Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

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Optogenetics: Method of the Year 2010 - nature/methods

Nature-methods hat "Optogenetik" zur Methode des Jahres 2010 gewählt und dies nun in frei zugänglichen Texten und einem anschaulichen Video ausführlich dokumentiert. Optogenetik stellt bemerkenswerte Möglichkeiten bereit, Zellfunktionen mit Licht zu steuern. Damit revolutionierte Optogenetik die experimentelle Neurowissenschaft und gab der Zellbiologie neue Einsichten in Signalwege - hhp

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Stephen Hawking’s Radical Philosophy of Science - Big Questions Online

Michael Shermer, Herausgeber des Magazins "Skeptic", hält endlich die Lösung bereit, wie wir aus der "epistemologischen Falle" herauskommen, dass das Gehirn Realität nicht einfach abbildet, sondern durch Modelle überhaupt erst konstituiert. Er nennt dies "glaubensabhängigen Realismus" und vergleicht dies mit dem "modellabhängigen Realismus" Hawkings. Wir könnten uns also trefflich über unsere Modelle unterhalten, nicht aber über die Realität; schließlich hätten wir ja keinen archimedischen Punkt außerhalb unseres Hirns, von dem aus man Modell mit Realität vergleichen könnte. Soweit d'accord. Nun aber die Überraschung, mit der uns Shermer aus dieser epistemologischen Falle erlöst: die Naturwissenschaft. Schließlich befreie sie uns als intersubjektives Unternehmen von subjektiven Voreingenommenheiten und führe uns dadurch zu größerer "Korrespondenz mit der Realität". Als ob ausgerechnet die methodische Beschränkung auf Objektivität den Schranken der Modelle nicht unterliegt - hhp

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Address of his Holiness Benedict XVI to participants in the plenary session of the pontivical academy of sciences - Vatikan Website

In seiner Rede vor der päpstlichen Akademie der Wissenschaften bringt der Papst die "Wertschätzung der Kirche für die andauernde wissenschaftliche Forschung" zum Ausdruck. Die wissenschaftlichen Entwicklungen seien sowohl erhebend, sofern die Komplexität der Natur über alle Erwartungen hinaus entdeckt wurden, als auch bescheiden, sofern einige Theorien nur teilweise bewiesen werden konnten. Die Erfahrung des Wissenschaftlers als Mensch führe zur Anerkennung einer grundlegenden Vernunft, welche die Welt erhalte. Dies sei der Treffpunkt von Wissenschaft und Religion, und Wissenschaft werde so zum Ort des Dialogs zwischen Mensch und Natur und - potenziell - sogar zwischen Mensch und seinem Schöpfer. Für die Zukunft erwartet der Papst Interdisziplinarität verbunden mit philosophischer, synthetisierender Reflexion und die Informierung wissenschaftlicher Errungenschaften mit Brüderlichkeit und Frieden - hhp