Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von pts | | Deutsch | Hirnforschung

3-D-Atlas "BigBrain": Das Hirn in hauchdünnen Scheiben - Spiegelonline

Am Forschungszentrum Jülich haben Wissenschaftler ein virtuelles dreidimensionales Modell („BigBrain“) des menschlichen Gehirns erstellt, das 50mal genauer sein soll als das, was es bisher in diesem Bereich gegeben hat. Dazu haben sie das Hirn einer 65-jährigen Toten in über 7400 hauchdünne Scheiben geschnitten, die Scheiben gescannt und das Gehirn am Rechner rekonstruiert. Die Auflösung des Modells liegt nahezu auf Zellebene. Das Modell kann möglicherweise helfen, Gehirnstrukturen verstehen zu lernen und so krankhafte Veränderungen zu bewerten. Es wird frei zugänglich sein. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen auch in das Human Brain Project einfließen - pts

Erstellt von pts | | Deutsch | Hirnforschung

Human Brain Project: Der Gehirn-Simulator von Jülich - SpiegelOnline

Im Forschungszentrum Jülich wollen Wissenschaftler das menschliche Gehirn auf Europas schnellstem Computer nachbauen und seine Funktionsweise simulieren. Das Projekt wird mit bis zu einer Milliarde Euro von der EU gefördert und von Henry Markram von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) geleitet. Auf längere Sicht könne das Gehirn-Modell genutzt werden, um auf virtuelle Weise herauszufinden, wie Medikamente auf das Gehirn wirken, wie neurologische Krankheiten die Funktionsweise des Gehirns beeinträchtigen oder vielleicht sogar wie wir denken. Das Projekt ist allerdings umstritten. Trotz der Größe des Computers reiche seine Leistungsfähigkeit nicht aus, um das komplette menschliche Gehirn mit seinen rund 100 Milliarden Neuronen zu simulieren – so der Autor. Der Münchener Hirnforscher Moritz Helmstädter meint offenbar dementsprechend, man solle sich zunächst an die Erforschung kleinerer Nervennetze wie das des Wurms C. elegans begeben. Alles andere sei utopisch - pts

Erstellt von al | | Deutsch | Bioethik

Durchleuchteter Nachwuchs - ZEIT Nr. 25 S. 35

Gentests für Föten werden bald die Regel. Längst zeichnet sich die Einführung umfassender genetischer Durchleuchtungsverfahren auch im Rahmen der künstlichen Befruchtung ab. Unsere Gesellschaft muss auf viele Fragen neue Antworten finden - und dabei human bleiben. - al