch, dass die lebenden Primaten nicht den primitiven Stand eines gemeinsamen Vorfahren beibehalten hätten, sondern hochspezialisiert sind - aber durch ganz andere evolutionäre Wege. Diese wichtigen Einsichten schreiben die Geschichte der Hominiden-Evolution neu - hhp