Unsere Diskussionsforen

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag

Auf unserer Website „theologie-naturwissenschaften.de“ werden pro Jahr vier bis sechs Leitartikel von prominenten Autoren aus dem Themenfeld Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften veröffentlicht. Wir laden Sie ein, zu diesen Leitartikeln ins Gespräch zu kommen.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht mit je einer prägnanten These pro Leitartikel. Der weiterführende Link führt Sie dann direkt zum Leitartikel. Dort können Sie gleich unter dem Artikel einen Diskussionsbeitrag schreiben und ins Gespräch kommen.

Zum Artikel "Gibt es wissenschaftliche Indizien für ein Leben nach dem Tod?"

Zur Diskussion um den Film "Hereafter - das Leben danach"

Aktueller Kommentar in der Diskussion zum Artikel:

Andreas Herejk
10.03.2020 16:29:03
Aus der Argumentation von Herrn Hoppe muss ich schließen, dass er zu diesem Thema keinen wirklichen Forschergeist hat. Ja, die Studien etwa von Pim van Lommel bringen keine ausreichenden Beweise, aber sie und viele glaubhafte Anekdoten sollten Anlass genug sein, um nach Validierungen für das "nicht-lokale Bewusstsein" zu suchen.
Immer wieder berichten beispielsweise Mediziner, ihre Patienten hätten nach der Bewusstlosigkeit Details von örtlichen Ereignissen gewusst, die sie (die Patienten) nicht einmal im wachen Zustand wahrnehmen konnten. Solange diese Phänomene wissenschaftlich nicht untersucht sind, ist die Verneinung der körperlosen Existenz ein unvernünftige, voreilige Schlussfolgerung.

Zum Artikel "Und Gott schuf Darwins Welt" von Hansjörg Hemminger

Bereichert die Evolutionstheorie den Glauben?

Aktueller Kommentar in der Diskussion zum Artikel:

Marc Gerlach
02.05.2015 17:20:31
Wir diskutieren auch gerade über das Thema: https://theolounge.wordpress.com/2015/05/01/eine-frage-an-die-evolutionstheorie/

Zum Galilei-Artikel von Pierre Leich: Auf der Suche nach der Wahrheit?

Sucht die Wissenschaft herauszufinden, wie die Welt wirklich beschaffen ist oder will sie nur Hypothesen aufstellen?

Aktueller Kommentar in der Diskussion zum Artikel:

Pierre Leich
02.11.2010 10:15:30
Kommentar zum Beitrag von Hermann Aichele

Das FR-Interview mit Hubert Wolf liegt völlig richtig: Im Dekret vom 5. März 1616 wurde Galilei nicht einmal genannt. Das Werk des Copernicus wurde zwar suspendiert, bis es verbessert würde, die Zielrichtung wandte sich aber gegen das Buch des Karmeliterpaters Paulus Antonius Foscarini, das ganz verboten und verdammt wurde.

Der Punkt war wohl, dass Foscarini behauptete, die Lehre der Beweglichkeit der Erde wäre in Übereinstimmung mit der Wahrheit und widerspreche nicht der heiligen Schrift. Dies impliziert eine (Selbst)Auslegung der Bibel und genau dieses Interpretationsmonopol hatte die katholische Kirche für sich reserviert. Der Konflikt rührt ursächlich also nicht daher, dass der Heliozentrismus der christlichen Theologie widersprechen würde (inwiefern auch?), sondern dass sich nicht Befugte an eine Auslegung der heiligen Schriften machen und damit in den theologischen Herrschaftsbereich eindrangen.

An dieser Stelle liegt auch die Bedeutung der Auseinandersetzung mit Lutheranern und Calvinisten und mit Kardinal Borgia gab es schließlich auch eine innervatikanische Opposition. Allen galt es zu demonstrieren, wer der beste Hüter des rechten Glaubens ist.

Im Zusammenhang der Bewertung von Foscarinis 33-seitiger Schrift entstand auch die Erklärung von Kardinal Bellarmin vom 12. April 1615, die man als offizielle Stellungnahme des Vatikans werten kann und die auch Galilei namentlich erwähnt. Der sachliche Kern lautet: „Gäbe es wahre Beweise dafür, dass die Sonne im Mittelpunkt und die Erde im dritten Himmel steht und dass die Erde um die Sonne und nicht die Sonne um die Erde kreist, dann müsste man sich mit viel Bedachtsamkeit um die Auslegung der Schriftstellen kümmern, die dem zu widersprechen scheinen und es wäre dann besser zu sagen, dass wir das Bewiesene nicht verstehen, als zu sagen, es sei falsch. Aber ich glaube nicht an einen solchen Beweis, bevor man ihn mir gezeigt hat.“ Bis zum Vorliegen eines Beweises bestand der Vatikan folglich auf der hypothetischen Darstellung des Heliozentrismus.

Man kann aus moderner Sicht vielleicht einwenden, dass dieses Thema die Kirche nichts anzugehen habe, aber man kommt schwerlich umhin, die Bewertung selbst als wissenschaftlich vernünftig zu bezeichnen.

Kurz noch zur Navigation:
Man muss sich klar machen, dass der Copernicanische wie auch der Galileische Heliozentrismus noch im Rahmen des astronomischen Forschungsprogramms der Antike standen (und in vielerlei Hinsicht auch in Übereinstimmung mit der Aristotelischen Naturphilosophie war). Das heiß es gab zwei Grundsätze stets zu wahren: die Kreisförmigkeit und die Gleichförmigkeit. Wo es klemmte, wurden Exzenter, Epizykel und Ausgleichspunkt eingeführt. Bevor Kepler mit diesen Grundsätzen brach, waren heliozentrische Tafeln mal besser, mal schlechter und es gab für Seefahrer keinen Grund die Prutenischen Tafeln von Erasmus Reinhold zu bevorzugen.
Bei der Gregorianischen Kalenderreform wurde 1582 allerdings der Wert für das tropische Jahr Copernicus entnommen. Dies bedeutet natürlich keine kirchliche Zustimmung zu seinem Weltbild, belegt aber das unverkrampfte Verhältnis bis zu Galileis Auftreten.