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Diskussion um den freien Willen - ''Moralisches Verhalten ist reiner Eigennutz'' - Wissen - sueddeutsche.de

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung bestreitet der Wissenschaftstheoretiker Franz Wuketits die Existenz des freien Willens: "Wir haben nur die Illusion eines freien Willens". All unsere Handlungen seien letztlich durch die evolutive und individuelle Geschichte determiniert. Die Frage, warum sich die Illusion des freien Willens denn überhaupt entwickelt habe, beantwortet Wuketits mit der evolutionären Erkenntnistheorie: Das Gehirn sei ein Überlebensinstrument und kein Wahrheitsinstrument; es erlaubt uns deshalb Illusionen. Dies wäre sicher eine notwendige Voraussetzung für die Entstehung von Illusionen, aber ist dies schon eine hinreichende Erklärung? - hhp

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Papst: Evolution und Schöpfung sind kein Gegensatz - derStandard.at/Wissenschaft

Artikel fasst in knapper Form die Stellung Benedikts XVI. zur Evolutionstheorie zusammen. Ein Konflikt sei absurd. Es gehe ihm aber um die Erkenntnis, dass die Vernunft allem vorangehe und dass auch der Mensch ein Spiegelbild dieser "schöpferischen Vernunft" sei.

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Dokumentation - Die Vorlesung des Papstes in Regensburg - München - sueddeutsche.de

Der wegen der Islamäußerungen berühmt gewordenen Regensburger Rede geht es im Wesentlichen um "Glaube, Vernunft und Universität" - so der Titel der Ansprache. Angesichts der vom naturwissenschaftlichen Denken radikalisierten "Selbstbeschränkung der Vernunft", bei der die menschlichen Grundfragen nach dem Woher und Wohin ins Subjektive und Beliebige verdrängt werden, geht es dem Papst um die "Ausweitung unseres Vernunftbegriffs".

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Wissenschaftskritik: Forschung als Vernunftpathologie - FAZ.NET

Die Papstwahl ist gerade vollzogen, und schon fragt man sich, wie sich Benedikt zu den Naturwissenschaften stellen wird. Dass der Artikel unter der Rubrik "Wissenschaftskritik" geführt wird, verrät bereits die Erwartung des Autors. Christian Schwägerl vermutet "einen sehr intensiven Dialog mit den Naturwissenschaften" und prognostiziert aus den bisherigen Äußerungen Ratzingers, vor allem die Biologen und Biomediziner müssten "auf Attacken gefasst sein". Dabei sei zu erwarten, dass nicht nur der ethische Bereich (z. B. Stammzellforschung) im Zentrum des Interesses stehe, sondern auch die Grundlagen und weltanschaulichen Konsequenzen naturwissenschaftlichen Denkens. Eine Bedrohung sehe der Papst z. B. in einer "universalistisch verstandenen Evolutionslehre". Im Nachhinein wissen wir, wie zutreffend Schwägerls Vermutung war, aber auch – nach Dawkins' "Gotteswahn" –, wie berechtigt die Warnung des Papstes.

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Der angezweifelte Wahrheitsanspruch - Die Krise des Christentums am Beginn des dritten Jahrtausends - FAZ

Der Artikel verdeutlicht die Schlagrichtung, in welche die Kritik Ratzingers zielt. Es geht nicht um (besser: gegen) die moderne Naturwissenschaft, sondern gegen deren weltanschauliche Ausweitung. O-Ton Ratzinger: "Niemand wird die wissenschaftlichen Beweise für die mikroevolutiven Prozesse ernstlich in Zweifel ziehen können. Nicht darauf, ja auch nicht auf die Problematik der Makroevolution bezieht sich daher die Frage, die ein Gläubiger der modernen Vernunft gegenüber stellen wird, sondern auf die Ausdehnung zu einer philosophia universalis, die zur Gesamterklärung des Wirklichen werden will und keine andere Ebene des Denkens mehr übrig lassen möchte." Der Artikel, der die Wiedergabe eines Ratzinger-Vortrags an der Sorbonne sein will, stellt jedoch die dortige Argumentation auf den Kopf: Dort sah Ratzinger sehr wohl ein "Problem ... beim Übergang von der Mikro- zur Makroevolution" – im (bei der FAZ verschwiegenen) Rückgriff auf die Kreationisten Junker und (seinerzeit) Scherer - hhp