Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Intelligent Design | Englisch | Kreationismus

How 19-year-old activist Zack Kopplin is making life hell for Louisiana's creationists - io9

Zur Zeit lehrt ein 19-Jähriger Aktivist Louisianas Kreationisten das Fürchten. Die dortige Schulgesetzgebung erlaubt die Anschaffung von Lehrmaterialien zusätzlich zu bestehenden naturwissenschaftlichen Lehrbüchern. Das führte dazu, dass kreationistisches Material das wissenschaftliche faktisch verdrängte. Angesichts weitgehender Ignoranz sah sich der inzwischen 19-jährige Zack Kopplin genötigt, gegen diese Schieflage anzugehen. Ermutigt von der Philosophin Barbara Forrest und dem Nobelpreisträger Harry Kroto entwirft er einen Brief, der mit 78 Unterschriften von weiteren Nobelpreisträgern öffentliche Wirkung zeigt und dem schwierigen Kampf gegen kreationistischen Einfluss Aufschwung verleiht - hhp

Erstellt von hhp | | Nahtod-Erfahrung | Anthropologie | Neuer Atheismus | Englisch

Sam Harris' critique of Eben Alexander - Metaphysical Speculations

Bernardo Kastrup kommentiert die Sam-Harris-Kritik an der Deutung der Nahtoderfahrung von Eben Alexander (s. u.). Die Kritik beruhe letztlich auf einem alten materialistischen Einwand gegen Nahtoderfahrungen: Es könne nicht nachgewiesen werden, dass tatsächlich sämtliche Hirnfunktionen ausgeschaltet waren, und es sei denkbar, dass die Restfunktionen derartige Träume zusammenfabulierten. Die Frage sei aber die, wie ein beschädigtes Gehirn in der Lage sein soll, einen derart komplexen, kohärenten und scharfen Trip zum "Himmel" zu konstruieren. Kastrup vergleicht dies mit einem Auto, das normal fährt, obwohl alles bis auf die Zündkerzen defekt ist. Die Daten seien eine Herausforderung für neurowissenschaftliche Standarderklärungen, die man mit wissenschaftlichem Skeptizismus erst nehmen sollte, statt sie mit abartigen Spekulationen abzutun. In diesem Sinne nun wird Harris als unwissenschaftlich und populistisch manipulativ hingestellt - hhp

Erstellt von hhp | | Nahtod-Erfahrung | Neuer Atheismus | Anthropologie | Englisch

This Must Be Heaven - Sam Harris Blog

Der Neoatheist Sam Harris ist bekannt für seine scharfe Kritik der Religionen, aber ebenso für sein Interesse an spiritueller Erfahrung. So zweifelt er auch nicht an der Nahtoderfahung Eben Alexanders (s. u. 6.10.) als "subjektives Phänomen", wohl aber am Realitätsanspruch und an der religiösen und anthropologischen Deutung, die außerdem mit objektiver Wissenschaft nichts zu tun habe. Harris bleibt bei der materialistischen Deutung, dass auch die Nahtoderfahrung nichts anderes als eine "emergente Eigenschaft der Gehirnaktivität" ist. Harris unterstellt Alexander neurowissenschaftliche Inkompetenz, denn "Koma geht nicht einher mit dem vollständigen Ende kortikaler Aktivität". Die Restaktivität des Gehirns könne die Nahtoderfahrung hervorrufen, die sich des weiteren durchaus mit Drogentrips vergleichen ließe - hhp