Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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Erbkrankheiten: Meine Gene, deine Gene - Mensch & Gene - Wissen - FAZ.NET

Jeder Mensch trägt in seinem Erbgut Fehler. Wenn zwei davon in einer Partnerschaft zusammenkommen, können schwer behinderte Kinder geboren werden. Soll man das testen, noch ehe sie gezeugt werden? Stephen Kingsmore vom National Genome Research Center in Santa Fe stellte im Januar dieses Jahres seinen „universellen Gentest“ vor, der schon vor einer Zeugung Anlagen für Hunderte schwerer Erbkrankheiten enttarnen und Paaren mit Kinderwunsch Aufschluss darüber geben kann, ob ihr Nachwuchs davon betroffen sein könnte. Das neue Verfahren hat das Zeug, die Familienplanung zu revolutionieren wie einst die Pille, so der Artikel. Es öffne aber auch die Tür zur Ära einer wissenschaftlich fundierten negativen Eugenik ein ganzes Stück weiter als bisher. Kingsmore will die Anlagen für rezessive Erbleiden tatsächlich ganz und gar aus dem menschlichen Genpool entfernen. Möglich wäre das nur durch eine Rasterfahndung für alle Paare mit Kinderwunsch. - al

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Zehn Jahre nach der Entschlüsselung der DNS - Das vertrackte Genom - Süddeutsche.de

Worüber die Wissenschaft 2001 jubelte war keineswegs die vollständige Sequenz eines menschlichen Erbguts, sondern ein Referenz-Genom aus den Daten mehrerer Menschen. Vollständigkeit, das zeigte sich, ist in der Genetik eine Frage der Definition. Dennoch sah Craig Venter "eine Revolution in der Medizin" kommen. Zehn revolutionsfreie Jahre später sagt jedoch Eric Green, Direktor des National Human Genome Research Institute in Bethesda: "Profunde Verbesserungen in der medizinischen Versorgung sind durch die Genomik realistischerweise auf viele Jahre hin nicht zu erwarten." Der Optimismus von Francis Collins, dem ehemaligen Leiter des staatlich finanzierten Humangenom-Projekts, ist dennoch ungebrochen, während Venter nun wissen lässt: "Wir wissen gar nichts." Vielleicht sollte man vorsichtig sein mit der Rede von der genetischen Revolution. - al

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Designer-Baby: Sein Name sei Hoffnung - Medizin - Wissen - FAZ.NET

In Frankreich wurde ein Kind geboren, das einem oder besser noch beiden seiner beiden älteren Geschwistern, die an einer genetischen Blutkrankheit leiden, das Leben retten soll. Das Baby wurde in vitro gezeugt und hat von den Eltern den Namen „Unsere Hoffnung“. bekommen. Der Vorsteher der französischen Bischofskonferenz spricht kritisch von der „Instrumentalisierung des Menschen im Dienste eines anderen Menschen“. Genetiker Axel Kahn, Mitglied der französischen Ethikkommission, die das Vorgehen und die dazu nötige PID erlaubt hat, spielt dagegen die Tragweite der Premiere herunter. Der zuständige Arzt René Frydman verwirft den Begriff des „Medikamenten-Babys“ und schwärmt vom Kinderwunsch der Eltern, die beide nach der künstlichen Befruchtung vorhandenen Embroys einpflanzen liessen. Dabei vertrauten sie auf den Zufall, denn nur einer war für die vorgesehene Transplantation kompatibel. Zum Glück hat sich der "richtige" Embryo durchgesetzt. - al

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