Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Deutsch | Anthropologie | Astronomie

Außerirdische Leiden

Ein Flug zum Mars oder Mond wären ohne Weltraummedizin aussichtslos. Man mag Flugbahnen auf Jahre zentimetergenau im Voraus berechnen können, Menschen bringen die Unberechenbarkeit mit an Bord. In Experimenten auf der Erde und aus der Analyse zurückliegender Missionen haben die Ärzte einiges über die Anforderungen an solche Expeditionen herausgefunden. Bis zur Landung auf einem fernen Planeten gilt es, vier Phasen zu überstehen, die in dem Artikel geschildert werden. Die Menschen wollten immer die Grenzen sprengen und ihre Spielräume erweitern. Die Frage ist also nicht, ob so eine Mission Wirklichkeit wird, sondern nur, wann man das macht. - al

Erstellt von al | | Einstein | Deutsch | Kosmologie | Astronomie | Physik

Gesucht: Einsteins letztes Hirngespinst

Einer der skurrilsten Vorhersagen aus Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie ist, dass die Schwerkraft als Welle durch Raum und Zeit eilt. Es ist zudem die letzte große Idee des Genies, die noch nicht durch Messung bestätigt oder widerlegt wurde. Vielleicht ein epochales Stück Physik, oder Einsteins letztes Hirngespinst. Der bis dato einzige Hinweis, dass Gravitationswellen mehr sind als ein Hirngespinst, stammt aus dem Jahr 1979. Um die Frage abschließend zu klären, wurden in den USA, Deutschland und Italien vier Riesendetektoren gebaut. Aber weder Virgo in der Toskana noch eine der anderen Anlagen fing auch nur den Hauch einer Welle auf. Darum haben die Physiker ihre Apparate in Italien und den USA nun aufgemotzt. Sollte es dennoch nicht gelingen, die Erschütterungen in der Raumzeit auf der Erde zu messen, müssten sich die Physiker bis zum Jahr 2034 gedulden. Dann soll die europäische Weltraummission eLisa starten. Sie besteht aus drei Satelliten, die ein Dreieck aufspannen und Laserstrahlen hin und her schießen können. Eine Strecke von einer Million Kilometern müssten die Strahlen zurücklegen. Man müsse herausfinden, wie man mit dem Laser auf solche Entfernungen genau genug zielen kann. Der nötige Mechanismus wird Ende dieses Jahres in einer eigenen, 400 Millionen Euro teuren Testmission erprobt: mit dem Satelliten Lisa Pathfinder. Sollte Einstein recht behalten, wollen die Fachleute demnächst jede aufgeschnappte Raumzeitdelle haarklein analysieren und so den Ablauf kosmischer Großereignisse klären. - al

Erstellt von al | | Physik | Deutsch | Astronomie

Aufruhr vor dem Rendezvous

Komet "Tschuri" und ROSETTA-Sonde sind der Sonne am 13.8. am nächsten gekommen. Viele Fragen bei der Analyse des Kometen sind noch offen. Der aus der Nähe zur Sonne entstehende Schweif z.B. speist sich aus Material, dessen Herkunft noch unklar ist. - al