Theologie und Naturwissenschaften – sind das nicht Gegensätze?

Einführung von Andreas Losch

Um es gleich zu Beginn zu sagen: Die verbreitete Auffassung, Theologie und Naturwissenschaften seien zueinander gegensätzlich wie Feuer und Wasser, ist ein Mythos. Die historische Entwicklung und Auseinandersetzung der beiden Disziplinen, auch im Falle Galileis und Darwins,  ist wesentlich vielschichtiger und daher auch spannender als diese Auffassung nahelegt.

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Wurde das Universum von Gott erschaffen? Wie sich aus der Feinabstimmung der Naturkonstanten ein Argument für einen Schöpfer gewinnen lässt

Leitartikel von Matthias Schleiff

Am Anfang, so sagt man, schuf Gott Himmel und Erde. Dass bei diesem Anlass leider niemand dabei gewesen sei, beklagte schon der Physiker Steven Weinberg. Eine Wissenschaft, die sich zur Aufgabe gemacht hat, die Anfänge des Universums zu rekonstruieren, hat sich in den vergangenen hundert Jahren entwickelt: 1927 formulierte der belgische Jesuitenpriester Georges Lemaître eine Theorie des Urknalls. Ihre empirische Beglaubigung lieferten Arno Penzias und Robert Wilson von den „Bell Telephone Laboratories“ im Jahr 1964 mit der Entdeckung der kosmischen Hintergrundstrahlung. Für eine Theorie, die die verschiedenen Puzzleteile zu einem konsistenten Bild des Kosmos zusammenfügte, erhielt James Peebles jüngst den Nobelpreis für Physik des Jahres 2019.

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Der aktuelle Kommentar aus unseren Diskussionen

Gibt es einen Schöpfer von allem?

Überzeugen Sie die Argumente für einen Schöpfer des Universums?

Martin Neukamm
vor 2 Wochen

Hallo Herr Schleiff,

 

vielen Dank für Ihren interessanten Artikel. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob Ihre Argumentation schlüssig ist. Zum Beispiel kann ein übernatürlicher Schöpfer ein Fine-tuning der Naturkonstanten nicht im üblichen Sinn "erklären". Der gegenteilige Befund wäre nämlich erst recht ein Argument für ein göttliches Wunder. Zudem spricht der überwiegend lebensfeindliche Kosmos eher gegen eine Feinabstimmung lokaler astronomischer Parameter. Sie hätten eher ein Argument, wäre der Kosmos nicht mit unwirtlichen …

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Forum Naturwissenschaft Theologie

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Arnold Benz: Das Universum – Weltbild, Design, Vexierbild oder Ikone?

Vortrag im Rahmen der Buchvernissage von "Die Vermessung der Welt und die Frage nach Gott" in Bern

Der Astrophysiker Professor Dr. Drs. h.c. Arnold Benz stellt in diesem Vortrag die Diskussionen um den Begriff des Universums im Gespräch von Theologie und Naturwissenschaften vor. Diese Diskussionen sind wichtig für den Glauben, gibt das moderne Weltbild doch den Rahmen vor, in dem sich auch die Theologie einfinden muss. 

Das Universum. Wissen und Staunen. Astrophysikalische Erkenntnisse und religiöse Erfahrungen von Arnold Benz, ausgewählt von Ruth Wiesenberg Benz

Rezension von Dr. Frank Vogelsang

Unter dem Titel „Das Universum. Wissen und Staunen.“ ist ein schön gestalteter, mit faszinierenden Fotographien bereicherter Band erschienen, der eine Sammlung kurzer Texte und Aphorismen des weltweit renommierten Schweizer Astrophysikers Arnold Benz enthält. Die Fotographien von kosmischen Ereignissen wie auch von Aufnahmen des Planeten Erde aus dem All illustrieren zentrale Aussagen des Buches. Ausgewählt hat die Texte die Theologin Ruth Wiesenberg Benz.

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Auszug aus der Presseschau

Erstellt von al | | Biologie | Deutsch | Umweltverantwortung

Mein Freund, der Baum (ZEIT ONLINE)

Deutschlands beliebtester Förster Peter Wohlleben zeigt im Kino "Das geheime Leben der Bäume". Jakob Simmank hinterfragt zurecht insbesondere die von Wohlleben vorgenommene Vermenschlichung der Natur. Wissenschaftlich hält Simmank sie für kaum haltbar. Auch wenn sie das Bewusstsein für notwendigen Naturschutz fördern kann, besteht darin auch die Gefahr, die Ambivalenz des Verhältnisses von Mensch und Natur zu verkennen. - Insofern kann der Film vielleicht Einstieg bieten in eine sinnvolle breitere Debatte über eben dieses Thema. - al

Bevorstehende Veranstaltungen

13.03.2020 18:00 - 14.03.2020 17:00

Künstliche Intelligenz Herausforderungen für die globale Gesellschaft 4.0

Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus

Buch zu dieser Webseite

Die Vermessung der Welt und die Frage nach Gott

Die Naturwissenschaften gewinnen immer mehr und immer detailliertere Erkenntnisse über die Welt. Doch die Frage nach Gott entzieht sich wie andere existentielle Fragen unseres Lebens den Methoden einer exakten naturwissenschaftlichen Vermessung. Dabei ist das Verhältnis von Wissenschaft und Religion nicht nur kontrovers, sondern auch sehr vielschichtig, oft überraschend. Wer weiß heute noch, dass schon im Mittelalter bekannt war, dass die Erde eine Kugel ist? Oder dass es auch eine wissenschaftliche Erklärung für Nahtoderfahrungen gibt? Welche neuen Herausforderungen entstehen durch neue Techniken wie das Genom Editing? Die Beiträge des Bandes greifen Geschichte und Gegenwart des Dialogs zwischen Theologie und Naturwissenschaften auf. Es geht darum, beides zu tun: die Welt so exakt wie möglich zu verstehen und zugleich eine Ahnung zu behalten für die Fragen, die jenseits dessen unbeantwortet sind. Der Aufsatzband nimmt Leserinnen und Leser mit hinein in den breit gefächerten Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften.

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