Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Englisch | Pannenberg | Wissenschaftsgeschichte

Remembering Wolfhart Pannenberg - Moltmanniac

Eigentlich paradox: Die Reaktion auf den Tod des deutschen Theologen Wolfhart Pannenberg findet sich (bis jetzt) im englischsprachigen Bereich leichter als im deutschen Netz. Der vorliegende Artikel dokumentiert dies mit einer einschlägigen Sammlung von Links auf Nachrufe, primäre und sekundäre Quellen, ja sogar Audio-Vorlesungen Pannenbergs. - hhp

Erstellt von hhp | | Englisch | Pannenberg | Wissenschaftsgeschichte | Interdisziplinarität

Wolfhart Pannenberg - In Memoriam - Patheos

Der Artikel des Pannenberg-Schülers und US-amerikanischen Hochschullehrers Philip Clayton ist in doppelter Hinsicht lesenswert. Zum einen sind es die biografischen und persönlichen Anekdoten, zum anderen ist es eine Würdigung von Pannenbergs theologischer Leistung. Als weltweit führender Verfechter einer "Theologie von unten" gestartet, habe Pannenberg diesen Ansatz später mit einer "Theologie von oben" kombiniert und insgesamt sein Programm ausgedehnt auf die Philosophie und den Religion-Naturwissenschaft-Disput. In regelmäßigen Treffen mit Naturwissenschaftlern habe er das Verhältnis von Kontingenz und Naturgesetzen als Eröffnung eines konstruktiven Dialogs zwischen Naturwissenschaft und Theologie stark gemacht. Diese Diskussionen hätten einen tiefgreifenden Einfluss auf Größen wie Polkinghorne und Peacocke, aber auch auf Prozesstheologen wie John Cobb genommen. Das Ringen mit Philosophie und Wissenschaft habe Pannenberg zwar den Ruf eines Rationalisten eingebracht, tatsächlich aber sei seine Theologie fest in einem tiefen und beständigen Glauben verwurzelt gewesen. - hhp

Erstellt von hhp | | Astronomie | Außerirdische | Englisch | Kosmologie

Wir könnten außerirdisches Leben finden, aber der politische Wille fehlt - the conversation

Zwar habe man außer im Film noch nie außerirdisches Leben zu Gesicht bekommen, dennoch aber - so der Autor Seth Shostak, Astronom beim SETI - gebe es nüchterne, skeptische Forscher, die davon ausgingen, dass der Beweis dafür innerhalb einer Generation zu erbringen sei. Vor allem dank NASAs Raumteleskop Kepler habe sich herausgestellt, dass allein die Milchstraße zig Milliarden "habitabler" Planeten beherbergen könnte. Es falle schwer anzunehmen, all diese Welten seien steril, und unser planetares Leben sei ein Wunder. Es gäbe drei Wege, extraterrestrisches Leben zu erkunden; alle drei basierten auf ausgeklügelten und kostspieligen Experimenten. Erstens: Man könnte Leben in der Nähe finden (Mars, Jupiter-, Saturnmonde etc.). Betrüblich sei allerdings, dass die Erkundungsausrüstungen nur auf dem Reißbrett, nicht aber im Raum existierten: "Der Fortschritt gebremst, da die Gelder begrenzt". Zweitens könne man die Atmosphären fraglicher Planeten analysieren. Entsprechende Maschinen könnten in einem Dutzend Jahren gebaut sein - wenn denn Geld vorhanden wäre. Der dritte Zugang wäre über Mikroben hinaus die Suche nach intelligentem Leben, indem man den Himmel nach Radio- oder Lichtsignalen absucht. Mehr Antennen und bessere Empfänger könnten die Suche beschleunigen - abermals jedoch sei die Finanzierung der limitierende Faktor. Die Entdeckung außerirdischen Lebens wäre außerordentlich aufregend, aber da das Ergebnis ungewiss sei, blieben die Investitionen bescheiden. Klar sei natürlich: "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und das ist eine Frage des Wollens". - hhp