Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Deutsch | Astronomie | Außerirdische

Die Dünste der Außerirdischen

Wann ist ein neuer Exoplanet noch eine Nachricht wert? Der kurze Artikel macht zurecht auf die Gefahr aufmerksam, durch immer neue Meldungen der Entdeckung einer zweiten Erde (die dann doch nicht näher bestimmt werden kann) abzustumpfen, wenn man eines Tages tatsächlich einmal einen erdähnlichen Planeten finden sollte. Aufschluss darüber könnte die jetzt anlaufende Phase der Exoplanetenforschung geben, die versucht anhand der Spektra der Planeten ihre Atmosphäre zu bestimmen und ggf. Lebenszeichen auszumachen. - al

Erstellt von al | | Deutsch | Anthropologie | Psychologie | Tod | Künstliche Intelligenz

Virtuell in alle Ewigkeit

Forscher wollen Verstorbene als digitale Klone wiederkehren lassen, unsere Online-Daten sollen diese Abbilder speisen. Der kanadische Informatiker Hossein Rahnama, Experte für Künstliche Intelligenz, will digitale Klone Verstorbener erzeugen, z.B. als lebensechtes Hologramm für die virtuelle Realität. Sollte ihm das gelingen, könnte man künftig Oma und Opa für immer um sich haben, ohne Zauberei, dafür mit Big Data und Künstlicher Intelligenz (KI). Den Begriff des Klons kann man missverstehen, das Wort "digital" ist hier entscheidend. Erstens, weil das Ich mit dem Gehirn stirbt. Ein virtuelles Abbild wird vielleicht wissen, dass es einmal ein biologisches Vorbild hatte, ein eigenes Bewusstsein entwickeln wird es hingegen nicht – "so weit ist die KI noch nicht", gibt Rahnama zu. Und zweitens, weil nicht der gesamte Mensch die Vorlage für den digitalen Klon bildet, sondern lediglich sein Online-Verhalten. "Jeder von uns läuft mit einer Vielzahl von Sensoren in der Tasche herum und erzeugt eine Flut an Daten, die ausreichen, um mit Algorithmen das Verhalten eines Menschen zuverlässig vorhersagen zu können." Das stößt direkt hinein in die alte Debatte um den freien Willen und damit ins Wesen des Menschseins. Abgesehen davon, was ist davon zu halten? "Wir verdrängen den Tod, indem wir symbolische Unsterblichkeit anstreben", sagt Sheldon Solomon, Sozialpsychologe am Skidmore College in Saratoga bei New York. Virtuelle Klone von Verstorbenen könnten aber auch Trauernde dabei unterstützen, die Verbindung zu den Toten zu bewahren und in die neue Realität zu überführen. Am Ende kommt es darauf an, wie wir mit dieser möglichen Technik umgehen. - al

Erstellt von al | | Deutsch | Astronomie | Einstein | Physik | Kosmologie | Quantenphysik

Warum gibt es etwas und nicht nichts?

Die große Titelfrage treibt nicht nur Philosophen, sondern auch Physiker um. Denn eigentlich dürften wir gar nicht existieren, Materie und Antimaterie hätten sich nach dem Urknall gegenseitig auslöschen müssen. Dennoch gibt es unsere Welt und die Physiker suchen in ihr nach der verlorenen Antimaterie. Die einen versuchen (so z.B. am CERN), Antiteilchen zu erzeugen,die anderen Suchen nach Antimaterieclustern in der Tiefe des Alls und dritte suchen nach möglichen Unterschieden von Materie und Antimaterie. Ein interessanter Überblick über die (Anti)Materie. - al