Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Anthropologie | Tod | Hereafter (Film) | Nahtod-Erfahrung

Clint Eastwoods "Hereafter": Leben und sterben lassen -SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur

In nettem Kontrast zur Filmbesprechung der Stuttgarter Zeitung (s.u.) lobt Andreas Borcholte Eastwoods "Hereafter" als meisterhaftes Alterswerk. Zu Recht stellt er als eine Botschaft des Films die Warnung heraus, dass sich der Mensch allzu sehr geborgen fühlt, wo doch das Unberechenbare immer zuschlagen kann - im Film der Tsunami, der Unfalltod des Jungen etc. Dass der Film darüber hinaus aber "die glaubhafte Möglichkeit einer Jenseitigkeit" schafft, ist mehr als übertrieben. Da halte ich es eher mit der Kritik der Stuttgarter Zeitung - hhp

Erstellt von hhp | | Deutsch | Anthropologie | Tod | Hereafter (Film) | Nahtod-Erfahrung

Hereafter - Das Leben danach: Botschaften aus dem Jenseits - Stuttgarter Zeitung online

Eine herrlich bissige Besprechung des Eastwood-Films "Hereafter - Das Leben danach". Dem Versuch des Films, vom Leben nach dem Tod zu überzeugen, kann der Rezensent Thomas Klingenmaier wenig abgewinnen, da "der Blick in den Nebel als Klarsicht gepriesen wird". Ganz zu schweigen von der "Ehrenrettung des Spiritismus", die auch mich am meisten befremdet hat. Den Optimismus, einen Blick ins Jenseits werfen zu können, wird man wohl tatsächlich als "arge Naivität" bezeichnen können; ebenso wie Eastwoods Vorstellung von jenseitigen Eingriffen in den Lauf der Welt. Aber: Ein Film ist keine theologische Abhandlung über Eschatologie - hhp

Erstellt von hhp | | Hereafter (Film) | Hirnforschung | Deutsch | Atheismus | Tod | Nahtod-Erfahrung

Filmstart "Hereafter" - Frankfurter Rundschau online

Michael Kohler fragt, wie Eastwood und der Autor Morgan dazu kommen, einen Film über das Jenseits zu drehen. Die Antwort ist einfach und verblüffend zugleich: Sie wollten "atheistische Geschichte über das Jenseits" erzählen. Das erklärt dann auch die Beobachtung des Rezensenten Kümmel, dass der Gastgeber der Jenseitsparty fehlt. Interessant auch, dass am Ende des Films nicht jenseitiger, sondern irdischer Trost gespendet wird. Dem Autor wirft der Rezensent vor, er habe "die Entzauberung der Nahtoderfahrung durch die moderne Hirnforschung ignoriert". Dass die Hirnforschung das Faszinosum der Nahtoderfahrung wegerklärt hat oder dies je können wird, darf mit guten Gründen bezweifelt werden - hhp