Unsere Diskussionsforen

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag

Auf unserer Website „theologie-naturwissenschaften.de“ werden pro Jahr vier bis sechs Leitartikel von prominenten Autoren aus dem Themenfeld Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften veröffentlicht. Wir laden Sie ein, zu diesen Leitartikeln ins Gespräch zu kommen.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht mit je einer prägnanten These pro Leitartikel. Der weiterführende Link führt Sie dann direkt zum Leitartikel. Dort können Sie gleich unter dem Artikel einen Diskussionsbeitrag schreiben und ins Gespräch kommen.

Die Frage der Anthropodizee

Warum soll Leben weitergegeben werden, wenn doch jedes Leben ohnehin nur leidet und letztlich sinnfrei wieder stirbt?

Aktueller Kommentar in der Diskussion zum Artikel:

Klaus Stampfer
10.07.2018 19:26:00
Gesellschaftliche Prozesse sind sehr verzahnt und beeinflussen sich gegenseitig. Somit ist es schwierig die Geburtenrate auf die Religiosität der Einwohner zu reduzieren. Kann es nicht sein, dass die Rolle der Frau, das Verhältnis zur Sexualität, die Einkommens- und Wohnsituation, staatliche Familienförderprogramme und die gesellschaftliche Wertschätzung von Kindern und Eltern, um nur einige zu nennen, entscheidende Faktoren für die Geburtenrate sind? Bestimmt korrelieren diese Faktoren mehr weniger stark mit der Religiosität der Menschen. Aber folgt daraus, dass es mehr Geburten geben würde, wenn die Leute nur gläubiger werden würden und die anderen Faktoren gleich bleiben? Ich bezweifle es. Wie stark nicht religiöse Faktoren die Geburtenrate beeinflussen zeigt die Entwicklung in China, von den politisch gewollten hohen Geburtenraten in den 1960er Jahren bis zur Ein-Kind-Politik in den Jahrzehnten danach.

Ihre eigenen Überlegungen zum „Evokids“ Projekt

Heinz Herrmann Peitz berichtet, wie die nationale Akademie der Wissenschaften, Leopoldina, 2017 wie auch schon im Vorjahr die „Evokids“-Initiative fördert, eine Vorverlagerung des Evolutionsunterrichts bis in den Grundschulbereich hinein. Für den Religionsunterricht ergeben sich damit neue Herausforderungen aber auch die Gelegenheit, mit SchülerInnen früh- und rechtzeitig ein „Sowohl-als-auch“ von Schöpfung und Evolution zu erarbeiten und einem „Einbruch“ des Gottesglaubens durch die Konfrontation mit den Naturwissenschaften vorzubeugen. Was ist ihre Position hierzu?

Was macht das Leben aus?

Was ist für Sie das Besondere am Leben?

Aktueller Kommentar in der Diskussion zum Artikel:

Bernd Waibel
15.03.2018 12:39:00
Darwin hat nach grundlegenden Gesetzen des Lebens geforscht – das ist der richtige Weg. Er fand heraus, dass es in der Natur nie so etwas geben kann wie künstliche Wahlzucht – weil es nicht dauerhaft funktioniert. Er schrieb, dass „seine Theorie vernichtet“ wäre, wenn nur ein entsprechendes Beispiel gefunden würde (Entstehung der Arten, Deutsch, Koch, 1876 Seite 231). Was der Mensch mit den Nutzorganismen anstellt, nannte er „eine merkwürdige Eigentümlichkeit“ (w.o., S 49). Mit dem Neolithikum begann also eine Perversion (Verdrehung des Natürlichen) und eine evolutionäre Sackgasse. Anderes Beispiel: Wer hat schonmal in Natur ein Wirbeltier entdeckt, das nicht frei im Sinne des Wortes war? Der Begriff Freiheit stammt vom germanischen fri-halsa, was bedeutete, dass „einem der Hals selbst gehört“. Das trifft auf alle Tiere in der Natur zu, also wieder grundlegende Regelmäßigkeiten. (s. Die verdrängten Gesetze der belebten Natur, ZEIS Verlag). Und was tut Mensch (Massentierhaltung)?

Gott in der Natur und Welt erfahren?

Was sind Ihre Erfahrungen?

Aktueller Kommentar in der Diskussion zum Artikel:

Martin Weidner
02.01.2018 17:18:00
Ich danke für diesen Leitartikel und möchte einige Punkte herausstreichen:
„religiöse Erfahrung (…) ist individuell einmalig, unaustauschbar“
Aus dem Blick von Naturwissenschaftlern mag das als Mangel an Objektivität und Überprüfbarkeit angesehen werden. Allerdings geht es hier um den Kern des Menschseins, dass jeder Mensch etwas Einmaliges ist. Nimmt man das weg, bleibt vom Menschsein nicht viel übrig, dann wären wir nur austauschbare Rädchen im Getriebe. Die objektiven Tatsachen sind also die Unwichtigen, wenn es um die Kernfragen des menschlichen Lebens geht. Wir leben zwar in einer hochtechnisierten Welt, aber wenn es ernst wird, zB wenn eine Beziehung in die Krise gerät, dann werden alle Apps auf dem Mobile völlig belanglos. Ich will hier aber nicht gleichermaßen den Fehler begehen, die Welt der Naturwissenschaften abzuwerten, denn bei einer ernsten Krankheit bin ich froh, wenn Ärzte über eine gute Technik und umfangreiches Wissen verfügen.
Aber ich widerspreche vehement dem „Hauptsache gesund!“, was doch heißt: „Hauptsache, in der objektiven Welt ist alles im Griff“ und stelle dem entgegen: Lieber krank und in vertrauten Beziehungen geborgen als gesund aber ohne Sinn und Hoffnung.
Dem korrespondiert, dass man sich selbst nicht heraushalten kann, wenn man von Gott spricht. Über Dinge, die für mein Leben nichtssagend sind und mich nicht berühren, kann man leicht objektiv reden. QM und SRT ist nichts, was mich existentiell betrifft. Wenn es bei Gott ebenso wäre, wäre er belanglos. Bei Jesus gehen aber Proklamation der Gottesherrschaft (bzw. deren Nähe: schon das ist nicht objektiver Abstand, sondern ein auf die Pelle rücken) und der Aufruf zur Metanoia zusammen.
Herr Link nennt Schönheit und Sehnsucht als die beiden Bereiche der Erfahrung Gottes. Das erste ist nicht ohne das zweite zu haben, was bei den Lilien der Bergpredigt deutlich wird, bei denen der Kontext der Sorge im Artikel ja ausdrücklich erwähnt wird.
Tendenziell ist da, wo heute von der Erfahrung Gottes geredet wird, in früheren Generationen von der Anfechtung die Rede gewesen. Von Genesis 1, das auf dem Hintergrund eines vom Krieg verwüsteten Landes spricht bis zu Hiob sind die Schöpfungs-Aussagen der Bibel weitgehend im Kontext der Anfechtung. Dazu gehören auch Deuterojesaja und Römer 8, wo Gottesaussagen im Modus der Hoffnung verortet werden.
Es geht also nicht um Aussagen über die Welt als solche, sondern um das Hineingestellt werden in einen Spannungsbogen, der nur in der Kreuzesnachfolge auszuhalten ist. Alles andere ist ein Reden von Gott, das Gott zur Torheit gemacht hat.
In all dem stimme ich dem Leitartikel zu, auch wenn ich bestimmte Akzente setze.
Eine kleine Frage habe ich zu einer Bemerkung über Gleichnisse:
„Man nehme das Gleichnis von der selbstwachsenden Saat (Mk 4,26-19) oder der bittenden Witwe (Lk. 18,1-8): So, wie dort beschrieben, verhalten sich Menschen in der Regel eben nicht.“
Zum ersten Gleichnis: Konnte ein Bauer zur Zeit Jesu zwischen Aussaat und Ernte viel an den Pflanzen tun? Ist es nicht umgekehrt so, dass Menschen normalerweise angesichts der harten Arbeit des Bauern übersehen, dass das jährliche Wunder der Brotvermehrung auf dem Feld übersehen wird und Jesus diese Entfremdung aufhebt und so den Blick freigibt für das sich-Beschenken-lassen?
Zur bittenden Witwe: Dies Gleichnis nimmt die Ur-Erfahrung des Betens auf, dass Gott nicht hört, er wie ein hartherziger Richter ist. Das ist sicher eine Kontrastgeschichte nach dem Schema: Wenn schon…, desto… Ist hier die Entfremdung nicht anders gelagert: In dem Witz, dass Gott der ungerechte Richter ist und eine ohnmächtige Witwe den mächtigen Richter bezwingt? Gleichnisse arbeiten mit Entfremdung, nur in sehr unterschiedlicher Weise.

Was ist im Verhältnis von Islam und Wissenschaft geschehen?

Wie sehen Sie die geschichtlichen Entwicklungen?

Wurde die Urknalltheorie aus Glauben geboren?

Was ist Ihr Eindruck nach Lektüre des differenzierten Artikels?

Genomediting am Menschen

Was erwarten, erhoffen und befürchten Sie von den neuen Möglichkeiten?