Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Astronomie | Außerirdische | Benedikt XVI. | Deutsch | Gottesbild | Intelligent Design | Posener: Kreuzzug | Schönborn | Vatikan

Würden Sie Aliens taufen? - welt.de

Alan Posener berichtet von seinem Besuch beim Jesuiten und päpstlichen Astronomen Guy Consolmagno, der für seine naturwissenschaftlichen Popularisierungen mit der Carl Sagan Medaille ausgezeichnet wurde. Das Gespräch dreht sich um die unterschiedlichen Zugänge zur Wirklichkeit, die durch Glaube und Wissenschaft möglich sind, und um Missverständnisse, die durch falsche Gottesbilder entstehen. So distanziert sich der Jesuit von Gott als Lückenbüßer und von Intelligent Design (ID). Posener ist dies nur recht, vermeint er doch dadurch sich erneut gegen Benedikt XVI. und Schönborn, die er als ID-Befürworter hinstellt, munitionieren zu können. Consolmagno antwortet darauf, dass Benedikt wohl missverstanden worden sei - ich möchte ergänzen: sicherlich auch durch Posener (siehe meine Besprechung unter http://www.forum-grenzfragen.de/aktuelles/171209-ist-der-papst-neo-kreationist.php). Schließlich kommt das Gespräch auf die Titelfrage zu sprechen: "Würden Sie einen Außerirdischen taufen?" Consolmagnos kluge Antwort: "Nur wenn sie darum bittet." - hhp

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Wir könnten außerirdisches Leben finden, aber der politische Wille fehlt - the conversation

Zwar habe man außer im Film noch nie außerirdisches Leben zu Gesicht bekommen, dennoch aber - so der Autor Seth Shostak, Astronom beim SETI - gebe es nüchterne, skeptische Forscher, die davon ausgingen, dass der Beweis dafür innerhalb einer Generation zu erbringen sei. Vor allem dank NASAs Raumteleskop Kepler habe sich herausgestellt, dass allein die Milchstraße zig Milliarden "habitabler" Planeten beherbergen könnte. Es falle schwer anzunehmen, all diese Welten seien steril, und unser planetares Leben sei ein Wunder. Es gäbe drei Wege, extraterrestrisches Leben zu erkunden; alle drei basierten auf ausgeklügelten und kostspieligen Experimenten. Erstens: Man könnte Leben in der Nähe finden (Mars, Jupiter-, Saturnmonde etc.). Betrüblich sei allerdings, dass die Erkundungsausrüstungen nur auf dem Reißbrett, nicht aber im Raum existierten: "Der Fortschritt gebremst, da die Gelder begrenzt". Zweitens könne man die Atmosphären fraglicher Planeten analysieren. Entsprechende Maschinen könnten in einem Dutzend Jahren gebaut sein - wenn denn Geld vorhanden wäre. Der dritte Zugang wäre über Mikroben hinaus die Suche nach intelligentem Leben, indem man den Himmel nach Radio- oder Lichtsignalen absucht. Mehr Antennen und bessere Empfänger könnten die Suche beschleunigen - abermals jedoch sei die Finanzierung der limitierende Faktor. Die Entdeckung außerirdischen Lebens wäre außerordentlich aufregend, aber da das Ergebnis ungewiss sei, blieben die Investitionen bescheiden. Klar sei natürlich: "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und das ist eine Frage des Wollens". - hhp

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Jeder fünfte Stern hat einen erdähnlichen Planeten - Die Welt

Der Artikel berichtet von einer am 22. Oktober veröffentlichten Studie, die der für außerirdische Lebensmöglichkeiten zentralen Frage nachgegangen ist, ob erdähnliche Planeten häufig oder selten im Universum anzutreffen sind. Das Ergebnis, dass 22% sonnenähnlicher Sterne auch einen erdähnlichen Planeten in der bewohnbaren Zone besitzen, scheint auch die Fachwelt überrascht zu haben. Könnte dies nicht nur für die Wahrscheinlichkeit außerirdischen Lebens relevant sein, sondern auch für solche Abschätzungen ein Korrektiv darstellen, die sehr zurückhaltend die Wahrscheinlichkeit außerirdischer Intelligenz abgeschätzt haben? Die Originalstudie ist übrigens unter http://www.pnas.org/content/early/2013/10/31/1319909110.full.pdf+html?sid=3a8d7b43-82b8-4e10-8fc6-a3577bc7038e zur Zeit offen zugänglich: - hhp