Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von al | | Astronomie | Kosmologie | Physik | Deutsch

"Eher pluff als plonk"

Hinter diesem blödsinnigen Titel verbirgt sich ein Artikel über eine der ehrgezeigsten Missionen der europäischen Raumfahrt: die Raumsonde Rosetta erforscht die Geheimnisse der Kometen. Vor einem Monat hat sie ihr Ziel, den Kometen Tschurjumow-Gerasimenko erreicht. Schon jetzt hat sie mehr Daten über diese "schmutzigen Schneebälle" gesammelt, als alle Kometenmissionen vorher zusammen. Was der Artikel nicht verrät: die Mission kann vielleicht auch Auskunft über die Herkunft des irdischen Wassers geben und damit die Frage nach dem Ursprung des Lebens beantworten helfen. - al

Erstellt von hhp | | Anthropologie | Deutsch | Wissenschaftstheorie | Theologie | Pannenberg

Glaube, Geschichte und Vernunft - Zum Tod des evangelischen Theologen Wolfhart Pannenberg - NZZ

Die Reaktion auf den Tod des bedeutenden evangelischen Theologen Wolfhart Pannenberg ist im deutschsprachigen Bereich (bis jetzt) mehr als spärlich und beinahe auf den vorliegenden Artikel des systematischen Theologen Gunther Wenz beschränkt. Wenz hebt die immense Bedeutung Pannenbergs hervor, der seinerzeit gegen die Vorherrschaft der dialektischen Theologie eine neue Richtung eröffnete. Ziel dieser Richtung und im interdisziplinären Kontext relevant ist der "Nachweis einer allem Irrationalismus und Dezisionismus überlegenen Vernünftigkeit des Glaubens". In Überwindung einer privatistischen Frömmigkeit sollte diese Vernünftigkeit "vor dem Forum das allgemeinen Wahrheitsbewusstseins" gerechtfertigt werden - anthropologisch zum Beispiel mit der Struktur der "Gottoffenheit" des Menschen. Der Artikel gibt einen prägnanten Einstieg in den Ansatz Pannenbergs, schade nur, dass nicht mehr und ausdrücklicher auf Pannenbergs Dialog mit den Naturwissenschaften eingegangen wird. - hhp

Erstellt von hhp | | Deutsch | Pannenberg | Wunder | Theologie

Nachruf - Die Auferstehung Jesu ist eine historische Tatsache - Idea

Der ehemalige Bischof und Neutestamentler Ulrich Wilckens stellt in seinem Nachruf die bekannte Frontstellung Pannenbergs gegen Barth und die Gefahr einer Selbstisolierung der Theologie von allem weltlichen Wissen an den Anfang. Pannenberg habe die Verbindung von Glaube und Vernunft gewollt. Das Wort Gottes sei kein "senkrecht von oben" kommender Fremdkörper für einen Sonderbereich, sondern Mitte der ganzen Weltgeschichte. Dass Gott und Geschichte zusammen gehören, bedeute mit Pannenberg dann auch, dass die Auferstehung Jesu "als historische Tatsache ernst zu nehmen" sei. Für den Autor steht dies "in keinerlei Gegensatz zu vernünftigem Naturwissen". Hier dürften einige widersprechen und ausdrücklich einen "unlösbaren Widerspruch zum heutigen Weltwissen" (Hans Kessler) reklamieren - es sei denn, man dürfte "historische Tatsache" im Sinne von "Wirklichkeit" verstehen, die geschichtlich wirksam wurde und insofern mehr ist als ein bloßes "theologisches Konstrukt", von dem sich Wilckens mit Pannenberg absetzen will. - hhp