Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Komplexität | Englisch | Schöpfung | Gottesbild | Evolution | Intelligent Design | Theodizee

Evolution and the Problem of Evil - Science and the Sacred

Der Beitrag von Karl Giberson stellt sich der schwierigen Theodizeefrage, die angesichts der zahlreichen Übel und der Vorstellung eines gütigen und allmächtigen Gottes aufbricht. ID-Anhängern gibt Giberson zu bedenken, dass es "schwer vorstellbar ist, dass Gott absichtlich derart üble Dinge designe". In der ID-Rhetorik sind die beschworenen "irredzierbar komplexen" Systeme immer nützlich oder schön; bei Blickerweiterung führen solche komplexen Maschinen aber ebenso Schmerz und Tod herbei. Diese dürfe man nicht unterschiedslos Gott zuschreiben. Die Evolution zeige nun, dass der Natur kreative Kräfte eigen sind. Diese Kräfte schaffen sowohl wunderbare, wie auch schreckliche Dinge; sie stammen zwar von Gott, werden aber von der Natur ausgeübt. Gott schafft durch Zweitursachen! Der Autor setzt die Gabe der Kreativität in Analogie zur Gabe der menschlichen Freiheit: Beides könne - von Gott unbeabsichtigt - zu Übeln führen. Damit nimmt der Autor "Gott aus der Verantwortung" - hhp

| Deutsch | Wissenschaftstheorie | Theologie | Schöpfung | Gottesbild | Evolution | Neuer Atheismus | Pierre Teilhard de Chardin

Schöpfungsglauben mit guten Gründen - Radio Vatikan

Bischof Fürst wies darauf hin, dass Evolutionstheorie und Gottesglaube für "unaufgeregte Betrachter" keinen Gegensatz darstellten. Es handele sich um zwei Sichtweisen auf das Schöpfungsgeschehen, "einerseits um die naturwissenschaftliche Erklärung, andererseits um die theologische Deutung der Weltentstehung". In unverantwortlicher Weise würden solche Atheisten ein Zerr-Gottesbild von einem "Riesen-Handwerker" aufbauen, das sie dann umso leichter zerstören könnten. "Nach christlichem Schöpfungsverständnis verlockt Gott als Schöpfer seine Schöpfung geradezu zum Entstehen neuer Möglichkeiten", sagte der Bischof und zitierte Aussagen verschiedener Päpste zur Vereinbarkeit von Evolutionslehre und Gottesglauben. Er erinnerte an den französischen Theologen und Naturwissenschaftler Teilhard de Chardin, der das Handeln des Schöpfers so umschrieb: "Gott macht, dass die Dinge sich selber machen." Pressemitteilung: drs/ Uwe Renz

Erstellt von hhp | | Templeton Foundation | Englisch | Gottesbild | Intelligent Design | Evolution

On Reducing Irreducible Complexity, Part I - Science and the Sacred

Der Biologieprofessor Darrel Falk, Co-Präsident der von Templeton geförderten "BioLogos Foundation", blickt zurück in die Geschichte der Intelligent-Design-Bewegung: Als Stephen Jay Gould die Alleinherrschaft der natürlichen Selektion hinterfragte und (der Agnostiker) Michael Denton der Evolutionstheorie eine komplette Überholung empfahl, knüpft Michael Behe an den Unerklärtheiten an und deklariert sie zu grundsätzichen Unerklärbarkeiten - es sei denn, man führe einen intelligenten Designer ein. Diesen Schritt hält der Autor für mehr als tollkühn: "Die Geschichte der Wissenschaft hat wiederholt gezeigt, dass man nicht einfach ein wissenschaftliches Problem als Sackgasse deklarieren kann, wenn ein Forschungsfeld gerade zu seiner Blüte gelangt ist". Gott in wissenschaftlich Unbekanntes einzusetzen, verrate ein magisches Gottesbild und den Wunsch nach einem Beweis. Wissenschaft kenne wunderbare Hinweise auf Gott; Hinweise und Beweise seien jedoch sehr unterschiedliche Dinge - hhp