Unsere Diskussionsforen

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag

Auf unserer Website „theologie-naturwissenschaften.de“ werden pro Jahr vier bis sechs Leitartikel von prominenten Autoren aus dem Themenfeld Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften veröffentlicht. Wir laden Sie ein, zu diesen Leitartikeln ins Gespräch zu kommen.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht mit je einer prägnanten These pro Leitartikel. Der weiterführende Link führt Sie dann direkt zum Leitartikel. Dort können Sie gleich unter dem Artikel einen Diskussionsbeitrag schreiben und ins Gespräch kommen.

Gibt es einen Schöpfer von allem?

Überzeugen Sie die Argumente für einen Schöpfer des Universums?

Aktueller Kommentar in der Diskussion zum Artikel:

Martin Neukamm
vor 2 Wochen
Hallo Herr Schleiff,

vielen Dank für Ihren interessanten Artikel. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob Ihre Argumentation schlüssig ist. Zum Beispiel kann ein übernatürlicher Schöpfer ein Fine-tuning der Naturkonstanten nicht im üblichen Sinn "erklären". Der gegenteilige Befund wäre nämlich erst recht ein Argument für ein göttliches Wunder. Zudem spricht der überwiegend lebensfeindliche Kosmos eher gegen eine Feinabstimmung lokaler astronomischer Parameter. Sie hätten eher ein Argument, wäre der Kosmos nicht mit unwirtlichen Welten durchsetzt, sondern so strukturiert, wie sich das viele im Mittelalter vorstellten: die Erde als Zentrum der Welt, ein paar Sterne, die als "Löcher in der Himmelskuppel" einen Blick in die "Übernatur" gestatten, die Sonne, ein paar Planeten - und das war's.

Natürlich kann man sich darüber streiten, inwieweit die globalen physikalischen Parameter feinabgestimmt sind. Der US-amerikanische Physiker und Astronom Victor Stenger hat untersucht, was passieren würde, wenn man gleichzeitig Variationen der Naturkonstanten um den Faktor 100.000 über und unter den heutigen Werten zuließe. Ergebnis: In über der Hälfte der simulierten Universen wäre die Existenz langlebiger Sterne (über eine Milliarde Jahre) möglich, die eine Evolution anstoßen könnten. Ob man das als "Feinabstimmung" bezeichnen kann, wage ich zu bezweifeln.

Ich habe in einem Artikel weitere Argumente gegen das Argument der Feinabstimmung vorgebracht. Zwar trifft der Essay nicht zu 100% Ihre Argumentation, weil er sich gegen die Argumentation eines Evangelikalen richtet. Dennoch sollten aus meiner Sicht die Wesentlichen Einwände abgedeckt sein:

http://www.ag-evolutionsbiologie.net/html/2015/widenmeyer-welt-ohne-gott-kritik-naturalismus-teil-3.html

Beste Grüße, Martin Neukamm

Warum schenken wir?

Ist schenken ein natürliches Phänomen?

Steckt Gott hinter der Gravitation?

Oder denken wir zu monokausal?

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Ed Dellian
vor 3 Wochen
Sehr geehrte Frau Renninger, leider argumentieren Sie von einer apriorisch atheistisch-agnostizistischen Position aus, also vorurteilsbehaftet und daher nicht objektiv. Leider auch orientieren Sie sich an dem, was sie über Newton in den Schulen gelernt haben; und das ist freilich mangelhaft bis unsinnig. Entscheidend für ein objektives Newton-Verständnis ist, Newton selbst zu lesen, und dann anzuerkennen, dass es sich hier um eine Philosophie handelt, die ausschließlich auf der Grundlage der natürlichen Erfahrung operiert und argumentiert. Newton nennt sie "experimentelle Philosophie". Was die "Gottes-Frage" angeht, so handelt es sich auch hier bei Newton ausschließlich um Erkenntnis, nicht um "Glauben" - und zwar um Erkenntnis "a posteriori": Ebenso, wie schon Paulus in Ersten Römerbrief darauf hinweist, dass die Erkenntnis der Existenz Gottes aus der Erkenntnis seiner Werke folgt, die jedermann vor Augen hat (Röm I, 19 ff.), so zeigt Newton, dass die Erkenntnis der Existenz eines Schöpfergottes auf der Grundlage natürlicher Erfahrung (also hypothesenfrei!) eine "unabweisbare Tatsache" ist! Allerdings ist dieser Gott nicht der "dreieinige Gott", den sich die Christenheit erst im 4. Jahrhundert nach Christus (!) zurecht gelegt hat. Und das ist ein entscheidender Punkt, der für Newtons natürliche Gotteserkenntnis spricht!
Mit freundlichen Grüßen, Ed Dellian, Bogenstr. 5, 14169 Berlin, Tel./Fax 030/84714564.

Warum „intelligentes Design“ keine Naturwissenschaft ist. Eine Einführung für Nichtbiologen

Teilen Sie die Darstellung des Experten, oder hat diese Lücken?

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Prof. Dr. Andreas Beyer
23.09.2019 14:12:25
Klarstellung:

Hemminger referiert hier die aktuelle Evolutionsbiologie in Gegenüberstellung zu Intelligent Design. Er tut dies didaktisch aufbereitet für den interessierte Laien - genau so wie die AG EvoBio oder überhaupt wie eine jede Person, die auf popularwissenschaftlichem Niveau gegen Pseudowissenschaften und Verschwörungstheorien agiert. Unsere Darstellungen basieren - wenngleich didaktisch vereinfacht - auf anerkannter Wissenschaft, auf gut belegten Theorien.

Wenn R.Junker und Wort & Wissen glauben, dies widerlegen zu können, mögen sie dies bitte nicht im Internet und christlichen Verlagen tun, sondern dort, wo WISSENSCHAFTLICH gearbeitet wird: Gründen Sie (reale) Arbeitsgruppen! Sammeln Sie Daten und werten sie aus! Und dann schreiben Sie wissenschaftliche Publikationen in wissenschaftlichen Journalen! Lassen Sie sich zu evolutionswissenschaftlichen Tagungen einladen und stellen Sie sich dem kritischen, fachkundigen Urteil der Wissenschaftsgemeinde! Tipp: Wenn Sie Begriffe wie "Gott", "Schöpfung" und "Wunder" vermeiden, können Sie jedwede Evolutionskritik wissenschaftlich publizieren - vorausgesetzt, Sie haben belastbare Daten und gute Argumente... "Kritische Argumente" im www, in fachfremden Verlagen etc. sind wertlos. Also: Ran an die Arbeit! Danach reden wir dann weiter.

Die Himmel verkünden...

Juan Casanovas SJ erklärt in seinem Artikel das Modell der Kalenderberechnung seit frühen Zeiten. Leuchten Ihnen seine Ausführungen ein?

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h.-p.lieth
27.06.2019 17:49:03
Vorab und wg. der Kürze (meiner) Zeit : Nur ein herzliches "DANKE!" für diese Neue DIALOG-Reihe (unter der bewährten Ägide
von Herrn Dr. Vogelsang ). Freue mich auf weitere Beiträge , zumal ich nicht mehr -wie früher- an allen Tagungen teilnehmen kann.

Evolutionstheologie

Gott – und insbesondere, wie er den Menschen geschaffen hat – muss man sich der Ansicht von Wolfgang Schreiner nach etwas anders vorstellen als vielleicht zuvor. Was halten Sie von seinem Ansatz?

Der Fall Bruno in (altem) neuen Licht

Überzeugen Sie die Argumente von Alberto A. Martinez, dass die Katholische Kirche Giordano Bruno wegen astronomischer Ansichten verurteilt hatte? Was sagt das Ihrer Ansicht nach über das Verhältnis von Wissenschaft und Religion aus?

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Berta M Moritz
13.02.2019 10:55:49
Beide in Gruppe B aufgeführten Claims werden nicht aufgrund kosmologischer oder naturwissenschaftlicher Implikationen als Häresie aufgefasst, sondern aufgrund der tiefen theologischen Bedeutung: bei den Vielen-Welten geht es um die Frage, ob Christus dann einmal oder 2x oder noch öfter als Wort Gottes inkarniert wurde. Andere vor ihm, zB Bischof Grosseteste im mittelalterlichen England haben auch mit Vielen-Welten hypothetisiert, und zwar in streng kosmologischem Kontext. Natürlich gab es da noch keine Inquisition, aber durchaus kirchliche Verurteilungen.

Was wohl theologisch noch schwerer als Häresie wiegt, ist, den Hl. Geist als Anima mundi zu sehen. Auch dies ist eigentlich ein Claim der Kategorie A und deutlich gnostisch.

Ich sehe also keine Veränderung der Sachlage. Er ist nicht der "Märtyrer der Naturwissenschaften", zu dem er gerne von manchen hochstilisiert wird (man denke an die Neuauflage der TV Show Cosmos).