Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Atheismus | Kosmologie | Hawking

Zehn hoch fünfhundert . . . - DiePresse.com

Rudolf Taschner, Mathematiker und Wissenschaftler des Jahres 2004, geht zunächst kritisch an die naturwissenschaftlichen Grundlagen des neuen Hawking-Buches heran. Die sog. M-Theorie sei "ein höchst spekulatives Konzept", und die benötigten 10 hoch 500 Universen, die sich permanent noch vervielfachen, lieferten unfassbare Zahlengiganten. Als Mathematiker weiß Taschner genauso wie Hawking, wovon er spricht, und urteilt: "Astrologie, Vogel- und Eingeweideschau sind im Vergleich zu solchem Irrwitz seriös". Noch unseriöser erscheinen Taschner Hawkings theologische Deutungen. Diese seien nicht ernsthaft zu diskutieren, dienten sie doch "allein der Vermarktung" - hhp

Erstellt von al | | Giordano-Bruno-Stiftung | Deutsch | Atheismus

Atheismus in Zahlen: Erlösung unerwünscht | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

Wen soll man zu den Atheisten zählen? Die Schar der Atheisten wurde auf weltweit 262 Millionen geschätzt, die Zahl der Agnostiker auf 1,071 Milliarden. Zusammen also 1,333 Milliarden Menschen ohne Religion – das Phänomen ist weitverbreitet. Was sind das für Leute? Es gibt mehr Atheisten als Menschen, die sich als Atheisten bezeichnen, und es gibt mehr Agnostiker als Menschen, die sich als unreligiös bezeichnen. Der Tübinger Religionssoziologe Günter Kehrer, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung, konstatiert: »Die Atheisten scheinen in ihrer Mehrheit kein Bedürfnis zu haben, sich als Atheisten zu organisieren.« Fazit des Artikels: Unsere Wahrnehmung von Religion hat sich verändert, aber unsere Wahrnehmung von Nichtreligiösen ist unterentwickelt. Deren Charakteristika: Gott ist ihnen gleichgültig (geworden). So müssen sie sich auf ihre Erfahrungen oder die Wissenschaft verlassen. Auch der Gedanke an Erlösung ist ihnen völlig fremd. - al

Erstellt von hhp | | Deutsch | Hawking | Wissenschaftstheorie | Physik | Kosmologie

Wunderbare Welt - Stephen Hawking spielt Schöpfer - NZZ

Wenn der Autor Uwe Justus Wenzel schreibt, dass "der Physiker und Mathematiker mit Gott persönlich in Konkurrenz" tritt, widmet er sich einer theoretischen Konsequenz, die man in anderen Beiträgen nicht findet. Gemeint ist, dass Hawkings Theorie nicht nur ohne Schöpfer auskommt, sondern dass sie dem Menschen Schöpfungskräfte zuschreibt: "Ein gutes Modell ... schaffe seine eigene Realität", paraphrasiert Wenzel. Dies betrifft nicht nur die Zukunft, sondern - kontraintuitiv - auch die Vergangenheit. Im O-Ton Hawking liest sich dies so: "Nicht die Geschichte macht uns, sondern wir machen Geschichte durch unsere Beobachtung" (140). Um das wirklich zu verstehen, reicht Wenzels Artikel nicht aus. Vielleicht nicht einmal "Der große Entwurf" Hawkings - hhp