Evolution im Glauben. Theologie eines Naturwissenschaftlers

Leitartikel von Wolfgang Schreiner

Darwin und die Evolution wurden oft als Gegensatz zur Religion empfunden. Immerhin widerspricht die Evolutionstheorie dem Wortlaut der Schöpfungsberichte. Andererseits kommt man als Christ nicht mehr vorbei an der modernen Naturwissenschaft. Dabei zeigt diese auch interessante Details, die nahelegen, christlichen Glauben in neuer Sicht zu deuten. Manches kann man sogar besser verstehen, und bisherige Widersprüche verschwinden. Gott – und insbesondere, wie er den Menschen geschaffen hat – muss man sich meiner Ansicht nach etwas anders vorstellen als vielleicht zuvor.

Zwei Kapitel der Genesis berichten von einem anscheinend absichtsvollen Vorgehen Gottes bei der Schöpfung. Nach Kapitel 1 schuf Gott zuerst die Erde, dann die Tiere und zuletzt den Menschen. Laut Kapitel 2 hingegen kam nach der Erde sogleich der Mensch an die Reihe und erst danach die Pflanzen und Tiere, zu seinen Diensten.

Abgesehen davon, dass unterschiedliche Reihenfolgen berichtet werden, widerspricht die zweite Variante im Wortrlaut klar unserem heutigen Wissen: Aus Pflanzen haben sich Tiere entwickelt und aus Tieren der Mensch, dies zeigen Molekularbiologie und Genetik. Nun, das konnten die Verfasser der Genesis damals nicht wissen. Hätten sie es hingegen gewußt – wie hätten sie die Genesis anders verfasst? Wie würden wir sie heute verfassen?

Um dieses Dilemma zu lösen, begreift die heutige Theologie die Schöpfungsberichte als ‚hymnischen Mythos‘, nicht als Tatsachenbericht. Wahr ist in ihnen, dass Gott der Urgrund alles Seins ist – auch von uns Menschen. Wie jedoch alles im Detail zustande kam, ist eine andere Geschichte....

Schöpfung durch Bewahrung und Zufall

Eigenschaften von Lebewesen sind zu einem wesentlichen Teil in der DNA (Kettenmoleküle, die das Erbgut bilden) festgelegt. Um die Schöpfung nach heutigem Wissen zu verstehen, müssen wir unbedingt einige Details betrachten. Die folgende Beschreibung ist bewußt vereinfachend gestaltet, jedoch möglichst wenig sinn-verzerrend. [1]

Die DNA ist eine lange Kette aus (nur!) vier unterschiedlichen Bausteinen (Nukleotidbasen, A, C, T, G) - beim Menschen sind es 3,27 Milliarden. Würde man diese Basen in Abständen von jeweils einem Millimeter anordnen, ergäbe das eine Strecke von Madrid bis Stockholm, also eine riesige Informationsmenge. Die Basenmoleküle sind jedoch so klein, dass sie in Wirklichkeit nur eine Kette von 2m Länge bilden – die allerdings in jeder Körperzelle identisch (2-fach) enthalten ist. Sie muss bei jeder Zellteilung kopiert werden – und zwar möglichst fehlerfrei! Jeder Mensch besitzt ungefähr 1014 Zellen: Das entspricht der Anzahl Quadratmillimeter in einem Grundstück von 10 x 10 km Seitenlänge. Insgesamt besitzt somit jeder Mensch DNA-Moleküle mit einer Gesamtlänge der 660000-fachen Distanz Erde-Mond.

Diese Vergleiche wurden an den Beginn dieses Artikels gestellt um zu zeigen, dass unsere gewöhnliche Vorstellungskraft nicht ausreicht, um treffsichere Einschätzungen auch im Bereich der Genetik zu liefern: Intuitive Einschätzungen gehen allzuleicht in die Irre. Wenn wir uns etwa fragen, ob der Mensch ‚von Gott geplant‘ oder ein Zufallsprodukt ist – können wir unserer Intuition nicht wirklich vertrauen. Es geht um Größenordnungen, die unserer intuitiven Erfahrung niemals zugänglich waren.

Entwicklung und Wachstum erfordern neue Zellen – inklusive Kopien der DNA. Bei Erwachsenen gehen ständig Zellen zugrunde und müssen ersetzt werden – inclusive Kopien der DNA. Das Leben erfordert eine ständige, massive DNA-Kopieraktivität. Um Nachkommen derselben Art entstehen zu lassen, muss DNA möglichst fehlerfrei kopiert werden. Molekulare Mechanismen, die dies leisten, sind das bewahrende Element der lebenden Natur.

Was aber passiert, wenn sich Kopierfehler einschleichen?

Molekularbiologie (Alberts, Bray et al. 2005) und Genetik (Strachan and Read 2008) kennen zahlreiche Mechanismen, die Schäden an der DNA reparieren. Solche Schäden passieren ständig und zufällig, durch äußere Einflüsse (z.B. Strahlung) oder durch fehlerhafte Kopien bei der Zellteilung. 99.9% dieser Fehler sind entweder wirkungslos oder sogar schädlich.

Trifft der Schaden eine Körperzelle, wird das normalerweise vom Immusystem erkannt und die Zelle vernichtet. Funktioniert dies nicht, kann Krebs entstehen. Tumore bestehen zumeist aus Zellen mit einer Vielzahl unterschiedlich veränderter DNA.

Trifft der Schaden eine Keimzelle, würde er an die nächste Generation weitergegeben. Meist kommt es aber nicht so weit, denn die befruchtete Eizelle stirbt ab, bevor sie sich teilen kann und ein Kind heranwächst.

Um neue Arten entstehen zu lassen, braucht es also DNA-Änderungen. ‚Kopierfehler‘ müssen allen Reparaturmechanismen entkommen – und sich noch dazu als funktionsfähig oder gar vorteilhaft erweisen. Jede dauerhafte Änderung des Erscheinungsbildes (Phänotyp) eines Lebewesens geht auf eine Änderung der DNA (Mutation) zurück – und umgekehrt*.

Wie aber kommen diese Änderungen zustande? Was genau ‚geschah‘ bei der Schöpfung? Entsteht Neues in der Schöpfung aus zufälligerweise ‚guten‘ Kopierfehlern? Oder ist es ‚der Finger des Herrn‘, der hier eingreift?

Nach allem was die Naturwissenschaft gefunden hat, fallen die Änderungen rein zufällig aus – analog zum Roulette – kein System läßt sich erkennen. Sind wir Menschen etwa ein Zufallsprodukt? Das fällt allen schwer zu glauben. Christen aber ganz besonders, denn sie denken gerne an einen planenden Gott, der die Geschicke lenkt und dem man vertauen kann, wie es seit 2000 Jahren verkündet wurde.

Zufall als Plan

Teilhard de Chardin (Teilhard de Chardin 2007) hat als erster den Schritt gewagt und die Evolution als ‚Werkzeug‘ bezeichnet, mit dem Gott die Schöpfung der belebten Natur bewerkstelligt. Hat Gott also Änderungen im Detail bewirkt oder nur generell eingeplant?

Sieht man genau hin, finden sich tatsächlich (neben Korrekturmechanismen) auch Mechanismen, die Kopierfehler geradezu gezielt erzeugen: Spezialisierte Moleküle (z.B. das L1-Retrotransposon, Abb 3) kopieren Teile der DNA und setzen sie an ganz anderer Stelle ein – sogar verkehrt herum! Die neuen Zellen/Eiweißstoffe werden dann durch ‚ganz normales‘ Ablesen dieser ‚verkehrten‘ Baupläne erstellt. Es sind tatsächlich Mechanismen im Genom ‚eingebaut‘, die chaotische Änderungen erzeugen (Strachan and Read 1999, Schreiner 2014).

Was kommt dabei heraus? Niemand weiß es vorweg – sicher nicht jene Moleküle, die hier würfeln. Sagte doch Einstein, seiner intuitiven Einschätzung folgend: ‚Gott würfelt nicht‘. Er konnte die molekularen Mechanismen damals noch nicht kennen - und hat sich verschätzt. Allem Anschein nach laufen diese Vorgänge zufällig ab. Niemand hält so etwas gern für wahr, und Molekularbiologen suchten jahrzehntelang nach ‚lenkenden‘ Mechanismen – jedoch vergeblich. Deswegen kann man auch ihren Unmut verstehen, wenn Geisteswissenschaftler – ohne auch nur eine Stunde in einem molekularbiologischen Labor verbracht zu haben – behaupten, alles verlaufe nach einem ‚Design‘ – das sei doch ‚evident‘. Kommen Sie, und suchen Sie selbst, dann reden wir weiter!

Wenn die Richtung der Änderungen zufällig ist, ist es auch deren langfristiges Gesamtergebnis bis zu einem gewissen Grad. Wenn aus zahlreichen möglichen Varianten eine ganz bestimmte realisiert wird, bezeichnen wir das als Kontingenz unseres Daseins (möglich, aber nicht notwendig so wie es ist). Menschen könnten ebensogut 4 Beine und zwei Arme haben, wie es auch schon von Künstlern insinuiert wurde, siehe Abb 4. Es wäre obendrein ein praktischeres ‚Design‘: Wir könnten gehen ohne aufwendig Gleichgewicht zu halten und hätten dennoch die Hände frei zum Greifen…Das hätte auch Gott, der Herr, gewußt – und den Menschen so geschaffen – falls er ihn wirklich ‚designed‘ hätte. Es lief jedoch anders – anscheinend wollte er lieber belassen, was von selbst entstand. Auch um den Preis zahlreicher, bekannter ‚Fehlkonstruktionen‘ (Kreuzung Luft- und Speiseweg, Sensorzellen an Hinterseite der Netzhaut, etc.) (Leroi 2004).

Auch die moderne Theologie geht davon aus, dass Gott keine Eingriffe vornimmt.

Der Preis für das Göttliche Spiel

Wenn nun alle Änderungen zufällig sind, wieso entwickelt sich dann alles letztlich aufwärts? Aus Pflanzen werden Tiere und aus ihnen schließlich wir Menschen?

Die Antwort liegt in der Selektion. Aus den zufälligen Neuerungen werden jene langfristig ausgewählt, die besser funktionieren als andere. So geht es zwar ständig aufwärts an der Spitze, jedoch links und rechts müssen viele Individuen ‚dran glauben‘ (Strachan and Read 1999, Leroi 2004). Dieser Teil des Schöpfungsmechanismus ist brutal und steht im Widerspruch zur christlichen Ethik, wie sie für uns Menschen gelten sollte: Kein Arzt darf Verbesserungen durch Probieren suchen. Diese Überlegung ist unmittelbarer Grund für Theodizee, die Frage nach einem gerechten Gott. Diese hat schon Hiob gestellt. Christen mit dem heutigen Wissen aus Molekularbiologie erleben sie noch weitaus tiefgreifender und müssen dies handhaben, wollen sie nicht den Glauben verlieren (Schreiner and Weber 2010).

Das Ergebnis der Evolution ist wunderbar – aber der Weg dorthin grausam. Ist das ebenso Teil eines Göttlichen Plans? Wie können Christen damit umgehen?

 

Evolution in der Gesellschaft

Die Mechanismen des Genoms setzen sich darüber - in der soziologischen Ebene - fort (Jablonka and Lamb 2014). Wenn die Evolution Aggression mit Erfolg belohnt*, darf man sich nicht wundern, wenn sich aggressive Tierarten herausbilden. „Works as designed“ würde man in der Technik sagen. Bedenkt man unsere Abstammung aus dem Tierreich ist einleuchtend, dass viele der dort genetisch fixierten Verhaltensmuster nicht plötzlich verschwinden konnten (homo hominis lupus): Das Großhirn kam hinzu, aber es ersetzte nicht alles zuvor Vorhandene. Was sich im Tierreich als vorteilhaft erwies und bis zur Perfektion selektioniert wurde, z.B. Aggression*, steckt auch noch in uns. Im alten Rom wurden immerhin Gladiatorenkämpfe zum Gaudium des Publikums inszeniert. Die Gladiatoren selbst wurden bewundert und hatten in der Damenwelt besonders ‚gute Karten‘ (Satana 2006). Wen wundert es, wenn da wieder kleine Gladiatoren nachkommen? Blickt man heutzutage in die notorischen Kriegsregionen der Erde, wird auch dort agressives Verhalten kultiviert. Wir sehen das Ergebnis.

Erblast statt Erbsünde

Die Genesis lastet das Böse den ersten Menschen an – und die katholische Theologie sprach daher bisher von Erbsünde. Hier wurde zwar – auch im Sinne der Evolution* - richtig erkannt, dass eine erbliche Komponente enthalten ist. Der Ausgangspunkt war jedoch nicht die Tat (oder Sünde) eines Menschen, sondern die Selektion: Sie ist Teil jener Evolution, die Gott zur Entwicklung des Lebes geschaffen hat. Bereits im Tierreich – lange vor dem Menschen – wurden Angeberei (Uhl and Voland 2002), Selbstsucht und Aggressivität* im weitesten Sinne positiv selektioniert. Konrad Lorenz nannte es das ‚sogenannte Böse‘ (Lorenz 2006). Den Proponenten brachte es Vorteile. Unser Intellekt klassifiziert es als ‚böse‘, weil es Leid bei anderen (malum morale) erzeugt.

Viele aus dem Tierreich geerbte Mechanismen sind für uns Menschen unzumutbar: Sie sind eine Erblast.

Dies ist auch die erste Folgerung der Evolutionstheologie: Es handelt sich um Erblast anstelle von Erbsünde. Was können wir Menschen dafür, dass wir auf diese Weise evolviert wurden? Nicht die ersten Menschen haben diese unsere Neigungen verursacht – nein – Gott hat sein Schöpfungswerk durch diesen Mechanismus entwickelt! Und wir müssen mit dieser Hypothek umgehen.

Man könnte geneigt sein, Gott deswegen anzuklagen. Schon Hiob tat dies, aus vergleichsweise banalem Grunde - er hatte ‚einfach Pech‘. Heute aber wissen wir, dass der evolutionäre Fortschritt sytem-immanent mit Leid verknüpft ist (Strachan and Read 2008): Es handelt sich um eine Theodizee betreffend die Grundfunktionalität der Schöpfung, nicht um ein paar negative Einzelereignisse – wie Hiob sie beklagte (Schreiner and Weber 2010). Hat Gott etwa schon vorausgesehen, dass Menschen eines Tages die Zusammenhänge verstehen würden und deshalb das 2. Gebot verordnet?*

Fairer Weise muss man einräumen, dass dieses Dilemma erst entstand, als der menschliche Intellekt sich entwicklelte – und diesen Abgrund wahrnehmen konnte. Erst nach dem Essen vom Baum der Erkenntnis findet der Intellekt Fehler in jenen Lösungen, die die Natur entwickelt hat und nimmt Anstoß an den kruden Abläufen rund um uns.

Einem Gott nach christlichem Verständnis kann es aber nicht gleichgültig sein, uns Menschen hier im Dilemma zu sehen – ‚in die Welt geworfen‘ nannte es Heidegger. Gott liebt uns Menschen doch – laut christlicher Vorstellung! Musste er nicht zu Hilfe kommen, da in seiner Evolution etwas schiefgelaufen war? Es war ein Wesen entstanden, das mit seinen eigenen Erzeugunsmechanismen nicht mehr zurechtkommt.

Intellekt braucht Erlösung! Die Evolutionstheorie löst einen (molekularbiologisch begründeten) Schrei nach Erlösung aus!

Und daraus können wir neue theologische Sichtweisen gewinnen.

Erlösung durch Trost, nicht durch Sühne

Die Erlösungsgeschichte aus evolutionärer Sicht könnte etwa wie folgt lauten:

Gott kam tatsächlich, um zu helfen! Um sein Mitfühlen glaubhaft zu machen, setzte er sich demselben Dilemma aus, in das der Mensch geraten war. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Jesus nahm das Schlimmste auf sich, was einem Menschen passieren kann: Für gute Taten von den eigenen Freunden verraten zu werden. Es sollte nicht heißen, er habe es sich leicht gemacht.

Sein Kreuzestod war ein freiwilliges Opfer – jedoch nicht um einen zornigen Vater zu versöhnen – sondern als Trost für uns Menschen. Es zeigte: Sogar einem Gott geht es nicht besser als uns! Er kennt unsere Situation, teilt sie mit uns und ist mit uns. „Der Herr sei mit Euch!“ erinnert uns daran. Durch Jesu Opfer wurden wir Menschen mit Gott versöhnt, nicht Gott mit den Menschen.

Wenn Gott sich dermaßen für uns hingegeben hat, können wir ihm den Lapsus eher verzeihen, dass er uns der Selektion aussetzt - bei wachem Intellekt, der das System durchschaut.

Die Wandlungsworte des katholischen Gottesdienstes können auch ganz in diesem Sinne verstanden werden: „Das ist mein Leib, der für Euch hingegeben wird.“ Lediglich den Nachsatz „zur Vergebung der Sünden“ würde man im Sinne der Evolutionstheologie anders formulieren: „zur Beseitigung des Übels, das durch die Evolution erzeugt wird‘. [2]

 

Erlösung durch Auftrag: Zieht den neuen Menschen an (Fight Evolution!)

Verständnis und Mitgefühl Gottes für das Dilemma des Menschen sind tröstlich. Sie schaffen zwar Erleichterung lösen jedoch nicht das eigentliche Problem. Die Lösung wurde den Menschen selbst übertragen („Gott hat keine Hände als die unseren“).

Als Musterbeispiel dafür können neben den 10 Geboten die Bergpredigt (Mt 5, 21-48) und die Seligpreisungen (Mt, 5, 3-12) gelten. Stück für Stück werden die aus der Evolution ererbten Verhaltensweisen kritisiert und deren Revision gefordert, z.B.:

 „Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann haltet ihm auch die andere hin“. Dies widerspricht eklatant dem ererbten emotionalen Inventar. Demgemäß würde man ein solches Verhalten als verrückt bezeichnen.

Lebt nicht mehr wie die Heiden in ihrem nichtigen Denken! Legt den alten Menschen des früheren Lebenswandels ab, der sich in den Begierden des Trugs zugrunde richtet, und lasst euch erneuern durch den Geist in eurem Denken! Zieht den neuen Menschen an, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit!“ (Eph 4, 17-23).

 

Biogramm

Wolfgang Schreiner, Jahrgang 1954, studierte Physik und Mathematik in Wien und arbeitete in London und Wien als Postdoc. 1984 wechselte er an die II. Chirurgische Uni-Klinik und wurde 1995 als Professor für Medizinische Computerwissenschaften berufen. Die Beschäftigung mit Bioinformatik und Molekularbiologie führte zu interdisziplinären Fragestellungen. In seiner ‚Evolutionstheologie‘ versucht er, christliche Inhalte aus naturwissenschaftlicher Sicht zu interpretieren.

[1] Solche Tribute an die Lesbarkeit sind jeweils durch * gekennzeichnet. Genaueres findet sich in den ersten Kapiteln des „Göttlichen Spiels“ Schreiner, W. (2013). Göttliches Spiel / Evolutionstheologie. Wien, Holzhausen.

[2] Durch obige Interpretation erübrigt sich die Satisfaktionstheorie des Anselm von Canterbury.

Alberts, B., D. Bray, K. Hopkin, A. Johnson, J. Lewis, M. Raff, K. Roberts and P. Walter (2005). Lehrbuch der Molekularen Zellbiologie. Weinheim, Wiley-VCH.

Collins, F. S. (2006). The Language of God. New York, Free Press.

Jablonka, E. and M. J. Lamb (2014). Evolution in Four Dimensions: Genetic, Epigenetic, Behavioral, and Symbolic Variation in the History of Life. Cambridge, Massachusetts, London, Bradford Book.

Kirche, D. K., Ed. (2007). Katechismus der Katholischen Kirche: Neuübersetzung Aufgrund der Editio Typica Latina, St. Benno.

Leroi, A. M. (2004). Tanz der Gene: Von Zwittern, Zwergen und Zyklopen. München, Spektrum Akademischer Verlag.

Lorenz, K. (2006). Das sogenannte Böse. Zur Naturgeschichte der Aggression. München, DTV.

Satana, L. (2006). Lob des Sexismus. Norderstedt, Books on Demand.

Schreiner, W. (2013). Göttliches Spiel / Evolutionstheologie. Wien, Holzhausen.

Schreiner, W. (2014). Zufall als Plan. Quart. Wien, Forum Kunst-Wissenschaft-Medien: 14-16.

Schreiner, W. and H. P. Weber (2010). Evolution und die Güte Gottes: Fragestellungen zur Theodizee.

Strachan, T. and A. P. Read (1999). Instability of the human genome: mutation and DNA repair. Human Molecular Genetics 2. Hoboken, West Sussex, Oxford, Wiley-Liss.

Strachan, T. and A. P. Read (1999). The pathogenic potential of repeated sequences. Human Molecular Genetics 2. Hoboken, West Sussex, Oxford, Wiley-Liss.

Strachan, T. and A. P. Read (2008). Human Molecular Genetics 3. New York, Garland Science.

Teilhard de Chardin, P. (2007). Der Mensch im Kosmos. München, Verlag C.H.Beck.

Uhl, M. and E. Voland (2002). Angeber haben mehr vom Leben. Heidelberg, Spektrum Akademischer Verlag, Springer.

Weber, H. P. (2017). Credo: Das Glaubensbekenntnis verstehen, Grünewald.

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Simplified representation of the life cycle of a retrotransposon von Mariuswalter © CreativeCommons
Kampf eines Kentauren gegen einen Lapithen am Parthenon in Athen (um 435 v. Chr.) © CreativeCommons
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Darstellung der Bergpredigt in der Matthäus-Kirche von Kopenhagen, von Ib Rasmussen © CreativeCommons

Evolutionstheologie

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