Presseschau

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Die Presseschau bietet kurze aktuelle Lesehinweise , zusammengestellt und kommentiert von Silke Hartmann (sh),  Petra Kühn (pk), Heinz-Hermann Peitz (hhp) und Hildegard Peters (pts) von unserem Kooperationspartner Forum Grenzfragen, und von unseren Redakteuren Andreas Losch (al) und Frank Vogelsang (fv).

Erstellt von hhp | | Deutsch | Physik | Hawking

Stephen Hawking: Der große Entwurf - Das Geheimnis des Seins - Süddeutsche

Laut tönt der Aufmacher, Hawking habe "die Existenz Gottes widerlegt". Das wird genauso wenig kritisch hinterfragt wie Hawkings Todeserklärung der Philosophie, obwohl der Autor weiß, dass man "solchen Atem sonst nur aus Bekehrungstexten" kennt. Was den Rezensenten Ralf Bönt offensichtlich am meisten beeindruckt, ist die literarische Brillanz von Hawking und co. So nimmt er es hin, dass der "große Entwurf" nicht gerade den neuesten Stand der Physik enthält und man nach der Lektüre die sog. M-Theorie nicht wirklich verstanden haben dürfte. Ansonsten liest sich der Artikel wie eine kurze Geschichte der Physik und ihrer Suche nach fortschreitender Integration zur Weltformel. Wie beim rezensierten Buch so liegt auch die Stärke des Artikels nicht auf der Philosophie, sondern ebenfalls in der brillanten Schreibe - hhp

Erstellt von hhp | | Englisch | Wissenschaftstheorie | Hawking | Dawkins | Darwin

Science, belief and the question of proof - ABC Religion & Ethics - Opinion

Alister McGrath, ehemaliger Atheist, jetzt Theologe und bekannter Kritiker Richard Dawkins', hinterfragt die Beweiskraft der modernen Wissenschaft, die von militanten Atheisten wie Dawkins gern gegen den Glauben und dessen vermeintlich "totale Abwesenheit unterstützender Evidenzen" ins Feld geführt wird. Wie stark sind denn demgegenüber die "wissenschaftlichen Beweise"? Streng genommen könne man von Beweisen nur in der Logik und Mathematik sprechen. Sicher gebe es Sachverhalte, die bewiesen sind, wie die Formel für Wasser etc. Aber auf die großen wissenschaftlichen Fragen wie die nach dem Ursprung des Universums oder einer Großen vereinigten Theorie mag es gute, aber keine letzten Antworten geben. So gibt es bei der Entscheidung für ein Universum oder Multiversum durchaus keine zwingende Evidenz, und Hawking mag an seine Theorie glauben, aber das sei "Lichtjahre von dem simplistischen Slogan 'Wissenschaft hat Gott widerlegt' entfernt". Darwin war da wissenschaftstheoretisch weiter - hhp

Erstellt von hhp | | Deutsch | Wissenschaftstheorie | Physik | Kosmologie | Hawking

Warum Stephen Hawking Gott für überflüssig hält - Der Tagesspiegel

Das Spezifische dieses Beitrags von Th. de Padova ist der Vergleich Hawking / Penrose, die beide über schwarze Löcher geforscht die heutige Deutung der Relativitätstheorie geprägt haben. Unterschiede zwischen beiden gehen von der Deutung der Quantenphysik aus und zeigen sich auch in der Bewertung der sog. M-Theorie, Hawkings Kanditat für die 'Weltformel' und die Überflüssigkeit Gottes. Penrose kann diesem Anspruch jedoch nicht folgen: "Für die M-Theorie gibt es bisher überhaupt keine Stütze durch Beobachtung", so zitiert de Padova Penrose. Darüber hinaus zweifelt de Padova daran, dass die M-Theorie selbst den Hawking-eigenen Kriterien für ein gutes Modell genügen kann - hhp