Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Physik | Hawking

Stephen Hawking: Der große Entwurf - Das Geheimnis des Seins - Süddeutsche

Laut tönt der Aufmacher, Hawking habe "die Existenz Gottes widerlegt". Das wird genauso wenig kritisch hinterfragt wie Hawkings Todeserklärung der Philosophie, obwohl der Autor weiß, dass man "solchen Atem sonst nur aus Bekehrungstexten" kennt. Was den Rezensenten Ralf Bönt offensichtlich am meisten beeindruckt, ist die literarische Brillanz von Hawking und co. So nimmt er es hin, dass der "große Entwurf" nicht gerade den neuesten Stand der Physik enthält und man nach der Lektüre die sog. M-Theorie nicht wirklich verstanden haben dürfte. Ansonsten liest sich der Artikel wie eine kurze Geschichte der Physik und ihrer Suche nach fortschreitender Integration zur Weltformel. Wie beim rezensierten Buch so liegt auch die Stärke des Artikels nicht auf der Philosophie, sondern ebenfalls in der brillanten Schreibe - hhp

Erstellt von al | | Deutsch | Wunder

Biblisches Wunder: Forscher erklären Teilung des Wassers -SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft

Dass die Bibel nicht nur davon spricht, dass das Wasser neben den Israeliten beim Exodus wie "Mauern" aufragte, sollte bekannt sein. Eine andere Quelle der Bibel spricht von einem Wind, der aufkam und das Wasser zurückdrängte. Das meinen nun Forscher verifziert zu haben, allerdings an einer anderen Stelle, als in der Bibel angegeben worden sei. Wobei die ja vom Schilfmeer und nicht vom roten Meer spricht, sollte man ergänzen. Ergebnis: "Die Menschen waren von der Geschichte des Exodus immer fasziniert und fragten sich, ob sie auf historischen Fakten beruht. Die beschriebene Teilung des Wassers basiert tatsächlich auf physikalischen Gesetzen und lässt sich mit Hilfe der Flüssigkeitsdynamik verstehen." - al

Erstellt von hhp | | Evolution | Theodizee | Deutsch | Dawkins

Keinen guten Gott gefunden - Nachrichten auf salzburg.com - Salzburger Nachrichten

Der Beitrag stellt zunächst heraus, dass das neue Dawkins-Buch versöhnlicher daherkommt als "Der Gotteswahn" und sogar theologische Allianzen würdigt. Dennoch bleibe Dawkins ein "heftiger Widerpart jeder religiösen Weltinterpretation". Anders als bei der Gotteswahn-Polemik sei er nun ein "ernsthafter Gesprächspartner", da seine Argumentation auf der Theodizeefrage basiere. Dem Artikel ist insofern Recht zu geben, als die Theodizeefrage in der Tat auch für Gläubige eine dauernde Herausforderung darstellt. Die Argumentation, wonach die Evolution grausam und also kein Produkt eines guten Gottes sein könne, sollte indes differenzierter sein - hhp