Vertragen sich Religion und Evolution?

Leitartikel von Michael Blume

Charles Darwin (1809 – 1882), der Entdecker der Evolutionstheorie hatte dazu eine klare Meinung: Trotz persönlicher Glaubenszweifel antwortete er auch noch im Alter von 70 Jahren einem anfragenden Studenten, es sei „absurd zu bezweifeln, dass ein Mensch ein entschiedener Theist und ein Evolutionär sein kann. […] In meinen extremsten Schwankungen bin ich nie ein Atheist in dem Sinne gewesen, dass ich die Existenz Gottes geleugnet hätte.“ Auch in seinem letzten Lebensjahr begeisterte sich der studierte Theologe Darwin für ein Buch, das die Vereinbarkeit von Wissenschaften und Religionen vertrat und insbesondere Buddha, Muhammad und Jesus ehrte. [1]

Doch quer durch das 20. Jahrhundert traten in den unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen auch immer wieder Stimmen auf, die behaupteten, Evolution und Religion seien „unvereinbar“. Religionskritiker erhoben dabei den Anspruch, durch die Wissenschaften seien Religionen „widerlegt“ worden und nicht wenige beriefen sich auch gleich auf die Evolutionstheorie, um sozialdarwinistische, rassistische und eugenische Menschenverachtung salonfähig zu machen. Auch als Reaktion darauf wiesen nicht wenige Fromme umgekehrt die sich entwickelnde Evolutionstheorie als wissenschaftlichen Irrtum oder gar böswillige Verschwörung zurück. Heute zeigt sich im Ergebnis ein Bild, das große Unterschiede in der Akzeptanz der Evolution zwischen verschiedenen Religionsgemeinschaften aufzeigt.

Große Unterschiede zwischen den Religionen und Konfessionen in der Akzeptanz der Evolution

So akzeptierten laut der großen Pew-Befragungsstudie 2014 in den USA rund zwei Drittel der katholischen und evangelischen, aber nicht evangelikalen Christen, dass auch die Menschheit durch Evolutionsprozesse entstand. Auch von den orthodoxen Christen waren es 59%. Unter den Mormonen waren es noch 42%, unter evangelikalen Christen noch 38% und unter den Zeugen Jehovas gar nur 20%. Nur in diesen theologisch abgesonderten Gemeinschaften stellten diejenigen eine absolute Mehrheit von 52% (Mormonen), 57% (Evangelikale) und gar 74% (Zeugen), die die Abstammung des Menschen aus dem Tierreich ablehnten.

Unter den nichtchristlichen Religionen in den USA übertraf die Zustimmung zur Evolution unter den Buddhisten mit 86% sogar jene unter den Konfessionslosen mit 82%. Fast ebenso viel Zustimmung fand die Evolution des Menschen unter den Juden (81%) und Hindus (80%), aber auch eine knappe Mehrheit der Muslime in den USA (53%) akzeptierte sie. [2]

Für Deutschland ist die letzte, vergleichbar große Befragung zum Thema Evolution und Religion leider über zehn Jahre alt. Die Ergebnisse entsprechen aber wesentlich denen aus den USA: Absolute Mehrheiten auch der evangelischen und katholischen Christen akzeptierten 2005 die Evolutionstheorie, mit noch deutlich zunehmender Tendenz unter höher Gebildeten und in den jüngeren Generationen. [3]

Anfang des 21. Jahrhunderts: Scheitern der Memetik…

Dabei erlebte die „evolutionäre Religionskritik“ und die Polemik zwischen Antitheisten einerseits und religiösen Fundamentalisten andererseits nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und dem Aufkommen des Internets noch einmal einen Aufschwung: Im Gefolge des Evolutionsbiologen Richard Dawkins verhöhnten selbsternannte „Brights“ (Helle, Erleuchtete) religiösen Glauben als rückständigen „Gotteswahn“ und behaupteten, Religion sei durch virusähnliche „Meme“ zu erklären.

Doch obwohl sowohl die klassischen wie auch die digitalen Medien diese „Kontroverse“ befeuerten, brach sie schließlich weitgehend zusammen. So gelang es den „Memetikern“ nicht, die Existenz von „Memen“ nachzuweisen oder auch nur eine überprüfbare Definition des Begriffes vorzulegen. Ein mit großem Medienecho gegründetes „Journal of Memetics“ musste 2005 seine Tätigkeit einstellen, da sich über acht Jahre hinweg nicht eine einzige, empirisch haltbare Studie zur Veröffentlichung gefunden hatte. Die stattdessen erkenntnisreich aufblühende, interdisziplinäre Forschung zu biologischen und kulturellen Evolutionsprozessen verwendet „Meme“ heute nur noch als Metapher oder vermeidet den umstrittenen Begriff gleich ganz.

…Vertrauensverlust auch der Wissenschaften…

Während man aber die teilweise harten Debatten zwischen evolutionären Religionskritikern und evolutionären Gläubigen immerhin noch als „Streit um die Wahrheit“ würdigen konnte, bewirkte gerade auch der Aufbruch der digitalen Medien einen massiven Vertrauensverlust aller etablierten Institutionen und den Vormarsch der Gefühle gegenüber empirischen Fakten.

Nicht nur Kirchen, demokratische Parteien und klassische Medien, sondern auch die Wissenschaften wurden mit Verschwörungsvorwürfen überzogen - zum Beispiel die Schulmedizin als „Impfindustrie“ oder die Gender-Studies als „Feminazis“. Scharfe Attacken von Skeptikern gegen die blühende Homöopathie und teilweise esoterisch argumentierende „Heilpraktiker“ verpufften dagegen nahezu wirkungslos. In den USA gewann mit Donald Trump ein Bewerber die Präsidentschaftswahl im November 2016, der den humanitär und ökologisch argumentierenden Papst verhöhnte, die Forschungen zum menschenbefeuerten Klimawandel als „chinesische Verschwörung“ bezeichnete und sein Kabinett prompt auch mit Evolutions- und Klimawandelleugnern, vor allem aus dem Bereich der Ölindustrie, bestückte.

Bei einer Vielfalt von Themen von Menschenrechten bis zur Förderung erneuerbarer Energien und dem Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse sehen sich plötzlich nichtreligiöse Säkulare und aufgeklärt Religiöse weltweit Seite an Seite den Angriffen einer verschwörungsgläubigen Querfront aus säkularen Nationalisten, „elitenkritischen“ Esoterikern und religiösen Fundamentalisten ausgesetzt. Und auch in Deutschland stimmte laut der Wissensbarometer-Befragung 2016 eine relative Mehrheit von 38% der erwachsenen Befragten der Aussage „voll und ganz“ oder „eher“ zu, dass „die Menschen zu sehr der Wissenschaft und nicht genug ihren Gefühlen und ihrem Glauben vertrauen“. Nur 32% lehnten diese Aussage dagegen ganz oder „eher“ ab, 29% gaben sich „unentschieden“. Nur noch 32% der Befragten in Deutschland wollen „der Wissenschaft“ selbst die „vorrangigen“ Entscheidungen über den Einsatz von Forschungsgeldern zugestehen, sogar nur 12% „der Politik“ und 7% „der Wirtschaft“, aber 44% „den Bürgern“. [4]

Doch während in Kreisen politischer, religiöser und auch medialer Eliten längst auch eine selbstkritische Debatte über den massiven und weltweiten Vertrauensverlust hinein eingesetzt hat, steht diese im Bereich der Wissenschaften und nichtreligiösen Weltanschauungen noch weitgehend aus. Mancher, der lange und lustvoll auf „fachliche Laien“, „halbgebildete“ Journalisten und gewählte Politiker herabgesehen und religiöse Erfahrungen, Lehren sowie Familienverhältnisse „dekonstruiert“ hat, steht nun selbst hilflos den Vorwürfen gegenüber, doch nur ein „lügender Systemknecht“ zu sein. Denn wenn „alles sozial konstruiert“ sei und es ohnehin zu jedem Thema „unterschiedliche Perspektiven“ gebe, dann fällt es schwer, „postfaktischen“ Verschwörungsmythen überhaupt noch argumentativ zu begegnen. Rede- und Denkverbote, mit denen gerade auch säkulare, „akademische Priesterschaften“ Debatten des 20. Jahrhunderts zeitweise dominieren konnten, werden über digitale Medien geradezu lustvoll provoziert und gesprengt. Die oft belächelten Warnungen von Theologinnen und Theologen vor einer „Diktatur des Relativismus“ erscheinen dagegen im digitalen und auch gezielt manipulierten Nebeneinander von Meinungen und Informationen, Nachrichten und „Fake News“, Tabubrüchen und Shitstorms zwischen Vertrauen und Verschwörungsmythen plötzlich erstaunlich aktuell.

Immerhin: Auch die viel diskutierte Befragungsstudie der Universität Leipzig über die „enthemmte Mitte“ in Deutschland konnte 2016 keine generelle Wiederkehr sozialdarwinistischer Aussagen finden. [5] Es stimmt also auch empirisch einfach nicht, dass die Annahme der Evolutionstheorie zu Atheismus, Rassismus und Eugenik führen müsse, wie es vor allem religiöse Fundamentalisten bis heute gerne behaupten. Evolutionäre Erkenntnisse lassen sich stattdessen nicht nur mit den unterschiedlichsten Religionen und Theologien, sondern auch mit linken, konservativen und vor allem liberalen Weltanschauungen verbinden. Ja, es besteht Grund zur Hoffnung, dass gerade auch die interdisziplinäre Evolutionsforschung die Wertschätzung des evolvierten Lebens, aber auch von kulturell bewährten Traditionen sowie generell von Vielfalt und Freiheit befördern kann. Konkret geschieht dies bereits – auf dem Feld der Religion.

…und Erkenntnisse zur Evolution von Religion

Denn neben dem empirischen Scheitern der antireligiös-polemischen „Memetik“ bestätigte sich Anfang des 21. Jahrhunderts ein ganzes Thesenbündel, das bereits von Charles Darwin selbst angelegt worden war: Die Annahme, dass auch Religiosität – verstanden als Glauben an höhere Wesen – als Produkt von neurobiologischen Evolutionsprozessen verstanden werden könne, ebenso wie die Religionen als deren kulturelle Ausprägungen. Immer mehr Hirnforscherinnen und Historiker, Psychologinnen und Soziologen, aber auch Evolutionsbiologinnen, Demografen und mathematische Spieltheoretiker tragen zur interdisziplinären Evolutionsforschung zu Religiosität und Religionen bei, deren Kernbefunde bereits stabil sind:

1. Statt Evolution oder Religion als vermeintliche Widersprüche zu behandeln, gelte es, auch Religion als Ergebnis von Evolution wahrzunehmen und zu erforschen.

2. Die Grundfunktionen von Religiosität lassen sich – wie von Darwin vermutet – bereits jetzt schlüssig als Nebenprodukte evolvierter, sozialpsychologischer Wahrnehmungstendenzen erklären, die dann auch evolutionär neue Möglichkeiten hervorgebracht haben (Fachbegriff: Exaptation, vgl. auch entsprechend dazu das menschliche Sprechen oder später Lesen, Schreiben und Rechnen auf Basis von Muster- und Symbolerkennung).

3. Der gemeinsame Glauben an höhere Wesen eröffnet – wie von Darwin vermutet - empirisch nachweisbar ein motivierendes, kooperationsförderndes und gemeinschaftsbildendes Potential, das sich jedoch – entgegen früh-darwinistischer Annahmen – gerade nicht nur in Kampfstärke und Gewaltbereitschaft, sondern auch in Friedfertigkeit, Gelehrsamkeit und Kinderreichtum ausdrücken kann. [6]

Tatsächlich weisen religiös praktizierende Menschen weltweit – und quer durch Bildungs- und Einkommensschichten – im Durchschnitt höhere Geburtenraten auf als ihre weniger- oder nichtreligiösen Nachbarn. Mehr noch: Während die Geschichtsforschung Dutzende über Generationen hinweg sehr kinderreiche Religionsgemeinschaften kennt, war und ist weltweit und bis zurück in die griechische und indische Antike keine einzige nichtreligiöse Population bekannt, der es je gelungen wäre, auch nur einhundert Jahre lang die Mindesterhaltungsgrenze von zwei Kindern pro Frau zu halten. Der Verlust von auch religiösem Glauben ging und geht bislang immer mit einem scharfen Rückgang gemeinschaftlicher und auch familiärer Bindungen einher. Religion ist also nach heutigem, empirischen (!) Befund nicht nur evolutionär insgesamt erfolgreich, sondern sogar notwendig, um menschliche Zivilisationen lebendig zu halten!

Folgen für Philosophie(n) und Erkenntnistheorie(n)

Und tatsächlich gibt es sogar einen korrespondierenden, philosophischen Befund dazu: Während sich kinderreiche Religionsgemeinschaften auf göttliche Offenbarungen wie „Seid fruchtbar und mehret euch!“ (Genesis 1, 28) sowie auf Erlösungs- und Jenseitshoffnungen berufen können, ist es bislang keiner nichtreligiösen Philosophie oder Weltanschauung gelungen, wenigstens der eigenen Anhängerschaft überzeugende Argumente für ausreichend Nachkommen nahe zu bringen. Denn wo das gesamte Universum als sinn- und ziellos wahrgenommen wird, stellt sich schnell die drängende Frage der Anthropodizee: Wie überhaupt das Hervorbringen von bewusstem, leidensfähigem und schließlich unausweichlich sterbendem Leben gerechtfertigt werden kann. [7]

Auch erkenntnistheoretische Fragen stellen sich neu: Wenn durch rationale, muster-erkennende Kognitionen Naturgesetze enthüllt werden; verweisen dann sozial-religiöse Kognitionen auf einen personalen Urgrund des Universums?

Welche Maßstäbe von Erklärungs-, Bewährungs- und Erfahrungsqualität sind jeweils erkenntnistheoretisch anzulegen? Stehen Rationalität, Religiosität und nicht notwendig religiöse Spiritualität in einen Konkurrenz- oder Ergänzungsverhältnis zueinander; oder hängt dies von den jeweiligen, kulturgebundenen Theologien ab? Wäre damit zu rechnen, - wie es beispielsweise bereits Nicolaus von Kues (1401 – 1464) und Giordano Bruno (1548 – 1600) angedacht haben -, dass auch die Kooperations- und Gemeinschaftsverhältnisse außerirdischer Lebensformen über den Glauben an höhere Wesen evolviert wären? Wäre Gottesglauben tatsächlich, wie von Immanuel Kant (1724 – 1804) postuliert, als Notwendigkeit „praktischer Vernunft“ zu empfehlen; oder erschließt sich erst über die entstehende, evolutionäre Erkenntnistheorie ein tieferes Verständnis des „Wahren, Guten und Schönen“? Sollten die Theologien der verschiedenen Religionen gemeinsam bereits entwickelte Modelle des evolutionären Theismus etwa von Teilhard de Chardin (1881 - 1995) vertiefen oder eine erkenntnistheoretische, religiöse und konfessionelle Vielfalt auch bei den Zugängen zur Evolutionsforschung befördern?

Theologien als Hüter der Wahrheitsfrage(n)

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass gerade auch die Flut der digitalen Medien eine zunächst paradox wirkende Folge hervorbringt: Für immer mehr Menschen verdünnt sich die „Wahrheitsfrage“ zu einer Frage des persönlichen Geschmacks und der frei wählbaren, digitalen Echokammer – auch „den Wissenschaften“ wird keine höhere Autorität mehr zugeschrieben. Neben den von staatlichen Zuwendungen abhängigen Instituten säkularer Philosophien bleiben damit nur noch die Theologien übrig, in denen noch leidenschaftlich und mit Rückkoppelungen sowohl zum Alltagsleben wie auch zu empirischen Forschungen um höhere Wahrheit(en) gerungen wird. Schon jetzt gehören kirchliche Akademien, Institute und Bildungswerke zu den letzten Orten außerhalb der Hochschulen, an denen überhaupt noch Wahrheitsfragen im weltanschaulichen und interdisziplinären Dialog bearbeitet werden. Wie die kinderreichen Rabbinerfamilien nach den Zerstörungen des Jerusalemer Tempels, wie die christlichen Klöster, Klosterschulen und später Universitäten nach dem Zerfall des römischen Reiches, wie die interreligiösen Gelehrtenkreise der islamischen Welt bis zum osmanischen Verbot des Buchdruckes um 1485 und wie die kinderreich-gebildeten, evangelischen Pfarrfamilien nach der Reformation sind es auch heute wieder maßgeblich religiöse Traditionen, die zwischen den Verlockungen des säkularen Individualismus und des religiösen Fundamentalismus hindurch gewachsenes Wissen über turbulente Zeiten hinweg sammeln, an ausreichend Nachkommen tradieren und im Austausch mit anderen auch mehren. Ich empfehle beispielhaft „Not in God’s Name. Confronting Religious Violence“ (2015) von Lord Rabbi Jonathan Sacks, der darin evolutionäre, biblisch-theologische und praktische Erkenntnisse überzeugend zu verbinden vermochte. Sicher: Einfach wird das Aufgreifen und Verbinden von religiösem und empirischem Wissen auch im 21. Jahrhundert nicht. Doch hat irgendjemand Glaubwürdiges je etwas Anderes versprochen - oder gar behauptet, die Evolution wäre schon beendet?

Michael Blume
www.blume-religionswissenschaft.de
Veröffentlicht im März 2017

[1]: Radiobeitrag „Evolution und Religion. Charles Darwin als Theologe“

tinyurl.com/darwinreligion

[2] PewResearch: „On Darwin Day, 5 facts about the evolution debate”

tinyurl.com/religionenevolution

[3] Fowid: Forsa-Umfrage zu Evolution und Kreationismus von 2005

tinyurl.com/evolutiondeutschland

[4] Wissenschaftsbarometer 2016, Datengrafiken

tinyurl.com/wissenschaftsbarometer2016

[5] Universität Leipzig: „Die enthemmte Mitte. Autoritäre und rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2016“:

tinyurl.com/enthemmtemitte2016

[6] WDR-Wissenschaftssendung „Quarks & Co.“ April 2004 zu Evolution & Religion:

tinyurl.com/QuarksEvolutionReligion

[7] Scilogs: „Die Anthropodizee-Frage“:

tinyurl.com/anthropodizee

Bildnachweis

Evolution and Creationism © Fotolia.com #65342807 Heartland Arts
Mem Memetik © Fotolia.com  #33152883 XtravaganT
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Was meinen Sie? Vertragen sich Religion und Evolution?

Diskussion zum Leitartikel von Michael Blume

Nach Charles Darwin vertragen sich die beiden Grössen durchaus, so Michael Blume. Was meinen Sie zu dem Thema und was ist Ihr Eindruck von dem Leitartikel von Michael Blume?

Kommentare (1)

  • Thomas Waschke
    Thomas Waschke
    am 03.06.2017
    Aus meiner Sicht hätte es genügt, den einen Satz zu schreiben (Ende der Einleitung):

    "Heute zeigt sich im Ergebnis ein Bild, das große Unterschiede in der Akzeptanz der Evolution zwischen verschiedenen Religionsgemeinschaften aufzeigt."

    Damit ist eigentlich alles gesagt, und der Rest von Blumes Artikel trägt nicht viel zur Erhellung der Problematik bei. Wichtig wäre eine präzise Definition dessen, was unter 'Evolution' und 'Religion' zu verstehen ist, wobei im letzten Fall noch zwischen Religiosität (biologisch evolviert) und Religion (tradigenetisch evolviert) differenziert werden müsste. Dann hätte der Artikel gelingen können.

    Der Hauptteil des Artikels ist aber schlicht 'Thema verfehlt'. Blume beschreibt dort, was ihn umtreibt und womit er sich beschäftigt, aber das hat mit dem Thema des Artikels wenig bis nichts zu tun. Zumindest nicht, wenn man mehr als eine Apologetik des christlichen Glaubens als Ziel hat.

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