Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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Egypt's Darwin debates - Guardian

In dieser Woche findet in Alexandria eine internationale Konferenz zu Darwins Vermächtnis statt, bei der mehr als 150 Wissenschaftler über Evolution diskutieren sollen; Religion spielt in diesem Zusammenhang auch eine große Rolle und so berichtet Riazat Butt, die Guardian-Korrespondentin für religiöse Angelegenheiten, täglich von dieser Konferenz. Einig scheinen sich alle Redner des ersten Tages darüber zu sein, dass Religion und Evolution durchaus vereinbar sind. Eugenie Scott, vom NCSE, hebt hervor, dass Naturwissenschaft zwar viel erklären könne, aber auch Grenzen habe und die (Nicht-/) Existenz Gottes nicht beweisen könne. Sie lehnt ab, dass Naturwissenschaft durch den religiösen Filter betrachtet und mit Religion verwechselt wird. Butt beobachtet, dass Diskussion auf dieser Konferenz bisher weitgehend fehlt und Evolutionsgegner nicht involviert werden - sh

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The Evolution of the God Gene - The New York Times

Nicholas Wade kommt bei der Frage, warum religiöses Verhalten in Gesellschaften aller Entwicklungsstufen in allen Teilen der Welt vorkommt, zu der Erkenntnis, dass Religion von natürlicher Selektion bevorzugt worden sei, weil sie alle Kennzeichen von entwickeltem Verhalten trage. Er stellt allerdings fest, dass diese Erkenntnis weder für Atheisten noch für Gläubige bedrohlich oder hilfreich sein sollte, denn weder beweise noch widerlege sie die Existenz von Göttern. Stattdessen wirft Wade die Frage auf, ob diese evolutionäre Perspektive auf Religion nicht für Entspannung zwischen Religion und Naturwissenschaft sorgen könne, da Religion als entwickelter Instinkt gesehen werden könne, dessen konstruktive Rolle anerkannt werden müsse. Religion verdiene daher weder Schuldzuweisungen noch Lob, denn wenn man Religion als soziales Bindemittel betrachtet, sind es die Gesellschaft und ihrer Führer, die dieses Mittel zum Guten oder Schlechten führen - sh