Presseschau

Die Gesamtansicht

Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Evolution | Wissenschaftstheorie | Kreationismus

Evolution und Schöpfungslehre an christlichen Bekenntnisschulen - VEBS

Der Verband Evangelischer Bekenntnisschulen (VEBS) regt mit diesem Thesenpapier des Kreationisten Reinhard Junker an, in der Schule Schöpfung als Alternative zur Evolutionstheorie zu diskutieren. Im Hintergrund steht die Unterscheidung von Mikroevolution (die Junker für möglich hält) und Makroevolution, welche die Entstehung neuartiger Bauplantypen nicht hinlänglich erklären könne. Alternativ dazu geht Junkers Grundtypmodell davon aus, dass Grundtypen erschaffen wurden und sich nur mikroevolutiv weiterentwickeln. Konflikte, die an dieser Stelle auf der Hand liegen, führen zu kritischen Rückfragen an die Evolutionstheorie - nicht etwa an die Theologie. Hier lässt ein Offenbarungspositivismus grüßen, der biblische Formulierungen für unfehlbar hält - hhp

Erstellt von al | | Deutsch | Organtransplantation | Bioethik

Spender gesucht - ZEIT online

Angesichts des Inkrafttretens der Regelungen des neuen Organtransplantationsgesetzes thematisiert der Autor die Schwierigkeiten der Lage in Deutschland und macht sie vor allem an der grundsätzlichen Organisation der Organspende hierzulande und vor allem in den Krankenhäusern fest. Die schlechte PR durch die jüngsten Skandale wird erwähnt, nicht aber das Problem, dass jüngst wieder deutlich wurde, dass "Hirntote" wohl unwiderruflich im Sterben liegen, aber eben noch nicht tot sind. Diese Diskussion und Dimension blendet der Artikel leider aus und ist daher nur begrenzt hilfreich. - al

Erstellt von hhp | | Benedikt XVI. | Wissenschaftsgeschichte | Theologie | Atheismus | Deutsch

Ansprache von Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am 24. Oktober 2012 - ZENIT

Eine im vorliegenden Zusammenhang zentrale Aussage des Papstes ist die, "dass das auf Planung, exakte Berechnung und Experimenten beruhende wissenschaftliche Wissen für das Leben des Menschen zwar von Bedeutung ist, alleine jedoch nicht genügt". Erst im Glauben an die Liebe Gottes finde sich der wahre, angstfreie Sinn unserer Existenz, und dieser könne "nur geschenkt werden ..., weil wir ihn uns selbst nicht geben können". Dass diese Botschaft auf eine weit verbreitete religiöse Indifferenz und auf Atheismus stößt, soll aber nicht entmutigen, sondern zum christlichen Zeugnis aufrufen. Dies sei freilich kein Zeugnis wider Wissenschaft und Vernunft, denn der Glaube "widerspricht weder der Freiheit noch dem Verstand des Menschen". Manche werden bedauern, dass der Papst zwar die "erstaunlichen wissenschaftlichen und technischen Errungenschaften" benennt, aber dann doch kulturpessimistisch einfärbt, weil sie "die Menschheit nicht wahrhaft freier und menschlicher" gemacht hätten - hhp