Ernst Peter Fischer

„Es gibt zwei Arten von Wahrheit: Die Wahrheit, die den Weg weist, und die Wahrheit, die das Herz wärmt. Die erste Wahrheit ist die Wissenschaft, und die zweite ist die Kunst. Keine ist unabhängig von der anderen oder wichtiger als die andere. Ohne Kunst wäre die Wissenschaft so nutzlos wie eine feine Pinzette in der Hand eines Klempners. Ohne Wissenschaft wäre die Kunst ein wüstes Durcheinander aus Folklore und emotionaler Scharlatanerie (emotional quackery). Die Wahrheit der Kunst verhindert, daß die Wissenschaft unmenschlich wird, und die Wahrheit der Wissenschaft verhindert, daß die Kunst sich lächerlich macht.“
In den „Notizbüchern“ von Raymond Chandler, dem Erfinder des legendären Philip Marlowe, findet sich dieser Eintrag unter dem Datum vom 19. Februar 1938 unter der besondere Aufmerksamkeit verlangenden Überschrift „Großer Gedanke“ („Great Thought“).

 

Ernst Peter Fischer ist diplomierter Physiker, promovierter Biologe und habilitierter Wissenschaftshistoriker. Geb. 1947 in Wuppertal; Studium der Physik und der Biologie in Köln und Pasadena (USA); verheiratet, Vater von zwei Töchtern; apl. Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität in Heidelberg; freie Tätigkeiten als Wissenschaftsvermittler und Berater, unter anderem für die Stiftung Forum für Verantwortung; in dieser Funktion Herausgeber (gemeinsam mit Klaus Wiegandt) von „Mensch und Kosmos“ (2004) und „Die Zukunft der Erde“ Darwin (2009), Die kosmische Hintertreppe (2009), Die Charité –Ein Krankenhaus in Berlin (2009), Die Hintertreppe zum Quantensprung (2010), Laser (2010), Information – eine kurze Geschichte in fünf Kapiteln (2010), Warum Spinat nur Popeye stark macht (2011), Das große Buch der Elektrizität (2011), Niels Bohr (2012), Die andere Leichtigkeit des Seins (2012), Wie der Mensch seine Welt neu erschaffen hat (2013), Unzerstörbar – Ein Geschichte der Energie (2014), Die Verzauberung der Welt (2014), Durch die Nacht (2015), Noch wichtiger als das Wissen ist die Phantasie (2016), Gott und der Urknall (2017), Treffen sich zwei Gene (2017), Hinter den Horizont (2017), Verbotenes Wissen (2019), Davon glaube ich kein Wort (2019), Das wichtigste Wissen (2020), Die Welt in deiner Hand (2020), Vom Staunen in der Welt (2021), Das Licht, das Leben und die Liebe (2021)

Auf CD: Ernst Peter Fischer erzählt – Paarläufe der Wissenschaft (4 CDs, supposé Köln 2006); in der Reihe Uni-auditorium (alle Komplett Media, Grünwald 2007) – Als das Neue noch neu war, Welche Naturwissenschaft braucht der gebildete Mensch?, Werner Heisenberg, Max Planck, Albert Einstein; zusammen mit Harald Lesch: Die Geburt der modernen Wissenschaft (zum Teil auch als DVD)

Auszeichnungen: Heinrich-Bechold-Medaille (1980), Preis der wissenschaftlichen Gesellschaft Freiburg (1981); Lorenz-Oken-Medaille (2002); Eduard-Rhein-Kulturpreis (2003), Treviranus-Medaille des Verbandes Deutscher Biologen (2003); Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für Naturwissenschaftliche Publizistik (2004), Sartorius-Preis der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (2004),

Shortlist für den NDR Kulturpreis Sachbuch 2014 und 2015.

Seine eigene Webseite ist www.epfischer.com.

 

Uns stellte er die Leitartikel Die Gretchenfrage und die Wissenschaft, Eine ganz kurze Geschichte der Medizin und Eine ganz kurze Geschichte der Technik zur Verfügung. Auch schrieb er das Geleitwort zu unserem zweiten Buch, "Die Vermessung der Welt und die Frage nach Gott".