Unsere Diskussionsforen

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag

Auf unserer Website „theologie-naturwissenschaften.de“ werden pro Jahr vier bis sechs Leitartikel von prominenten Autoren aus dem Themenfeld Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften veröffentlicht. Wir laden Sie ein, zu diesen Leitartikeln ins Gespräch zu kommen.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht mit je einer prägnanten These pro Leitartikel. Der weiterführende Link führt Sie dann direkt zum Leitartikel. Dort können Sie gleich unter dem Artikel einen Diskussionsbeitrag schreiben und ins Gespräch kommen.

Musste der Mensch sein?

Ihre eigenen Gedanken zum anthropischen Prinzip in der Evolution

Aktueller Kommentar in der Diskussion zum Artikel:

Uwe Melzer
16.07.2015 17:37:57
Evolution oder Schöpfung? Wenn Sie an die Evolution glauben, dann haben Sie als Stammvater einen Affen. Dann sind Sie auch der Nachkomme eines Affen. Wenn Sie an die Schöpfung glauben, dann haben Sie als Stammvater GOTT. Dann sind sie ein göttliches Wesen. Ich habe mich gegen den Affen entschieden. http://ichthys-consulting.de/blog/?p=558

Ian Barbours Bridge between Science and Religion

Do you perceive Barbour's idea of a critical realism bridging science and religion as succesfull?

Ian Barbours Brückenschlag

Trägt die Idee des kritischen Realismus, um die so verschiedenen Gebiete der Wissenschaft und Religion miteinander zu verbinden?

Naturwissenschaft und Religion in der Schule

Was halten Sie von der Analyse und den Thesen von Martin Rothgangel? Entspricht das auch Ihren Erfahrungen in der Schule?

Aktueller Kommentar in der Diskussion zum Artikel:

Prof. Dr. Astrid Dinter
29.05.2014 07:35:04
Der Artikel von Martin Rothgangel informiert umfassend über die deutschsprachige Situation der Thematik „Naturwissenschaft und Religion“ in der Schule. Martin Rothgangel stellt zunächst die Publikation von Guido Hunze (2007) zum Schöpfungsbegriff vor, deren methodisches Vorgehen auch auf weitere Unterrichtswerke sowie auf Lehrpläne hin ausgeweitet werden könnte. Ob ein derartiges Vorgehen von Schülern und Schülerinnen der Sekundarstufe II zu leisten ist, bleibt zu diskutieren. Martin Rothgangel arbeitet zwei Themenfelder heraus, die für Schüler und Schülerinnen hinsichtlich der Thematik „Naturwissenschaft und Religion“ entscheidend sind: Das Thema „Beweis“ sowie das Verhältnis von biblischen Schöpfungserzählungen und naturwissenschaftlichen Welt- und Lebensentstehungstheorien. Er zeigt die Relevanz von K.H. Reichs Ansatz des komplementären Denkens für das genannte Themenfeld auf, dessen Einübung „im Sinne eines Spiralcurriculums als ein kumulativer Lernprozess“ gestaltet werden sollte. Martin Rothgangel betont die Notwendigkeit einer empirischen Studie zur Verbreitung „kreationistischer und szientistischer Einstellungen im bundesdeutschen Kontext“. Ob hier die Items bestehender Studien aus dem angelsächsichen Raum von Fulljames und Francis (1988) zu übernehmen sind, reflektiert Martin Rothgangel kritisch. Hier ist eine Weiterentwicklung der Items anzuraten.
Martin Rothgangel stellt die Bedeutung des Themenbereichs für den schulischen Unterricht heraus und zeigt auf, dass es sich um ein Schlüsselproblem handelt, das einer entsprechend umfangreichen Unterweisung bedarf. Diese bildet eine religionspädagogische Biographiebegleitung für die Kindheit bzw. das Jugendalter. Kinder sollten nach Martin Rothgangel trotz eines mythisch-wörtlichen Schöpfungsverständnisses Gen 1 kennenlernen. Er formuliert jedoch im Anschluss an W. Ritter (1999) Bildungsziele, die nicht zwingend durch eine Auseinandersetzung mit Gen 1 erreicht werden müssen. So wären die Psalmen geeignet die Bildungsziele zu erreichen, ohne in die komplexen Debatten um Gen 1 einzusteigen. Für das Jugendalter sollen für Martin Rothgangel die Themen „Welt- und Lebensentsstehung“ bzw. „Grenzen und Tragweite naturwissenschaftlicher Theorien“ im Mittelpunkt stehen: Es geht darum, die Verschiedenheit von Naturwissenschaft und Theologie zu verstehen. Einer fächerübergreifenden Zusammenarbeit kommt dabei besondere Bedeutung zu. Martin Rothgangel rät zudem zu themenspezifischen Fortbildungen für den Bereich „Naturwissenschaft und Religion“ für die Lehrer und Lehrerinnen.
Den beschriebenen Forschungsdesideraten bzw. den entsprechenden pädagogischen Schlussfolgerungen Martin Rothgangels ist nachdrücklich zuzustimmen. Hilfreich kann es dabei sein, die angelsächsische Perspektive - trotz ihres unterschiedlichen pädagogischen Settings – noch stärker in den Blick zu nehmen. Hier ist z.B. das „Science and Religion in Schools“-Projekt zu nennen. In jedem Fall ist Martin Rothgangels Artikel „Naturwissenschaft und Religion in der Schule“ zur Lektüre zu empfehlen.

Kann man Gott wissenschaftlich beweisen?

Was denken Sie?

Aktueller Kommentar in der Diskussion zum Artikel:

Luuk van der Wêreld
02.07.2019 23:00:20
Ohauahauahauha!!

Um die Trostlosigkeit des Monotheismus ein wenig aufzuheitern kann ich Manfred Lurkers "Lexikon der Götter und Dämonen" empfehlen (ISBN 3-520-46302-4) ;-)

Kann man die Gedanken Gottes denken?

Ihre Meinung zum naturphilosophischen Ansatz Johannes Keplers

Aktueller Kommentar in der Diskussion zum Artikel:

Martin Weidner
10.10.2013 23:48:34
Die Frage, warum man die Strukturen dieser Welt mathematisch beschreiben kann und was das mit Gott zu tun hat, mag auf den ersten Blick skurril sein. Christen können aber darin Gottes Treue erkennen, , der die Welt (in einem gewissen Maß) verlässlich und berechenbar gestaltet hat.

Was bedeutet Schöpfung heute?

Für Christian Link ist es der Widerstand gegen eine Versuchung - und für Sie?

Aktueller Kommentar in der Diskussion zum Artikel:

Alexander Maßmann
30.06.2013 23:05:40
Christian Link hat jüngst eine neue Bearbeitung seiner einschlägigen großen Schöpfungsmonographie vorgelegt. In dem hier wiedergegebenen Artikel liegt sein Augenmerk nicht darauf, ob die Naturwissenschaften für Einsichten sensibilisieren könnten, die der Theologie sonst zu ihrem eigenen Schaden entgehen würden. Auch lenkt er die Aufmerksamkeit nicht darauf, wie sich das christliche Bekenntnis, Menschen und Tiere seien Geschöpfe Gottes, etwa angesichts der langwierigen Evolution der Spezies durch Mutation und Selektion, verstehen lässt. Dass sich Theologie „verständlich“ macht, ist vielmehr Verifikation im performativen Sinne. Schöpfung dagegen erscheint hier in erster Linie als „verlorenes Paradies“ („Verlust“, „Bruch“) einerseits und andererseits als Verheißung der einstigen restitutio ad integrum, der endzeitlichen Wiederherstellung des einstmaligen Urstandes. Die Rede von der Schöpfung markiert eine „Gegenwelt“ und „U-topie“, die kritisch angesichts der Herausforderungen in Ökologie und reduktionistisch-naturwissenschaftlicher Anthropologie zur Geltung zu bringen ist. Die Auffassung, dass wir als mündige Subjekte „rechenschaftspflichtig“ sind für unseren Umgang mit dem Leben, genießt zwar noch kulturelle Akzeptanz; doch scheint es sich hier nach Link noch um eine Spätfolge des jüdisch-christlichen Erbes zu handeln (Gottesebenbildlichkeit), nicht um die Strahlkraft der Natur selbst.
Diese Position verteilt die Gewichte anders als andere Stellungnahmen Links. So betont der Autor des ersten Bandes der Schöpfungslehre von 1991 etwa im Blick auf Karl Barth, dass er die Schöpfung „nicht primär als einen naturhaften Kosmos, sondern als Raum einer offenen, in die Zukunft weisenden Geschichte“ darstellt. „Nicht schon die Natur, sondern die eine Geschichte ermöglichende und freisetzende Natur ist ihr [sc. der Schöpfung] Geheimnis und darum die Verschränkung von beidem die Pointe.“ (326f)
Gewiss ist dabei die tiefe Ambivalenz der Natur stets zu bedenken. Doch weicht sie nicht im gegenwärtigen Aufsatz einem harten Widereinander zwischen einer idyllischen Schöpfung und einer einseitig problematischen Natur? Dass der erste Schöpfungsbericht den Menschen zum „Hirten der Tiere“ bestellt, schließt nicht aus, dass sein schützendes Wirken stets zugleich mit Gewalt verbunden ist (rdh „herrschen“, Gen 1,28); hinzu kommt der problematische Auftrag, sich die Erde „untertan zu machen“ (kbš). Ist die christliche Existenz nicht in einem „unglücklichen Bewusstsein“ des Unheils zwischen abstrakter Erinnerung und vager Hoffnung gefangen, wenn man dieser Ambivalenz ausweicht?
Andererseits bringt die ambivalente Verschränkung von Natur und Schöpfung neben zahlreichen Gefährdungen auch ein Potential mit sich, dessen sich Gott im Werk der Versöhnung und der Erlösung bedienen möchte. Die tiefe Ambivalenz lässt gewiss jeden Versuch der natürlichen Gotteserkenntnis problematisch erscheinen. In seiner Habilitationsschrift traf Link die Aussage, „Die Welt ist kein Gleichnis des Himmelreichs, sie kann es nur werden“. Doch gewinnt diese Aussage nicht angesichts der beschriebenen Ambivalenz insofern an Überzeugungskraft, als Gott bestehende Eigenschaften der Natur in einen neuen Wirkzusammenhang einfügen mag, in dem sie nun, und zwar geschichtlich, als „Schöpfung“ erfahrbar werden?

Dr. Alexander Maßmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Systematische Theologie (Dogmatik) an der Universität Heidelberg und forscht, ab Herbst gefördert von der DFG, zum Dialog zwischen Schöpfungstheologie und Evolutionsbiologie.