Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Atheismus | Einstein | Hawking | Johannes Paul II. | Kosmologie | Astronomie | Schöpfung | Wissenschaftsgeschichte | Wissenschaftstheorie

Revolution unseres Weltbildes - Der Vater des Urknalls - faz.net

Ulf von Rauchhaupt erinnert daran, dass der eigentliche Entdecker des Urknalls der Priester und Astrophysiker Georges Lemaitre war. Seine Leistung bestand vor allem darin, Theorie (Relativitätstheorie) und Beobachtung (Rotverschiebung) zusammenzubringen, was ihn zu der Einsicht brachte, dass der Raum expandiere. Auf die Idee, dass diese Expansion in einem "Ur-Atom" ihren Anfang nahm, der Kosmos also einen zeitlichen Beginn hatte, kam Lemaitre erst später. Er erntete dafür scharfe Kritik, die bekannteste von Fred Hoyle, der abfällig vom "Big Bang" sprach und damit den Begriff Urknall prägte. Zeitlebens wehrte sich Hoyle gegen einen Urknall, wohl aus dem atheistischen Unbehagen heraus, der Urknall könne mit der Schöpfung identifiziert werden. Diese vermeintlich nahe liegende Verbindung war für Lemaitre allerdings nicht der Grund, die Urknallthese zu favorisieren. Im Gegenteil, er mochte es nicht, "wenn jemand den Urknall als Argument für die christliche Lehre in Dienst nahm", wie dies auch Papst Pius XII. tat. Offenbar brachte Lemaitre den Papst daraufhin dazu, sich bei späteren Gelegenheiten zurückhaltender zu äußern. Bereits für Thomas von Aquin - so vertieft der Autor - sei eine anfanghafte Welt genauso mit der Schöpfungslehre vereinbar wie eine ewige. Diese Hinweise verdienen ausdrückliche Beachtung, da die Gleichsetzung von Schöpfung und Urknall ein immer noch aktuelles Missverständnis darstellt. So hält sich hartnäckig das Gerücht, Johannes Paul II. solle Stephen Hawking gebeten haben, den Urknall nicht näher zu erforschen - dies sei schließlich der Augenblick der Schöpfung. Als Papstäußerung halte ich dies für eine Ente, als verbreitete Meinung ist dies - ganz im Sinne des vorliegenden Artikels - dringend korrekturbedürftig. - hhp

Erstellt von al | | Physik | Hawking | Kosmologie | Deutsch | Astronomie

Raus aus den Löchern

Was passiert, wenn ein Astronaut in ein Schwarzes Loch fällt? Ein Gespräch der ZEIT mit dem Physiker Polchinski, der dieses Gedankenexperiment angeregt hat, über Hawkings jüngste Äußerungen zu Schwarzen Löchern. Inklusive einiger Reflexionen über Hawkings Umgang mit den Medien. - al

Erstellt von al | | Astronomie | Deutsch | Hawking | Kosmologie | Physik

Stephen Hawkings Kosmos : Abschied vom Schwarzen Loch? - FAZ

Der britische Physiker Stephen Hawking stellt den Ereignishorizont infrage – jene imaginäre Grenzfläche in der Raumzeit, die Schwarze Löcher von ihrer Umgebung trennt. Der Schritt ist radikal. Damit könnte er die Welt der Quantenphysik mit der Relativitätstheorie versöhnen. Die Gedankengänge sind allerdings mit Vorbehalt zu genießen, denn der Artikel ist noch nicht von unabhängiger Seite begutachtet worden. - al