Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Hawking

Blaue Wunder und Schwarze Löcher - ein Abend mit Stephen Hawking - Rhein-Zeitung

Ein kleiner, brillant geschriebener Artikel über einen der seltenen öffentlichen Auftritte Hawkings in London. Beschrieben werden weniger die kosmologischen Erkenntnisse oder die vom Moderator des Auftritts entschärften theologischen Kontroversen als vielmehr die Atmosphäre der Vortragshalle und der um "den berühmtesten Behinderten der Welt" zelebrierte Personenkult. Das Verstehen sei dem Publikum nicht wichtig angesichts der Magie des im Körper gefangenen Geistes. Und die Antwort auf die Frage, ob es je eine Weltformel geben werde, sei im lauten Applaus untergegangen - hhp

Erstellt von al | | Wissenschaftstheorie | Deutsch

Glaube und Wissenschaft passen durchaus zusammen - evangelisch.de

Der Artikel von Ulrich Pontes protraitiert zwei Persönlichkeiten, für die Glaube und Wissenschaft gut zusammenpassen, die Physikerin Barbara Drossel und die Mathematikerin Elke Eisenschmidt. Während diese die klassische Unabhängigkeitsposition vertritt (die Naturwissenschaft antwortet auf das "Wie", der Glaube auf das "Warum" der Welt), hat Drossel in ihrem freikirchlichen Kontext verstärkt mit solchen zu kämpfen, die die Bibel wörtlich nehmen und von daher z.B. die Evolutionstheorie ablehnen. Ihre These, so ausgewiesene Experten wie in England gebe es zum Thema in Deutschland nicht, müsste allerdings relativiert werden. Das Gespräch ist hier anders gelagert, eben stärker an einer Unabhängigkeit der Positionen orientiert und deswegen vielleicht auch nicht so intensiv. - al

Erstellt von hhp | | Deutsch | Atheismus | Kosmologie | Wissenschaftstheorie | Hawking

Die gottlose Welt des Stephen Hawking - bild der wissenschaft

Die 15-seitige Titelstory der Novemberausgabe der "bild der wissenschaft" schrieb Hawking-Kenner Rüdiger Vaas: Vielversprechende Lektüre. Vaas rezensiert den neuen Hawking wohlwollend, aber nicht unkritisch. So heißt es: Die Todeserklärung der Philosophie "ist keine Feststellung, sondern Provokation" (49); Hawkings Gottesbild sei einseitig (52); das Universum könne nicht aus dem absoluten Nichts entstehen (53) und: "Sicherlich können Hawking und Mlodinow die Existenz Gottes nicht ausschließen" (52). Fair von Vaas, dem als Beiratsmitglied der Giordano Bruno Stiftung nicht unbedingt theologische Apologetik unterstellt werden kann. Interessante Beigaben: Co-Autor Mlodinow wird aus dem Schatten Hawkings geholt und gewürdigt, gleichzeitig der Verdacht zerstreut, er sei Hawkings Ghostwriter. Markus Pössel wird als Fachlektor der deutschen Ausgabe vorgestellt - auch er sieht Hawking nicht unkritisch - hhp