Gibt es wissenschaftliche Indizien für ein Leben nach dem Tod?

Leitartikel von Günter Ewald (Pro) und Christian Hoppe (Contra)

Seit Anfang 2011 stellt Clint Eastwoods Film "Hereafter - Das Leben danach" die Frage nach dem Jenseits. In dem Film geht es um Nahtoderfahrung und den Kontakt mit Verstorbenen. Was immer man von ihm halten mag, die Frage, ob es wissenschaftliche Indizien für ein Leben nach dem Tod gibt, ist auf jeden Fall eine aktuelle Frage, die im Folgenden von zwei Experten gegensätzlich beantwortet wird.

Günter Ewald  PRO "Ja, es gibt sie, zwar nicht als Beweise, aber als Hinweise"

Christian Hoppe CONTRA "Ewiges Leben – nicht Weiterleben nach dem Tod"

Günter Ewald: "Ja, es gibt sie, zwar nicht als Beweise, aber als Hinweise"

Um meine Überzeugung vorwegzunehmen: Es gibt sie, nicht als Beweise, aber als Hinweise, die wissenschaftlich fundiert sind, empirisch und theoretisch im Weltbild, das zugrunde gelegt wird. Konkret geht es um die Deutung dessen, was in so genannten Nahtoderfahrungen oft berichtet wird: Die erlebte Trennung des Bewusstseins vom Körper und damit verbundene außersinnliche Wahrnehmungen sowohl des eigenen physischen Körpers wie eines mystischen Lichtes, was manchmal eine Begegnung mit verstorbenen Freunden oder Verwandten einschließt.

Eine Kernfrage lautet: Sind das nur traumartige, subjektive Erlebnisse oder kann mehr geschehen. Hierzu trägt empirisch gesehen eine Studie des niederländischen Kardiologen Pim van Lommel entscheidend bei, die 2001 in der renommierten Medizinzeitschrift The Lancet publiziert wurde: Van Lommel oder Kollegen bzw. Mitarbeiter befragten wiederbelebte Patienten sehr bald nach der Reanimation nach entsprechenden Erlebnissen. Es wurden ihnen dabei nachprüfbare Details außerkörperlicher Wahrnehmung mitgeteilt, die stimmten und die sich nach sorgfältiger medizinischer Analyse nicht während des Herzstillstandes und damit verbundener EEG-Nulllinien im Gehirn gewinnen ließen. (Beispielsweise beschrieb ein Patient präzise, wo sein künstliches Gebiss im Gerätewagen verstaut wurde). Demnach gibt es ein Teilbewusstsein des Menschen, das unabhängig vom Gehirn ist. – Die van Lommel-Studie wirft auch ein neues Licht der Glaubwürdigkeit auf die Tausende von nur nachträglich berichteten Erlebnissen, die in ganz entsprechender Weise abliefen.

Eine Frage des Weltbildes

Der Weltbildhintergrund ist für diese Kernfrage insofern entscheidend, als das noch weit verbreitete „klassische“, naturalistische Weltverständnis jede Bewusstseinstätigkeit an Hirnvorgänge bindet, eine Trennbarkeit von Teilen des Bewusstseins und Gehirn also ablehnt. In dem durch die Quantenphysik veränderten Weltbild besteht dagegen grundsätzlich kein Einwand gegen die genannte Trennbarkeit. Man braucht nicht zu erwarten, dass das außerkörperliche Bewusstsein einmal quantenphysikalisch verstanden wird. Wesentlich für das neue Weltbild ist, dass es offen ist und nicht nur eine erweiterte Abgeschlossenheit schafft. Eine neurobiologische Untersuchung auch außerkörperlicher Bewusstseinsprozesse steht einstweilen nicht an, da die gegenwärtige Hirnforschung zu fast 100% auf klassische Physik gründet. Ehe sich das geändert hat, ist sie somit nicht legitimiert, auf dem Boden quantenphysikalisch erweiterter Wissenschaft über die Trennbarkeit von Körper und Bewusstsein eine wesentliche Aussage zu treffen.

Vom außerkörperlichen Bewusstsein zu einem Leben nach dem Tod ist es gewiss noch ein großer Schritt. Entscheidend ist aber, dass es den Ausgangspunkt gibt. Weitere Gedanken schließen sich dann hypothetisch an, teilweise flankiert durch die vielfältigen Aussagen von Nahtodberichten. Dabei sollte man das tiefe Überzeugtsein von einem Leben nach dem Tod nicht gering achten, das viele Menschen durch ihr Nahtoderlebnis gewonnen haben. Es mag mit verschiedenartigen inhaltlichen Vorstellungen, auch Bildern, ausgefüllt sein, strahlt aber Echtheit und Überzeugungskraft aus.

Antwort auf Einwände

Zu dem gelegentlich geäußerten Einwand, man könne Nahtoderlebnisse künstlich verursachen, etwa durch Sauerstoffentzug, Hirnreizung, Drogeneinnahme, autogenes Training oder Tiefenmeditation, was beweise, dass sie eine hirnbiologische Angelegenheit seien, möchte ich noch Folgendes bemerken: Hier wird „verursachen“ und „auslösen“ verwechselt. Wenn ich eine Musikanlage einschalte, verursache ich keine Musik, sondern bringe sie nur in Gang, So ist es bei den genannten Aktivitäten. Auch ein Verkehrsunfall oder Herzinfarkt kann Auslöser eines Nahtoderlebens sein, erklärt aber nicht, was dann geschieht. Im Übrigen sind spontane Nahtoderfahrungen meist „tiefer“ als absichtlich herbeigeführte Teile davon.

So, wie im irdischen Leben „Bewusstsein“ nicht die volle Identität des Ich wiedergibt, sind entsprechende Ergänzungen für das außerkörperliche Bewusstsein notwendig. Vielleicht sollte man von der „Seele“ und deren Unsterblichkeit reden, in christlicher Auffassung ohne den Platonismus, der manchmal fälschlicherweise in biblische Aussagen über Seele hineingedeutet wird.

Auferstehung im Tod

Das führt dann zu verschiedenen religiösen Konzepten, insbesondere theologischen hinsichtlich Auferstehung. Die hier vertretene Auffassung fügt sich gut mit dem Gedanken einer „Auferstehung im Tod“ zusammen und gibt diesem eine Konkretion. Mir ist sie sympathischer als die Ganztodtheologie von Althaus und Barth. Diese kommt der klassischen Neurobiologie entgegen, indem sie im Tod auch Bewusstsein oder Seele sterben sieht. Dann aber folgt eine Art Super-Kreationismus: Während sich Gott den Schöpfungsberichten gemäß sechs Tage Zeit ließ, bis er ein Menschenpaar erschuf, rekonstruiert er am jüngsten Tag alle Menschen, die je gelebt haben, auf einen Schlag und registriert ihre Lebensgeschichten. Wie  man sich davon eine Vorstellung machen soll, geistig oder materiell oder sonst wie, bleibt im Dunkeln. Ich denke, es bringt mehr, bei aller Unvollkommenheit der Sprache – die gilt ja überall – den Spuren der Nahtoderfahrungen zu folgen und in ihnen Indizien für ein Leben nach dem Tod noch intensiver als bisher aufzuspüren.

Meine These: Fortschreitende Aufklärung über das durch Quantenphysik veränderte Weltbild und die weitere Erforschung von Nahtoderlebnissen wird künftig dem Glauben an ein Leben nach dem Tod weiter Auftrieb geben.

Dr. Günter Ewald ist Mathematiker und beschäftigt sich seit seiner Emeritierung mit den genannten Fragestellungen (...mehr).

 

Christian Hoppe: Ewiges Leben – nicht Weiterleben nach dem Tod

Im Traum trennt sich unser Erleben vom Körper (der schlafend im Bett liegt), und in der Traumwelt begegnen uns andere Personen ohne Körper, lebende und verstorbene. Die Möglichkeit eines vom Körper unabhängigen, befreiten Erlebens ist Ausgangspunkt der Vorstellung von immateriellen, rein geistigen Wesen: unsterbliche Seelen (wie im Film Hereafter), Geister und Gespenster, Engel und Dämonen, Götter und Gott. Doch Vorstellbarkeit bedeutet noch nicht Existenz (vgl. Harry Potter).

Introspektiv hat niemand Zugriff auf seine Hirnprozesse, auch durch Innenschau oder Meditation kann man nichts über seinen Hirnzustand erfahren. Erst seit etwa achtzig Jahren besteht die Möglichkeit, an lebenden Personen Hirnprozesse zu messen (Elektroenzephalographie); in den vergangenen Jahrzehnten wurden weitere Verfahren entwickelt. Der wissenschaftliche Befund ist eindeutig: Geistig-seelische Phänomene in einer uns irgendwie verständlichen Form treten ausschließlich in Verbindung mit Hirnprozessen auf, auch nachts. Sie kommen in der Narkose und im Tiefschlaf soweit zum Erliegen, dass nichts mehr erlebt wird (auch kein Nichts).

Nahtoderlebnisse sind keine Träume. Sie treten vielmehr unter seltenen Bedingungen im Übergangsbereich zwischen Bewusstsein und Bewusstlosigkeit auf – und könnten daher prinzipiell auch beim Sterben auftreten. Die Nahtoderfahrung findet jedoch vollständig im Leben statt, diesseits der Todesgrenze. Grundsätzlich gilt: Wer immer etwas berichten kann, war niemals tot (auch nicht „klinisch tot“); denn das medizinische Minimalkriterium des Todes ist der unwiderrufliche Verlust aller Hirnfunktionen. Auch Nahtoderlebnisse sind von Hirnfunktionen abhängig; sie können in Einzelaspekten durch eine experimentelle chemische oder elektrische Manipulation der Hirnfunktion gezielt ausgelöst werden.

Bisher ist kein Nachweis geistig-seelischer Vermögen ohne zugrunde liegende Hirnfunktion gelungen. Alles spricht dafür, dass mit dem Tod (des Gehirns) das geistige Leben einer Person an ihr Ende gelangt. Die Idee einer körperlosen (hirnlosen) Seele, die den Tod des Körpers überlebt und danachweiter-lebt – ist denn da noch Zeit? –, ist unverständlich geworden.

In Wirklichkeit

Naturwissenschaftler sagen gerne: „In Wirklichkeit verhält es sich so und so.“ Ernsthaftes Denken steht unhintergehbar unter dem Wahrheitsanspruch der Wirklichkeit. Was je wirklich war, kann nicht mehr ungeschehen gemacht werden. Wirklichkeit ist da, indem sie sich einem Wirklichen zeigt, das sich erkennend (beobachtend und denkend) auf Wirklichkeit beziehen kann. Warum aber ist überhaupt irgendetwas und nicht vielmehr nichts? Und warum gibt es in dieser Wirklichkeit uns Menschen, die als klitzekleiner Teil des Ganzen die Frage nach dem Ganzen stellen können?

Die materialistische Ontologie des Naturalismus (Physikalismus) erlaubt auf diese Fragen keine Antwort. Wie unvollständig der Materialismus ist, zeigt sich schon daran, dass Sätze und Handlungen keine physischen Objekte sind; denn kein beobachtbares Objekt hat die Eigenschaft wahr oder falsch, gut oder böse zu sein. Die Physik ist jedoch ein Satzgebilde und Resultat von Handlungen; sie könnte aus sich heraus nicht einmal begründen, dass es gut ist, die Wahrheit zu suchen. Der Naturalismus ist Popularisierung von Naturwissenschaft („Weltbild“), keine Philosophie; seine Technikgläubigkeit ist dafür ein untrügliches Anzeichen.

Der Begriff Wirklichkeit – „in Wirklichkeit“ – stammt aus der mittelalterlichen Theologie (actualitas, übersetzt mit wercelicheit bei Meister Eckart). Thomas von Aquin bestimmt mit diesem Begriff das Sein selbst: Nichts, was ist, ist notwendigerweise oder hat sich selbst ins Sein gesetzt; doch alles was wirklich ist, war immer schon, vor aller Zeit, möglich. Daher denken wir in der Erkenntnis jedes kontingenten Seienden notwendig das Sein als Sein ermöglichenden Seinsgrund von allem, was ist. Denn da ja etwas ist (mindestens dieses Denken), ist die Alternative zum Sein – das absolute Nichts als die Unmöglichkeit, dass irgendetwas ist – undenkbar. In dem Gedanken und mehr noch in der schmerzlichen Erfahrung, dass nichts und niemand seine Existenz sich selbst verdankt, denkt und erfährt jeder Mensch hintergründig den absoluten Seinsgrund der Welt.

Während Wissen sich auf Wirklichkeit bezieht, ist Glauben die allgemeinmenschliche (also nichtreligiöse) Denkform des individuellen Lebenswagnisses, in dem jeder einzelne unter den gegebenen Bedingungen sein Handeln angesichts einer unbekannten Zukunft von erkannten Möglichkeiten bestimmen lässt, auf die er sein Vertrauen setzt. Glaube verhält sich zu Wissen, wie Möglichkeit zu Wirklichkeit.

Der Gott der Offenbarung

Das absolut Unwahrscheinliche und philosophisch schlechthin Unableitbare der biblischen Offenbarung besteht darin, dass der Seinsgrund als Gott aller Menschen in der Welt vorkommen und wirksam sein will – jedoch erstaunlicherweise ausschließlich unter der Bedingung, dass die konkreten Personen, denen sich diese unüberbietbare Möglichkeit erschließt, diesem Angebot aus freien Stücken trauen und ihr Handeln in der gegebenen Situation von dieser Möglichkeit bestimmen lassen. Ohne Glauben kann (und will) der Seinsgrund nicht Gott der Menschen in der Welt sein, ohne Glauben „gibt es“ Gott nicht.

Diese Konstellation – dem Werben eines Liebenden um die Geliebte nicht unähnlich – ist Kern der Glaubensbotschaft Jesu: Das Gottesreich ist bereits unmittelbar da, aber nur wo sich Menschen dieser Möglichkeit glaubend öffnen und ihr Handeln davon bestimmen lassen, kann Gott bei den Menschen ankommen – unabhängig von ihrer Religion (vgl. heidnischer römischer Hauptmann, barmherziger Samariter usw.). Jesus verkörpert diese Botschaft, weil er für sie in den Tod geht. Dass das Angebot der Nähe Gottes nicht dadurch wieder aus der Welt zu schaffen ist, dass man den Boten tötet, ist der Kern des Auferstehungsglaubens. Die Kirche „hat“ diese Glaubensbotschaft und Christus den Boten – aber der Glaube selbst lebt in den Reihen der Kirche so wie außerhalb davon. Kirche ist nicht der Glaube, sondern Dienst am Glauben.

Ewiges Leben

Das Christentum hat ein zwiespältiges Verhältnis zum Dualismus (Platonismus); denn es bestand immer die Gefahr einer Entwertung der irdischen, leibgebundenen Existenz und eines „Glaubens“ an jenseitige Traumbilder, der die konkret-geschichtliche Wirklichkeit aus dem Blick verliert. Nichts könnte dem biblisch-christlichen Glauben jedoch mehr widersprechen; denn Gott will ja gerade durch Glauben in dieser Welt ankommen!

Was bedeutet aber dann das „ewige Leben“, das im Glaubensbekenntnis bekannt wird? Der Tod beendet das Leben, doch er kann es nicht vernichten; denn was jemals „in Wirklichkeit“ war, kann nicht mehr ungeschehen gemacht werden. „In Wirklichkeit“ – aus Sicht des biblischen Offenbarungsglaubens also: in Gott – bleibt ein wirklich gelebtes Leben für alle Zeit und Ewigkeit wirklich, selbst wenn sich einmal kein Mensch mehr an uns erinnern kann. Die bleibende Wirklichkeit des Vergangenen wird nicht durch Erinnerungen der noch Lebenden konstituiert, man kann sich Wirklichkeit nicht ausdenken; vielmehr haben sich unsere Erinnerungen umgekehrt an der vergangenen Wirklichkeit zu bemessen. Da unsere Erinnerungen an die Toten unvollständig und in vielen Aspekten verzerrt sind, steht uns kein abschließendes Urteil über sie zu; doch irgendwie war jeder Mensch „in Wirklichkeit“.

Gott ist der denknotwendige Grund der Welt, die zeitenthoben-ewige Gegenwart meines zeitlich-endlichen Daseins, meine letzte Wirklichkeit und meine höchste Möglichkeit. Gott sieht mich, wie ich „in Wirklichkeit“ bin, er schaut mir ins Herz: Das ist mein Gericht, meine Seligkeit und meine Vollendung.

Dr. Christian Hoppe ist Neuropsychologe und katholischer Theologe am Universitätsklinikum Bonn.

Veröffentlicht im April 2011

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Bildnachweis
Hieronymus Bosch, Der Flug zum Himmel (Ausschnitt); Bildrechte: Public Domain

Zum Artikel "Gibt es wissenschaftliche Indizien für ein Leben nach dem Tod?"

Zur Diskussion um den Film "Hereafter - das Leben danach"

Die beiden Autoren unseres Artikels zum Thema Nahtoderfahrungen sind geteilter Meinung. Günter Ewald sagt: Fortschreitende Aufklärung über das durch Quantenphysik veränderte Weltbild und die weitere Erforschung von Nahtoderlebnissen wird künftig dem Glauben an ein Leben nach dem Tod weiter Auftrieb geben. Christian Hoppe hält dagegen fest: Die Nahtoderfahrung findet vollständig im Leben statt, diesseits der Todesgrenze. Grundsätzlich gilt: Wer immer etwas berichten kann, war niemals tot (auch nicht „klinisch tot“). Trotzdem hält er an der Hoffnung auf das ewige Leben fest. Was meinen Sie? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Sind Nahtoderfahrungen Hinweise auf ewiges Leben?

Kommentare (10)

  • Wolfgang Paumen
    Wolfgang Paumen
    am 22.02.2011
    Mit Interesse habe ich die Beiträge der beiden Autoren gelesen. Mir ist es allerdings trotz mehrfachen Lesens nicht gelungen, die Gegenposition von Herrn Hoppe zu Herrn Ewald zu bestimmen. Während Herr Ewald Gründe benennt, weshalb es Hinweise auf ein Leben nach dem Tod gibt, die möglicherweise einer zukünftigen wissenschaftlichen Fragestellung und Forschung zugänglich sein könnten (Stichwort Quantenphysik) schreibt Herr Hoppe im Wesentlichen über sein theologisches Glaubensverständnis und dessen Bezug auf ein Leben nach dem Tod im christlichen Kontext. Sein Hinweis auf die Ergebnisse der Hirnforschung, wonach die Persönlichkeit eines Individuums auf dessen Hirnströme reduziert wird und deshalb "bei Narkose" oder "im Tiefschlaf" nichts mehr erlebt werde ignoriert schlicht den physischen Verlauf einer echten Nahtoderfahrung (Nullinie der Hirnströmebei gleichzeitiger bewusster Wahrnehmung der Umwelt). Sicher möchte Herr Hoppe dadurch klarstellen, dass Nahtod nicht Tod bedeutet. Das wird aber auch von Herrn Ewald nicht behauptet.
    Ich denke, dass beide Aufsätze jeweils getrennte Themenbereiche abdecken, die jeweils im eigenen Kontext diskutiert werden sollten: den von Herrn Ewald auf naturwissenschaftlicher und den von Herrn Hoppe auf philosophisch-/theologischer Basis.
  • Georg Linke, Dr.
    Georg Linke, Dr.
    am 01.03.2011
    Kommentar zum Leitartikel „Gibt es wissenschaftliche Indizien für ein Leben nach dem Tod?“

    Ich kann mich der Argumentation des Kommentars von Wolfgang Paumen voll anschließen.
    Es ist die Quantenmechanik, die den Menschen das Tor zum epistemologischen Teil unserer Wirklichkeit auf naturwissenschaftlicher Basis aufstößt. Daher ist die Quantenmechanik in ihrer Bedeutung für unser Weltbild nicht zu unterschätzen; nur zu vergleichen mit der seinerzeitigen Entdeckung der „klassischen“ Naturgesetze durch Isaak Newton. Die Quantenmechanik erfordert von uns ein neues Denken, einen Paradigmenwechsel, und das dauert bekanntlich sehr lange, ehe es Algemeingut wird. Materie ist ein Derivat des Geistigen - nicht umgekehrt- in Anlehnung an H.P.Dürr kann man auch sagen: „Materie ist geronnener Geist“. „GOTT schuf Himmel und Erde“ heißt es in der Schrift, und selbstverständlich zusammen mit seinen Naturgesetzen. Daher kann Theologie nur dann ernst genommen werden, wenn sie im Einklang mit der Naturwissenschaft ist. Die Naturwissenschaft darf sich ihrerseits nicht auf das Ontologische beschränken, sondern muss das Ganze erfassen, und das ist erst durch die quantenmechanische Erweiterung möglich. GOTT handelt immer im Rahmen seiner Gesetze und hat es nicht nötig irgendwelche „Wunder“ zu vollbringen. Eine Auferstehung bzw. ein Weiterleben nach dem Tod ist heute naturwissenschaftlich denkbar und tritt auch ein, wenn dies Gottes Wille ist. Wir dürfen darauf hoffen, da wir die Verheißung dazu haben.
    Nach den Vorstellungen der Ur-Religionen, die noch keinen persönlichen Gott kannten, kommt der Mensch – seine Seele - durch Geburt aus der „Anderswelt“ in unsere Realität, und kehrt mit dem Tod wieder zurück ins Geistige, ein völlig natürlicher Vorgang. Diese „primitiven“ Vorstellungen reichen 20000 Jahre zurück, wahrscheinlich sogar 30000 Jahre, wie mir Yakutische Schamanen versicherten. Trauer um den Tod eines Menschen, wie wir sie kennen, ist nicht angebracht. Ich muss zugeben, dass ich tief beeindruckt war, kam mir das Gehörte meinen eigenen Vorstellungen doch sehr entgegen.

    Dr. Georg Linke, Aachen, im März 2011
  • Ingo-Wolf Kittel
    Ingo-Wolf Kittel
    am 03.06.2011
    Die hochabstrakten Ausführungen von Herrn Hoppe geben ein Wirklichkeitsverständnis wider, das mit dem heutiger Physiker erstaunlich gut vereinbar zu sein scheint.

    Dagegen dokumentiert Herr Ewald eine reichlich unpsychologische Vorstellung von "Bewusstsein". Als ob er nicht wüsste, dass "bei Bewusstsein" (also schlicht wach) zu sein, etwas völlig anderes ist als "ein Bewusstsein von etwas" zu haben, also etwas schlicht zu wissen (was heisst, daran denken oder sich daran erinnern zu können)! Soll sich etwa Wachheit oder Wissen oder gar beides "trennen" können - und von was dann?!
  • Martin Haug
    Martin Haug
    am 14.11.2011
    Der Artikel von Herrn Ewald kann mit den sonst wissenschaftlich fundierten und guten Artikeln leider nicht mithalten.
    Er beweist hier eindrücklich sowohl erhebliche Wissenslücken, wie auch Unvertrautheit mit der wissenschaftlichen Methode in den hier relevanten Fächern.
    Selbstverständlich möchte ich aber nicht anzweifeln, dass Herr Ewald ein guter Mathematiker ist. Meine Kritik bezieht sich nicht auf Fähigkeiten, die ein Mathematiker benötigen würde.

    Der erste wichtige Fehler ist, dass Herr Ewald eine einzige Studie zitiert und dies als wissenschaftliche Erkenntnis präsentiert. Tatsächlich würde kein Wissenschaftler eine so geringe Basis für derart haarsträubende Behauptungen tolerieren.Sondern man würde dann schon eine Auswertung einer Vielzahl von Studien (eine so genannte Metastudie) erwarten.

    Weiterhin behauptet er, die Patienten seien 'klinisch Tod' gewesen und hätten eine 'Nulllinie auf dem EEG' aufgewiesen. Tatsächlich wurde in der Studie ein EEG nicht ausgewertet, sondern lediglich ein EKG. [1] Unterschied: EEG misst die Hirnaktivität, EKG die Herzaktivität. Die Hirnfunktionen werden also aller Wahrscheinlichkeit nach nicht stillgestanden haben.

    Wer einmal nach der Studie googlet, wird feststellen, dass sie öffentlich kaum bzw. im Wesentlichen im Esoterik-Bereich rezipiert wurde. Dies passt sehr gut zu Herrn Ewalds Pseudowissenschaftlicher Interpretation der Quantenphysik. Tatsächlich ist es noch zu früh, aus der Quantenphysik fundamentale Naturgesetze ableiten zu wollen, denn dafür ist sie nicht gut genug verstanden.
    Jedenfalls ist für Quantenphysiker selbst ein Atom ein riesiges Gebilde, Neuronen oder das Gehirn liegen dagegen weit außerhalb dessen, auf was sich die Quantenphysik anwenden lässt.

    Ich werfe Herrn Ewald keine Esoterik vor, aber ich habe das Gefühl, dass er von Esoterikern ein wenig aufs Glatteis geführt wurde. :-)

    Weiterhin stimme ich meinen Vorpostern zu, dass Herr Hoppe hier doch etwas abgeschweift ist. Dafür finde ich aber, dass er am Anfang einen kurzen aber guten Überblick über die Unmöglichkeit eines 'Lebens nach dem Tod' gegeben hat.

    [1] http://www.psychophysik.com/html/re051-nahtodesforschung-s2.html
    • Kaindel Wolfgang
      Kaindel Wolfgang
      vor 2 Wochen
      Als Nichtwissenschafler verfüge ich nur über allgemeine Grundkenntnisse dank meiner schulischen Ausbildung. Jedoch habe ich im späteren Leben spezielle Glaubenserfahrungen mit Hilfe von Gebeten und auch durch eindeutig von außen auf mich einwirkende Inspiration gemachen. Eine solche Erfahrung, ausgelöst durch geistige Inspiration aus heiterem Himmel, urplötzlich im Bruchteil einer Sekunde, wo ich hellhörig und dafür gut empfänglich war, betraf Menschen (eine Familie in Bedrängnis), gut 2000 oder mehr Kilometer von mir entfernt lebend, die ich gar nicht gekannt habe und führte bei diesen zu einer gewaltigen Veränderung ihres Lebens. Es gibt dafür Zeugen, also Beweise für die Vorkommnisse! Als gläubiger Christ bei einer bestimmten Kirche haqbe ich mir die Jahre hindurch über vieles nachgedacht, also mir selbst viele Fragen gestellt. Traumerlebnisse verschiedener Art hatte ich natürlich auch, welche mir auch teilweise Hinweise waren, dass sich "Leben" im Geiste, also zentral im Kopf (Gehirn) abspielt, wobei unsere Glieder, Organe, ein verwesliche Körper nur Beigaben sind, um unter den irdischen Lebensbedingungen leben und dabei "lernen bzw. Erfahrungen" sammeln zu können. Kurz gesagt, eine Entwicklung zu haben, welche wir mit freiem Willen zu steuern vermögen. Die Religion spielt dabei wohl eine ganz wesentliche Rolle. Das "geistige Leben" benötigt Energie u. wird nur mittels feiner Strömen, die wohl über Leitungen den Körper durchfließen, möglich gemacht. Andernfalls, gäbe es keine Energie bzw. Ströme in uns, würden wir nicht funktionieren, also nicht leben, nicht denken u. fühlen u. nichts glauben können. Es würde Totsein bedeuten, als würden wir nicht existieren !
      Inspiration, Offenbarung, Glauben, jede Hirntätigkeit, die Gedankenarbeit, ist, wie ich als wissenschaftlich ungebildeter Laie beruht als auf Energie und ihrem Vorhandensein, welche aber bei unserem Tod irgendwohin und irgendwo ihren weiteren Weg oder Aufenthalt (Speicher) gehen bzw. finden wird. Auf Grund der vielen Glaubenszeugnisse, der geschichtlich bzw. dokumentierten Schöpfungsgeschichte, kann somit grundsätzlich angenommen werden, sogar ohne glauben zu müssen, dass die den Lebewesen, speziell uns Menschen gegebene Energie, unsere Denkfähigkeit, samt allem was davon abhängt, besonders auch unsere Gefühle, unser Gewissen, unsere Hoffnungen, von einer lebenspendenden höheren Form des Lebens, einer "Autorität", herrühren müssen, zu welcher wir je nach unserer Eignung, unseren persönl. Begabungen, gemäß unserem Willen und unseren Entscheidungen, Handlungen, in Beziehung stehen. Wir haben mit den 10 Geboten Richtlinien für ein korrektes friedvolles (geistiges) Leben bekommen, welche, sofern wir gewillt sind, sie zu unserem Schutz, unserer Sicherheit und zu einem
      erfolgreichen Vorankommen im irdischen Leben zu gebrauchen, uns ein geistiges Weiterleben nach dem Tod bis hin zu der denkbar möglichen Wiedererweckung (Auferstehung / kann Energie nicht dazu verhelfen, einen phyischen Körper zu bekommen ???) zu gewährleisten. Ein ewiges Leben ohne Tod wäre, so wie wir derzeit geartet u. geistig unvollkommen geartet denken, handeln u. leben (wir sind im Begriff, die uns überantwortete Erde mit allen Lebensgrundlagen darauf zu zerstören - bis hin zu unserer eigenen Auslöschung) zur Zeit nicht möglich. Die Menscheit nimmt an Zahl weiterhin zu, die Ressourcen werden weniger oder schlecht genutzt), die Lebensbedingungen, das Klima, vieles verändert sich zu unserem Nqchteil, Geldmenge, Gier, Hass, Feindseligkeiten nehmen überhand, somit ist ein Umbruch auf der Erde im Gange, bis hin zu unserem Sterben. Dass es nachher ein Weiterleben und ein zwischenzeitiges Existieren in geistiger Form (sie auch als Indiz das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen in der Bibel) gibt (in einer Welt der Geister - wie glf. die Bibel erzählt), dies zu glauben ist berechtigt und kann angenommen werden, besonders, wenn man seine eigenen Erfahrungen gemacht hat. Ebenso kann eine gegnerische Macht (des Widersachers) angenommen werden, die keinen irdischen Körper angenommen hat, aber als Geist mit viel Wissen uns sehr leicht in Versuchung zu bringen vermag. Dies nur in bescheidener Form ausgedrückte Meinung u. Überzeugung, dass es eigentlich gar keine Tod geben kann, wo man sich seiner (seines Geistes) Existenz nicht mehr bewusst sein könnte. Es gibt verschiedene Arten von Träumen, auch Erscheinungen im Traum, aber durchaus auch möglich im Wachzustand. Und sofern wir glauben (wollen) sollten wir nicht zweifeln, sondern unsere Fragen an die geeignete Stelle richten. Die vielen Hinweise finden sich leicht in jeder Bibel. Vor Okkultismus sollte jedoch gewarnt werden. Jeder kann sich somit suchen, was er möchte. Siehe auch Jakobus 1, 1...........
  • Richard Kinseher
    Richard Kinseher
    am 15.11.2011
    Unter den Titeln
    Tatort Gehirn: Pfusch in der Wissenschaft (Deutsch) bzw. Near-Death Experiences completely explained (Englisch) - beide Buchinhalte können kostenlos bei Amazon teilweise gelesen werden - habe ich ein neues und vollständiges Erklärungsmodell für das Phänomen der NTEs vorgestellt:
    1) ein Schlüsselreiz startet NTE
    2) das persönliche Gedächtnis wird in zeitlicher Abfolge durchsucht - wobei Inhalte bewusst erlebt/erinnert werden, weil sich die Aufmerksamkeitsschwelle ändert.
    3) manchmal wird eine virtuelle Simulation der als aktuell empfundenen Situation erstellt (= Außerkörperliche Erfahrung).

    Dies zeigt, NTEs haben nicht das geringste mit einem Sterbeprozess zu tun und geben daher auch keine Auskunft über ein Erleben nach dem Tod.

    Der Gedanke ´ich bin tot´ ist ein paradoxes, da falsches Erlebnis für einen lebenden Menschen - dies ist der Schlüsselreiz für den Start von NTEs.
    Alle unsere Erlebnisse finden in zeitlicher Gegenwart statt, so werden sie auch abgespeichert und wieder erinnert. Deshalb werden Inhalte (Menschen, Tiere, Erlebnisse) lebensecht erinnert - auch solche Personen, welche schon verstorben sind.
  • Christian Lange
    Christian Lange
    am 25.12.2013
    Wo liegt der Unterschied zwischen Religion und Glauben? Hinweise auf ein Leben nach dem Tod wie z.B. die genau Angabe wo das Gebiss liegt während KEINE Gehirnaktivität vorliegt kann man man nicht einfach wegargumentieren mit Beispielen wie Narkose. Wenn man davon Ausgeht das sich erst die Seele und Körper trennen müssen für eine solche Erfahrung, ergibt das keinen Sinn solange beide verbunden sind. Wer schon einmal bewusstlos war, weiß das man in dem Zustand logischer Weise keine Informationen Aufnehmen kann, geschweige denn mit den Sinnen wahrnehmen kann. Als sollte man auch das Argument des nicht völligen Hirntodes überdenken. Es gibt auch weitere Studien zu dem Thema Bewusstsein außerhalb des Körpers. In einer dieser Studien wurden zwei Personen räumlich getrennt, durch Betonwände und die erste Person , der "Sender", sollte sich aus 4 Bildern eines heraussuchen. Die Stochastik sagt runde 25% der möglichen Treffer voraus, in der Praxis waren es jedoch Ergebnisse um 75%. In einer weiteren Studie sollte ein Medium Fragen zu einem ihm unbekannten Verstorbenen beantworten, wobei ein Angehöriger als "Empfänger" und ein Aufpasser anwesend waren. In der Schlussfolgerung heißt das : Unsere Gedanken und Erinnerungen, das was unser Bewusstsein ausmacht, bleibt erhalten.
    So sehe ich die Sache.
  • Christian Hoppe
    Christian Hoppe
    am 25.02.2014
    Es wäre sicher eine Doppelpublikation in SCIENCE und NATURE, wenn der Nachweis parapsychologischer Phänomene - deren Existenz von Prof. Ewald und Dr. van Lommel behauptet und vorausgesetzt wird - wissenschaftlich belegt und akzeptiert wäre.

    Aktueller Stand der Forschung ist:
    (1) Es gibt kein experimentelles Paradigma, in welchem Paraphänomene zuverlässig auftreten und erforscht werden könnten (z.B. Telepathie, ASW, Psychokinese).

    (2) Es gibt keine Person, die die von ihr behaupteten (und meist in ein lukratives Geschäftsmodell übersetzten) Parafähigkeiten nachweislich und wissenschaftlich belegbar besitzt (z.B. Wünschelrutengänger, geistiges Heilen, Hellseherei usw.; siehe auch Preisgeld der James-Randi-Stiftung).

    (3) Anekdotische Berichte über Paraphänomene wurden bisher nie in der wissenschaftlich zu fordernden Art und Weise dokumentiert, z.B. nichtsuggestive Befragungstechnik und Videodokumentation des Inteviews.

    Punkt (3) gilt auch für das Beispiel "Gebiss", das Dr. van Lommel berichtet. Ich bin mir zwar sicher, dass hier eine natürliche Erklärung für das Wissen des Patienten um den Verbleib seines Gebisses gefunden werden kann, die mit der Leitidee der modernen Hirnforschung - "kein Geist ohne Gehirn" - völlig vereinbar ist. Aber an dieser Stelle muss einfach nur festgestellt werden, dass die Befragung des betroffenen Patienten nicht auf eine wissenschaftliche Weise erfolgte und dokumentiert wurde und daher von keinem Wissenschaftler erwartet werden darf, dass er diese Berichte besonders ernst nimmt - und daraufhin seine gut bewährte Leitidee über den Haufen wirft.

    Für den Pam Reynolds-Fall gilt Analoges. Die erst Stunden später durchgeführte hypothermische Anästhesie - die mit Erleben in der Tat unvereinbar wäre - hat mit den berichteten Erlebnissen absolut nichts zu tun; denn diese fanden eindeutig während einer offensichtlich nicht hinreichend tiefen Standardnarkose statt, in völliger Übereinstimmung mit der Leitidee der modernen Hirnforschung.

    Ich hätte diese Punkte vielleicht in meinem Artikel ausführen sollen; allerdings wollte ich den zur Verfügung stehenden geringen Platz lieber nutzen, einige Ansätze für eine positive Rezeption heutiger Hirnforschung durch Glaube und Theologie zu skizzieren, als lang und breit über Esoterik und Parapsychologie zu diskutieren (was in den 1980er Jahren im Wesentlichen abschließend erfolgt ist).

    Ich erlaube mir abschließend den Hinweis, dass weder Günter Ewald noch Pim van Lommel im Bereich der Neurowissenschaften, der Psychologie oder der Philosophie jemals wissenschaftlich publiziert haben und sie daher in den hier relevanten Fragen nicht als wissenschaftliche Fachleute gelten können. Seine persönliche Meinung darf natürlich jeder immer gern zum Besten geben; das ist ja heute üblich.
    Seien Sie alle versichert: Sie werden die wissenschaftlich belastbare Entdeckung von Paraphänomenen ganz sicher nicht verpassen - dagegen wäre die Entschlüsselung des menschlichen Genoms ein Klacks. Natürlich würden wir in diesem Fall über buchstäblich alles neu nachdenken müssen. Die Falsifikation ist bisher jedoch nicht eingetreten und die Nahtoderlebnisse und außerkörperliche Erlebnisse bieten vielmehr eindrucksvolle Belege für die heute akzeptierte These.
  • Richard Kinseher
    Richard Kinseher
    am 13.06.2015
    Außerkörperliche Erfahrungen bei völlig gesunden Menschen werden mittlerweile komplett im Versuchslabor ausgelöst. Dies zeigt, dass sie gedanklich erzeugt werden. Ortszellen (dafür gab es 2014 den Nobelpreis) zeigen an, dass man sich dabei tatsächlich an eine bestimmte Stelle im Raum denkt.
    DOI: 10.1016/j.cub.2015.03.059 Posterior cingulate cortex integrates the senses of self-location and body ownership
    www.sciencedaily.com/releases/2015/04/150430124107.htm
    Brain scan reveals out-of-body illusion
    Die ´Außerkörperlichkeit´ wurde beim Experiment innerhalb weniger Sekunden erzeugt. Und die Versuchsergebnisse sind reproduzierbar!
  • Weynerowski
    Weynerowski
    vor 5 Tagen
    Bin christlich geprägte säkulare Buddhistin, las gerade im daily-dharma von tricycle.org über eine Konferenz buddhistischer Hospiz-Betreuung am Ende des Lebens. Es wird beklagt, daß die wissenschaftlich orientierte materialistische Medizin den Kampf gegen den Tod zu lange führt, und nicht rechtzeitig akzeptiert, das das Ende naht, und daß nun ganz anderes wichtig ist: Die letzte Gelegenheit zum liebevollen Austausch, zum Vergeben und sich Aussöhnen, um in innerem Frieden sterben zu können.
    Diese "ars moriendi, die die Griechen und Römer kannten, müssen wir wieder erlernen.
    Wenn man als Christ an ein Jenseits glaubt oder als Buddhist an eine Reinkarnation, fällt das natürlich viel leichter, aber auch Ungläubigen kann religiöse Spiritualität dabei helfen, das kostbare Geschenk des LEBENS mit Dankbarkeit zurückzugeben, wenn es denn unbedingt sein muß (ich erkrankte an Lymphdrüsenkrebs, mit 62, die Überlebenschancen waren gering, er war weit fortgeschritten, ich mußte mich also auf das Ende vorbereiten, um die Angst ganz zu verlieren...Machte dann hochdosierter Chemo und Bestrahlung durch, hatte großes Glück...) Buddhistische "Techniken", z.Bsp. Visualisierung von Licht, und auch die tägliche Meditation halfen mir sehr dabei, alles durchzustehen, auch die Hirnblutung vor 3 Jahren, und ebenso mein tiefes Vertrauen in die wunderbare SCHÖPFUNG, und meine Dankbarkeit, sie noch immer erleben zu dürfen, mit 71....

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