Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Englisch | Intelligent Design | Dawkins

Fraud, Disgrace & Swindle: A Few Thoughts on Richard Dawkins's "Greatest Show" - beliefnet

David Klinghoffer, Senior Fellow beim Discovery Institute, der Denkzentrale des Intelligent Design, beschuldigt Richard Dawkins, in seinem jüngsten Werk "The greatest show on earth" die Käufer durch Einseitigkeiten und unscharfe Begriffe in die Irre zu führen. So kann "Evolution" vieles bedeuten, und damit steht und fällt die Zustimmung zu ihr. Die wichtigsten Einwände beträfen die Mechanismen der Evolution, speziell die natürliche Selektion. Ernst zu nehmende und stichhaltige Einwände würden von Dawkins dem Leser vorenthalten, und die Hauptargumente für Intelligent Design blieben unerwähnt oder unbeantwortet. Statt die Hauptprotagonisten von ID zu erwähnen, beziehe sich Dawkins feige auf Randfiguren und Unterlegene. So kommt Klinghoffer zu dem Schluss: "Die Darwin-Verteidigung des Buches, welche die schwerwiegendsten Kritikpunkte gegen die Evolution ignoriert und die Aufmerksamkeit des Lesers von den Hauptproblemen des Darwinsmus ablenkt, ist ein Schwindel" - hhp

Erstellt von hhp | | Deutsch | Gottesbild | Dawkins | Neuer Atheismus

Die Idee von Gott als Kulturleistung - Spektrum der Wissenschaft

Spektrum der Wissenschaft bespricht Daniel Dennetts "Den Bann brechen. Religion als natürliches Phänomen". Der Rezensent, Physiker Michael Springer, stellt es als Eigenart des Buches heraus, dass es "keine antireligiöse Streitschrift" à la Dawkins oder Hitchens sei, sondern den Dialog suche. Jeder, auch der religiöse Leser könne seine Argumente nachvollziehen, da er wie ein evolutionär kundiger vergleichender Religionswissenschaftler arbeite. Auf diese Weise kommt die positive soziale Funktion von Religion in den Blick. D'accord, aber was bleibt übrig? Dem Rezensenten zufolge bleibt bei Dennett nur noch ein Glauben übrig, für den es "kein vernünftiges Argument mehr" gibt. Gut dass dies keine "keine antireligiöse Streitschrift" und auch für religiöse Menschen nachvollziehbar ist - hhp

Erstellt von hhp | | Deutsch | Neuer Atheismus | Dawkins | Wissenschaftstheorie | Schöpfung | Intelligent Design | Kreationismus | Evolutionismus | Evolution

Hans Kessler: Evolution und Schöpfung in neuer Sicht: Die Kirche der Gottlosen röstet Kartoffeln mit Kohlendioxid - Sachbuch - Feuilleton - FAZ.NET

Meine positive Besprechung des neuen Buches von Hans Kessler (siehe "Rezensionen") findet ihre Bestätigung durch Eckhard Nordhofen in der FAZ. Das Buch sei "die Ernte einer zwanzigjährigen kompetenten Befassung mit den Naturwissenschaften", die Stärke bestehe in der wissenschaftstheoretisch sauberen Unterscheidung der jeweiligen Diskurse und der Verurteilung unsauberer Vermischungen. Bei allem Lob für Kessler merkt man dem Rezensenten dennoch den Ärger darüber an, dass ein solches Buch im Jahr 2009 überhaupt nötig ist, wo doch die Alternative Bibel oder Wissenschaft seit mindestens 50 Jahren erledigt ist, angefangen mit dem Einsatz der modernen Bibelhermeneutik vor 200 Jahren. Man mag dies bedauern, aber auch zum Anlass nehmen, eine moderne Schöpfungstheologie wie Kesslers "enttemporalisiertes Konzept" gegen zahlreiche naive Zerrbilder eines Schöpfergottes zur Geltung zu bringen, die nicht nur an den fundamentalistischen Rändern der großen Kirchen zu finden sind - hhp