Theologie und Naturwissenschaften – sind das nicht Gegensätze?

Um es gleich zu Beginn zu sagen: Die verbreitete Auffassung, Theologie und Naturwissenschaften seien zueinander gegensätzlich wie Feuer und Wasser, ist ein Mythos. Die historische Entwicklung und Auseinandersetzung der beiden Disziplinen, auch im Falle Galileis und Darwins,  ist wesentlich vielschichtiger und daher auch spannender als diese Auffassung nahelegt.

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Newtons Truhe: Gott, die Gravitation und das Gefüge der Welt

Leitartikel von Suzann-Viola Renninger

An dem Tag, an dem ich als Teenager das Gravitationsgesetz von Isaac Newton kennenlernte, begann ich an der Vernünftigkeit der Wissenschaft zu zweifeln. Schien doch die Gravitationskraft in den Religions-, nicht jedoch den Physikunterricht zu gehören. Tatsächlich hatte der Glauben an den einen und allmächtigen Gott Newton zur Idee dieser Kraft und zu der Gewissheit geführt, dass die Welt von wenigen, universellen Grundgesetzen bestimmt wird. Der Erfolg dieser Gesetze, die er 1687 in der «Philosophiae Naturalis Principia Mathematica» vorstellte, spornte seine Nachfolger an, auch in den anderen Gebieten der damaligen Natur- und auch Moralphilosophie nach allgemeinen Prinzipien zu suchen. Eine Fokussierung, die neben Erfolgen auch Nachteile mit sich brachte, da sie die Entwicklung eigenständiger und nicht an der Newtonschen Physik orientierter Erklärungsstrategien bis heute behindert. Ich meine daher, es sei lohnenswert darüber nachzudenken, inwieweit der Glaube an Gott, von dem die Wissenschaften seit der Aufklärung sich vermeintlich befreit haben, weiterhin in der Suche nach Einheit und Ordnung wirkt und die Entwicklung der modernen Wissenschaften auf zu einseitigen Bahnen hält.

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Der aktuelle Kommentar aus unseren Diskussionen

Gott in der Natur und Welt erfahren?

Was sind Ihre Erfahrungen?

Richard Kirchberger
vor 5 Tagen
Hallo,
Die wohl ursprünglichste aller Religionen "Phanteismus" erscheint mir am ehrlichsten,schließlich ist der Glaube an die Natur erlebbar!
Die Natur lässt sich erleben,messen und erforschen!
Die vermenschlichten Religionen,sollten sich bewusst sein,Natur ist der einzig wahre Gott!
Sie ist und wirkt überall,ihre Prinzipien funktionieren,nur Sklaven DIENEN IHREN HERRN! (Kirchen)
Ich habe es leider sehr spät gemerkt!

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Auszug aus der Presseschau

Erstellt von fv | | Aufklärung

Eiine gute Losung für schwierige Zeiten!

Ein Artikel in der FAZ, der die Mitte wahrt zwischen Teilnahmelosigkeit und Panik in der Diskussion um die Veränderung des Klimas. - fv

Bevorstehende Veranstaltungen

04.12.2019 18:30

Der Mond: die nächsten 50 Jahre

PD Dr. André Galli und Dr. Andreas Losch
Raum A 201 UniS Gebäude Schanzeneckstr. 1 CH-3012 Bern
10.12.2019 17:30 - 10.12.2019 19:30

Vertrauen in künstliche Intelligenz?

Hochschule für Technik (HfT)

Planetare Nachhaltigkeit

Können wir in unserer Weltraumumgebung verhindern, was wir auf unserem Planeten schon angerichtet haben?

Wer soll in den Weltraum reisen dürfen, geht es dabei nur ums Geld? Es gibt immer mehr Satelliten, wohin mit ihrem Schrott? Sollten wir auf dem Mond ein Teleskop auf seiner erdabgewandten Seite bauen? Wer darf behalten, was beim Weltraumbergbau gewonnen wird? Diese Fragen sollen in einer umfassenden „planetaren Nachhaltigkeit“ mit der Nachhaltigkeitsdiskussion auf der Erde verbunden werden.

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Neuerscheinung

Die Vermessung der Welt und die Frage nach Gott

Die Naturwissenschaften gewinnen immer mehr und immer detailliertere Erkenntnisse über die Welt. Doch die Frage nach Gott entzieht sich wie andere existentielle Fragen unseres Lebens den Methoden einer exakten naturwissenschaftlichen Vermessung. Dabei ist das Verhältnis von Wissenschaft und Religion nicht nur kontrovers, sondern auch sehr vielschichtig, oft überraschend. Wer weiß heute noch, dass schon im Mittelalter bekannt war, dass die Erde eine Kugel ist? Oder dass es auch eine wissenschaftliche Erklärung für Nahtoderfahrungen gibt? Welche neuen Herausforderungen entstehen durch neue Techniken wie das Genom Editing? Die Beiträge des Bandes greifen Geschichte und Gegenwart des Dialogs zwischen Theologie und Naturwissenschaften auf. Es geht darum, beides zu tun: die Welt so exakt wie möglich zu verstehen und zugleich eine Ahnung zu behalten für die Fragen, die jenseits dessen unbeantwortet sind. Der Aufsatzband nimmt Leserinnen und Leser mit hinein in den breit gefächerten Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften.

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