Theologie und Naturwissenschaften – sind das nicht Gegensätze?

Einführung von Andreas Losch

Um es gleich zu Beginn zu sagen: Die verbreitete Auffassung, Theologie und Naturwissenschaften seien zueinander gegensätzlich wie Feuer und Wasser, ist ein Mythos. Die historische Entwicklung und Auseinandersetzung der beiden Disziplinen, auch im Falle Galileis und Darwins,  ist wesentlich vielschichtiger und daher auch spannender als diese Auffassung nahelegt.

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Die Bedeutung von Technik und Medizin und ihre ethische Reflexion

Editorial von Frank Vogelsang

Technik erscheint in manchen Diskussionen als etwas, was zur menschlichen Kultur hinzukommt, was sein kann, aber nicht sein muss. Tatsächlich aber ist das Verhältnis Mensch - Technik unauflöslich. Der Mensch ist jenes Tier, das sich von Beginn seiner Existenz an Hilfsmittel angefertigt hat, um sein Leben zu erhalten. Er ist nach einer klassischen Definition „homo faber“, der herstellende Mensch.

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Hinweis der Redaktion

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens dieser Webseite eröffnen wir mit diesem Editorial unseres Herausgebers Frank Vogelsang einen Themenschwerpunkt zu Medizin und Technik. Der Themenkreis wird also die nächsten Leitartikel in diesem Jahr verbinden. Ein erster Auftakt war der aktuelle Beitrag "Gott und das Virus". Die offizielle Eröffnung macht Ernst Peter Fischer mit einer ganz kurzen Geschichte der Medizin.

Eine ganz kurze Geschichte der Technik

Leitartikel von Ernst Peter Fischer

Menschen haben sich von Anfang an als technisch erfindungsreich erwiesen – Technik leitet sich von Kunstfertigkeit ab – und in ihrer Geschichte früh angefangen, Metall zu bearbeiten, Glas herzustellen, Hebel zu konstruieren und Schrauben anzufertigen, die von Aristoteles als Maschinen bezeichnet worden sind. Mit ihrer Hilfe haben sich Menschen von der Natur entfernt, und „der Abstand zur Natur ist das Wesen des Menschen selbst“, wie es Karl H. Metz in seiner „Geschichte der Technik in der westlichen Zivilisation“  mit dem Titel „Ursprünge der Zukunft“ formuliert hat.

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Der aktuelle Kommentar aus unseren Diskussionen

Die Frage der Anthropodizee

Warum soll Leben weitergegeben werden, wenn doch jedes Leben ohnehin nur leidet und letztlich sinnfrei wieder stirbt?

Frank Vogelsang
vor 3 Wochen

Bemerkung zu Felix: Unstrittig ist, dass Höllenangst in der Vergangenheit eine Bedeutung hatte. Aber sie hat sie heute zumindest in großen Teilen des Christentums verloren. Dennoch gibt es viele Christinnen und Christen, die ihren Glauben Ernst nehmen. Offenkundig geht es auch ohne Höllenangst!

Bemerkung zu Benedikt Göcke: Das Argument ist in der Tat interessant, aber auch sehr spekulativ, denn es bezieht sich ja konstitutiv auf etwas, was wir per definitionem nicht wissen: Was denken die, die keine Existenz haben, über die …

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Forum Naturwissenschaft Theologie

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Edith Gutsche, Gauben oder Wissen? Zum Verhältnis von Naturwissenschaft und Glaube von Editsch Gutsche

Rezension von Dr. Frank Vogelsang

Die Physikerin Edith Gutsche hat ein Buch für ein breiteres Publikum vorgelegt, das in die wichtigsten Fragen des Dialogs zwischen Naturwissenschaften und Theologie einführt. Es wendet sich an Christinnen und Christen, die mit scheinbaren Widersprüchen zwischen dem christlichen Glauben und der naturwissenschaftlichen Erkenntnis hadern.

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Arnold Benz: Das Universum – Weltbild, Design, Vexierbild oder Ikone?

Vortrag im Rahmen der Buchvernissage von "Die Vermessung der Welt und die Frage nach Gott" in Bern

Der Astrophysiker Professor Dr. Drs. h.c. Arnold Benz stellt in diesem Vortrag die Diskussionen um den Begriff des Universums im Gespräch von Theologie und Naturwissenschaften vor. Diese Diskussionen sind wichtig für den Glauben, gibt das moderne Weltbild doch den Rahmen vor, in dem sich auch die Theologie einfinden muss. 

Auszug aus der Presseschau

Erstellt von al | | Biologie | Deutsch | Umweltverantwortung

Mein Freund, der Baum (ZEIT ONLINE)

Deutschlands beliebtester Förster Peter Wohlleben zeigt im Kino "Das geheime Leben der Bäume". Jakob Simmank hinterfragt zurecht insbesondere die von Wohlleben vorgenommene Vermenschlichung der Natur. Wissenschaftlich hält Simmank sie für kaum haltbar. Auch wenn sie das Bewusstsein für notwendigen Naturschutz fördern kann, besteht darin auch die Gefahr, die Ambivalenz des Verhältnisses von Mensch und Natur zu verkennen. - Insofern kann der Film vielleicht Einstieg bieten in eine sinnvolle breitere Debatte über eben dieses Thema. - al

Bevorstehende Veranstaltungen

Buch zu dieser Webseite

Die Vermessung der Welt und die Frage nach Gott

Die Naturwissenschaften gewinnen immer mehr und immer detailliertere Erkenntnisse über die Welt. Doch die Frage nach Gott entzieht sich wie andere existentielle Fragen unseres Lebens den Methoden einer exakten naturwissenschaftlichen Vermessung. Dabei ist das Verhältnis von Wissenschaft und Religion nicht nur kontrovers, sondern auch sehr vielschichtig, oft überraschend. Wer weiß heute noch, dass schon im Mittelalter bekannt war, dass die Erde eine Kugel ist? Oder dass es auch eine wissenschaftliche Erklärung für Nahtoderfahrungen gibt? Welche neuen Herausforderungen entstehen durch neue Techniken wie das Genom Editing? Die Beiträge des Bandes greifen Geschichte und Gegenwart des Dialogs zwischen Theologie und Naturwissenschaften auf. Es geht darum, beides zu tun: die Welt so exakt wie möglich zu verstehen und zugleich eine Ahnung zu behalten für die Fragen, die jenseits dessen unbeantwortet sind. Der Aufsatzband nimmt Leserinnen und Leser mit hinein in den breit gefächerten Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften.

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