Theologie und Naturwissenschaften – sind das nicht Gegensätze?

Einführung von Andreas Losch

Um es gleich zu Beginn zu sagen: Die verbreitete Auffassung, Theologie und Naturwissenschaften seien zueinander gegensätzlich wie Feuer und Wasser, ist ein Mythos. Die historische Entwicklung und Auseinandersetzung der beiden Disziplinen, auch im Falle Galileis und Darwins,  ist wesentlich vielschichtiger und daher auch spannender als diese Auffassung nahelegt.

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Willensfreiheit als neurobiologisches, philosophisches und theologisches Problem

Leitartikel von Birgitta Annette Weinhardt

Über die Frage der Willensfreiheit debattiert die Philosophie seit ihren Anfängen. Aber noch heute gibt es keine paradigmatische Antwort, so dass noch immer hitzig über dieses Problem diskutiert wird. Im 20. Jahrhundert verschärften neurobiologische Erkenntnisse den Streit (sehr medienwirksam etwa im Manifest der Hirnforschung, 2004). In der Naturwissenschaft wird das Thema Willensfreiheit unter der Fragestellung bearbeitet, wie sich Geist und Gehirn, Mentales und Materielles im Prozess der Entscheidungsfindung zueinander verhalten. Ist die bewusste Entscheidung von unbewusssten Gehirnvorgängen determiniert oder nicht?

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Geist und Materie – ein altes philosophisches Problem, ganz aktuell

Editorial von Frank Vogelsang

Eines der ältesten philosophischen Rätsel ist das des Verhältnisses zwischen Geist und Materie, bzw. Bewusstsein und Materie. Materie an und für sich lässt sich leicht vorstellen. Der große Stein, der vor den eigenen Füssen liegt, ist Materie, ohne Zweifel. Seine Existenz ist unbezweifelbar und wer zweifelt, mag gegen den Stein treten, der Stein wird dann seine ihm eigene Existenzform sehr deutlich machen. Doch wie steht es mit dem Geist? Wir sind denkende Wesen, das ist wahr. Aber was heißt das für die Bestimmung des Geistes? Sind Menschen denkende Wesen und andere Exemplare der Tierwelt sind es nicht? Haben nur Menschen Geist? Was genau ist der Geist, auf den wir uns immer wieder beziehen?

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Evolutionsbiologie auch schon für Grundschüler?

Bisweilen ist der Vorschlag zu hören, die Evolutionslehre sollte bereits in der Grundschule unterrichtet werden. Dafür sprechen sich auch einige Religionskritiker aus, die die Evolutionsbiologie als Gegensatz zum christlichen Glauben verstehen. Doch nach Ansicht des Ethikexperten Alexander Maßmann könnte es auch aus christlicher Sicht sinnvoll sein, schon den jüngeren Kindern Darwins Theorie nahezubringen.

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Neues Buch zu dieser Webseite

Gottes Schöpfung und menschliche Technik

Am 4. November ist bereits der dritte Band unserer erfolgreichen Reihe zu dieser Webseite erschienen, diesmal bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft. Das Buch bringt Gedanken zur göttlichen Schöpfung und zu menschlichen Handlungsmöglichkeiten miteinander ins Gespräch. Dabei zeigen sich mehr Facetten, als es der Mythos vom Dauerkonflikt zwischen Naturwissenschaft und Theologie nahelegt. Zu den 17 namhaften Autoren gehören der Religionswissenschaftler Dr. Michael Blume, der Astrophysiker Prof. Dr. Dr. Heino Falcke und der Technikjournalist Thomas Ramge.

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Hansjörg Hemminger und Andreas Beyer, Was kann Naturwissenschaft und was nicht?

Die Grundlagen naturwissenschaftlicher Erkenntnis in der Diskussion

Am 12. Februar 1809 wurde Charles Darwin geboren. Im gleichen Jahr publizierte Jean-Baptiste de Lamarck die erste echte Evolutionstheorie, in der er die Vererbung erworbener Eigenschaften postulierte (Lamarckismus). 1859 erschien das Hauptwerk Charles Darwins „On the Origin of Species…“, in dem ihm die Zusammenfassung aller damals ersichtlichen Argumente für die Abstammungslehre gelang, mithin also auch für ein langes Erdalter, eine lange Naturgeschichte der Lebenswelt, für die Verwandtschaft aller Lebewesen und ihren gemeinsamen Ursprung. Darwins kausale Erklärung der Evolution, die Theorie der natürlichen Zuchtwahl (Selektionstheorie), erläuterte die Entstehung von Zweckmäßigkeit in der Natur durch Naturprozesse. Heute beschreibt die kausale Evolutionstheorie das komplizierte Wechselspiel von Genetik, Ontogenese (individuelle Entwicklung) und Ökologie in immer besserer Auflösung. Ihr Theoriegefüge ist eingebettet in die Standardtheorien der Kosmologie, in die Geologie, in die Biochemie, in biochemische Hypothesen zum Übergang von unbelebter Materie zum Leben usw. Eine indirekte Konsequenz der modernen Evolutionstheorie ist, dass sie sich immer weiter von der Alltagserfahrung und dem Vorstellungsvermögen des Laien entfernt.

>>Lesen Sie den ganzen Text, in der ausführlichen Fassung nur auf dieser Webseite.

Der aktuelle Kommentar aus unseren Diskussionen

ZUM ARTIKEL "GIBT ES WISSENSCHAFTLICHE INDIZIEN FÜR EIN LEBEN NACH DEM TOD?"

Zur Diskussion um den Film "Hereafter - das Leben danach"

Die beiden Autoren unseres Artikels zum Thema Nahtoderfahrungen sind geteilter Meinung. Günter Ewald sagt: Fortschreitende Aufklärung über das durch Quantenphysik veränderte Weltbild und die weitere Erforschung von Nahtoderlebnissen wird künftig dem Glauben an ein Leben nach dem Tod weiter Auftrieb geben. Christian Hoppe hält dagegen fest: Die Nahtoderfahrung findet vollständig im Leben statt, diesseits der Todesgrenze. Grundsätzlich gilt: Wer immer etwas berichten kann, war niemals tot (auch nicht „klinisch tot“). Trotzdem hält er an der Hoffnung auf das ewige Leben fest. Was meinen Sie? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Sind Nahtoderfahrungen Hinweise auf ewiges Leben?

Majajanosch
vor 3 Tagen

Ein immer wieder aufkommender Wunsch seit Beginn des bewussten Lebens und Denken. Ob es religiöser oder wissenschaftlicher Art sein mag oder einfach nur ein Wunsch. Aber beim Wort Wunsch wird mir etwas unbehaglich, betrachte ich diese unsere Welt und unser Dasein nicht immer als angenehme Tatsache, sondern immer öfter auch als eine Art Zweifel. Die ganzen Kriege oder auch der Umgang den wir tätigen mit anderen Lebensformen oder der Natur, diese bewiesenermaßen extrem Zerstörungswut welche wir alle in uns tragen.

 

Für mich …

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